23.09.2020 - 11:32 Uhr
Reinhardsrieth bei WaidhausOberpfalz

Stahlbeton-Rohre schützen Hagendorf vor Überschwemmung

Kurz vor der Behebung aller Schäden zeigt die noch unvollendete Baustelle die ganzen Ausmaße des Unwetters, das die Grenzregion zum Sommeranfang heimsuchte. Die Straße ist ab Donnerstag wieder befahrbar.

Bauamtsleiter Christian Meier, Vorarbeiter Jean Pierre Heinrichs von der Baufirma, Bürgermeister Markus Bauriedl und Dietmar Hammerl (von links) verdeutlichen mit ihrer Position oben auf der Straßenkante den erheblichen Umfang der Schadenbeseitigung.
von Josef ForsterProfil

Beim starken Unwetter am Sonntag, 14. Juni, wurden die beiden Durchlassrohre an der Straße zwischen Hagendorf, Reinhardsrieth und der Staatsstraße stark beschädigt. Die landläufig als „Teufelssteg“ bezeichnete Strecke erlitt trotz des mit je einem Meter Durchmesser überaus groß dimensionierten Doppelabflusses enorme Schäden.

Wie der "Teufelssteg" Hagendorf vor einer Katastrophe rettete

Hagendorf bei Waidhaus

Die als Durchlass für den hier verrohrten Raunetbach dienende Unterquerung wurde teilweise weggespült und die Straße unterspült. Seitdem ist die wichtige Anbindung nach sofortiger Reaktion der Marktgemeinde für sämtlichen Verkehr gesperrt. Aufgrund der Unterspülung entschied sich die Kommune schnell für einen kompletten Neubau der beiden Durchlass-Rohre im bisherigen Ausmaß, allerdings aus Stahlbeton.

In trockenen Tüchern

Vor dem Start der Schadensbehebung folgte noch eine Ortstermin mit Vertretern des Wasserwirtschaftsamts aus Weiden. Nach einer Angebotseinholung unter Beteiligung des renommierten Ingenieurbüros Bamler aus Vohenstrauß ergab sich als wirtschaftlichster Bieter das Bauunternehmen Josef Hartinger Tiefbau-GmbH aus Tännesberg. Nachdem die Auftragsvergabe am 30. Juli in trockenen Tüchern war, brauchte die Marktverwaltung nicht lange auf den Start der Bauarbeiten warten.

Auch Bodenwelle beseitigt

In der Auftragssumme von rund 42.000 Euro brutto war zudem neben der Erneuerung des Durchlasses die gesamte Straßenwiederherstellung auf eine Länge von rund 40 Metern bereits enthalten. Der Durchlass hat eine Länge von zwei mal zwölf Metern, die nun komplett durch Rohre aus Stahlbeton abgesichert ist. Zugleich wurden die beiden Straßenböschungen mit Wasserbaupflaster gesichert. Nach dem Baustart am 11. September steht die Maßnahme mit der Asphaltierung der Bitumenschicht kurz vor dem Abschluss. Gleichzeitig wird auch die Bodenwelle an der Straße zwischen Hagendorf und Reinhardsrieth, in der Kurve vor der Baustelle des Durchlasses, beseitigt.

Zum Schluss steht noch die Herstellung der Bankette, so dass, wenn alles gut läuft, die Straße ab Donnerstag, 24. September, wieder befahrbar sein sollte. Für die Erneuerung des Durchlasses kann die Kommune auf einen Zuschuss durch die Regierung der Oberpfalz in Höhe von rund der Hälfte der Kosten hoffen, da es sich um die Beseitigung von Elementarschäden handelt. Die Zuschussanträge hat das Ingenieurbüro Bamler um Dietmar Hammerl bereits gefertigt. Ebenso war das Büro mit der Planung und Bauleitung betraut.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.