Jean-Pierre Jeffré darf nicht mit nach Thailand. Der Schnaittenbacher schafft es bei "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) zwar unter die letzten 42 Kandidaten, doch dann ist für den 26-Jährigen Schluss. In der zweiten Runde des Recalls in Ischgl kann er die Jury nicht mehr überzeugen. Enttäuscht ist der Sänger aber nicht: "Es war eine tolle Erfahrung, mal ins Showbusiness reinzuschnuppern. Das werde ich nie im Leben vergessen."
Im Sommer vergangenen Jahres entschied der Altenpfleger, der in Wernberg-Köblitz arbeitet, spontan, sich bei der Talentshow zu bewerben. "Ich habe immer wieder Videos in meinen sozialen Netzwerken hochgeladen und gute Resonanz von Freunden und Familie bekommen", begründet Jeffré seine Entscheidung. Er singt erst seit etwa drei Jahren. Hatte jedoch zehn Jahre lang Schlagzeug-Unterricht. Das Klavierspielen brachte er sich selbst bei.
Mit seinem E-Piano fuhr der in Kiel geborene 26-Jährige zum offenen Casting nach Regensburg - erfolgreich. Eine Woche später ging es nach Köln, wo er sich erneut vor einer Jury beweisen musste. Poptitan Dieter Bohlen, Xavier Naidoo, Pietro Lombardi und Oana Nechiti sah sich der Schnaittenbacher da aber noch nicht gegenüber. Erst drei Wochen später folgte er einer Einladung an den Bodensee, wo die prominenten Juroren auf die Bewerber warteten. Jeffrés Freundin, seine Mutter, deren Lebensgefährte, seine Oma und die beste Freundin begleiteten ihn. "Meine Familie unterstützt mich", erklärt er. "Das ist mir sehr wichtig."
Mit seinem zweiten Song überzeugte der Krankenpfleger schließlich alle Jury-Mitglieder außer Pietro Lombardi. "Ich bekam sehr viel positives Feedback, das wurde leider nicht alles ausgestrahlt", erzählt der 26-Jährige. Dieten Bohlen hätte sogar zu ihm gesagt, dass er "sofort mit ihm in ein Tonstudio gehen würde". Einmal von Profis bewertet werden, das war Jean-Pierre Jeffrés Ziel. Er ist zufrieden.
Für 120 Kandidaten ging es dann Ende November mit zwei Reisebussen von München nach Ischgl. Mit den anderen Teilnehmern verstand sich Jeffré sehr gut. "Ich habe viele Gleichgesinnte kennengelernt. Mit einigen bin ich noch in Kontakt." Und das möchte er auch weiterhin bleiben. Trotzdem war er glücklich, in Österreich in einem Einzelzimmer untergebracht zu sein. "Denn es waren drei sehr stressige Tage. Aber trotzdem ein Traumurlaub."
Neben dem luxuriösen Hotel, das für die Dreharbeiten abgeriegelt war, blieb dem Kandidaten aus der Oberpfalz aber vor allem eines in Erinnerung: die Kälte. "Es hatte minus 16 Grad. Wir mussten lange warten und haben wirklich gefroren." Das hatte Folgen für den 26-Jährigen: "Ich habe mich erkältet und hatte bei meinem zweiten Auftritt kaum Stimme." Die Tipps der Gesangstrainerin brachten keine Linderung. Heiser performte er dann mit drei anderen Kandidaten "Wenn sie tanzt" von Max Giesinger. "Dass Tanzen nicht meine Stärke ist, war mir schon vorher klar." Da half auch das Üben mit Überraschungsgast Prinz Damien nicht. Der nämlich "platzte plötzlich in unsere Probe rein und hat uns seine Hilfe angeboten", erzählt der Schnaittenbacher. Dennoch folgte das Aus. Den Kopf lässt Jean-Pierre Jeffré aber nicht hängen: "Das muss man erlebt haben." Und auch den Spaß an der Musik hat der 26-Jährige nicht verloren – vielmehr hat die Fernsehshow sein Selbstbewusstsein gestärkt. "Ich mache weiter."



















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