09.06.2021 - 09:26 Uhr
Schlicht bei VilseckOberpfalz

Verletzte bei Brand in Altenheim in Vilseck

Im Seniorenheim im Vilsecker Ortsteil Schlicht ist es aus bisher ungeklärter Ursache zu einem Feuer gekommen. Nach Angaben der Rettungskräfte erlitten fünf Senioren eine Rauchvergiftung. Brandschutztüren verhinderten Schlimmeres.

Derzeit läuft im Altenheim von Schlicht die Evakuierung der Bewohner. Gegen 5.30 Uhr war hier aus ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Aus ungeklärter Ursache ist es am frühen Mittwochmorgen im Altenheim in Schlicht (Vilseck) zu einem Brand gekommen. Es war 5.20 Uhr, als bei der Feuerwehr Schlicht/Vilseck die automatische Brandmeldeanlage anschlug: Feuer im Schlichter Altenheim. Schon von weitem sahen die sofort anrückenden Feuerwehrmänner dichten Rauch aus einem der Fenster und setzten die Rettungskette in Gang. Wie sich vor Ort herausstellte, brannte es in einem Zimmer. Automatisch schlossen daraufhin die schweren Feuerschutztüren, die diese Abteilung mit insgesamt bereits sechs stark verrauchten Zimmern vom Rest des Altenheims abriegelten.

Brandschutztüren verhindern Katastrophe

Das dürfte nach Einschätzung der Retter vor Ort eine größere Katastrophe verhindert haben. Unter schwerem Atemschutz rückten zwei oder drei Trupps der Feuerwehren Schlicht und Vilseck sofort in die betroffene Abteilung vor und holten die insgesamt zehn Personen heraus, die sich hier aufhielten. Fünf von ihnen hatten eine Rauchvergiftung erlitten, vier mussten ins Krankenhaus gebracht werden, einer konnte vor Ort behandelt werden. Auch die restlichen Bewohner des Heimes, rund 130 Personen, wurden evakuiert und zur betreuten Sammelstelle geleitet.

Experten bestätigen: Brandschutztüren verhindern Schlimmeres

Vilseck

Wie die Feuerwehr ausdrücklich betont, hat das schnelle Anschlagen der Rauchmelder und die Schließung der Brandschutztüren möglicherweise eine Katastrophe verhindert. Problem bei der Rettung der insgesamt 130 Bewohner sei eine gewisse Panik gewesen, die unter den Senioren ausgebrochen war, die ins Freie flüchteten. Inzwischen konnte aber festgestellt werden, dass die Bewohner und Beschäftigten des Altenheims vollständig gerettet werden konnten. „Das ging zum Glück sehr glimpflich aus“, kommentierten Einsatzleiter und Kreisbrandinspektor Christof Strobl und Leitender Notarzt Marc Bigalke das Geschehen mit Blick auf die gut funktionierenden Brandschutzvorrichtungen des Phoenix-Seniorenheims „Haus der Betreuung und Pflege Vilseck“.

Im Einsatz vor Ort waren rund 70 Einsatzkräfte der Feuerwehren Schlicht, Vilseck, Sorghof, Ebersbach, Schönlind und Sigl unter dem Kommando von Kreisbrandinspektor Christof Strobl. Die vorsorglich angeforderte Drehleiter der Feuerwehr Sulzbach konnte zurückgeschickt werden. Die Helfer vor Ort waren die ersten Rettungskräfte vor Ort, dazu kamen 35 Retter des BRK mit acht Fahrzeugen unter der Leitung von Bernd Löbel. Zwei Notärzte kümmerten sich um die Verletzten und evakuierten Bewohner des Altenheims. Leitender Notarzt war Marc Bigalke. Weiter vor Ort waren eine Schnelleinsatzgruppe (SEG) Behandlung, eine SEG Verpflegung sowie eine SEG Betreuung. Ebenfalls vor Ort waren Beamte der Polizeiinspektion Auerbach.

Die Polizei gibt den Schaden mit rund 50.000 Euro an. Die Zimmer auf dem betroffenen Abschnitt sind aktuell nicht bewohnbar. Die Bewohner dieser Räume wurden anderweitig untergebracht. Laut Polizei ist der Brand in einem Bett ausgebrochen. Der Verdacht einer fahrlässigen Brandstiftung steht im Raum.

Oft sind die Helfer auch Ärgernissen ausgesetzt

Windischeschenbach

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