04.05.2020 - 15:51 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Feiertags-Botschaft für die Feuerwehren

Der 4. Mai ist für die Feuerwehren ein Feiertag. Die traditionellen Floriansfeste müssen in diesem Jahr aber ausfallen. Eine erfreuliche Überraschung für die Oberpfälzer Kreisbrandräte gab es dennoch. Und zwar von prominenter Stelle.

Die Florianskerze war ein Geschenk von Bischof Voderholzer an die Brandräte der Region.
von Florian Bindl Kontakt Profil

Der Brief den Fredi Weiß am Samstagabend zusammen mit einer Florians-Kerze vor seiner Haustüre fand, ist mit "Liebe Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen" überschrieben. Rechts oben prangt das Wappen des Regensburger Bischofs. Absender: Rudolf Voderholzer. Weiß, Kreisbrandrat in Amberg-Sulzbach und Vorsitzender des Bezirksfeuerwehrverbandes, ist überwältigt. "Das ist eine ganz tolle Geste, dafür bin ich sehr dankbar." Zum 4. Mai, dem Gedenktag des Heiligen Florian, Schutzpatron der Feuerwehr, hat der Bischof allen zehn Kreis- und Stadtbrandräten der Oberpfalz ein Schreiben samt Kerze zukommen lassen. "Das ist schon ein logistischer Aufwand, die waren sicher den ganzen Tag unterwegs", vermutet Weiß.

"Wertschätzung und Hochachtung"

Ein Mann im Priestergewand habe die Geschenke vor seiner Tür abgestellt, berichtet Weiß´ Ehefrau. Er selbst war gerade unterwegs bei einem Einsatz in Michelfeld. Voderholzer bedankt sich in seinem Brief für das Engagement der Feuerwehren, die in den Tagen der Coronakrise den Florianstag nicht wie gewohnt feiern können und bringt seine "Wertschätzung und Hochachtung" zum Ausdruck. "Sie leisten einen wichtigen Dienst für die Gesellschaft, nicht zuletzt durch ihr Vorbild eines solidarischen und hilfsbereiten Miteinanders", so die Botschaft des Bischofs.

Die Feuerwehren der Region bleiben trotz Coronakrise einsatzbereit

Oberpfalz

Kirche und Feuerwehr – "das gehört zusammen", sagt Fredi Weiß. "Ob Verkehrsabsicherung oder etwas Organisatorisches, wenn die Kirche etwas braucht, sind wir da. Das ist schon eine besondere Verbindung." In den Tagen der Coronakrise sind Dankesworte und Wertschätzung umso wichtiger. Bei Einsätzen sei der Einfluss der Pandemie eher weiger zu spüren, dagegen ruhe derzeit der gesamte Ausbildungsbetrieb. Auf Anweisung des Landesverbandes sollen die Feuerwehren möglichst alle Kontakte im Gerätehaus vermeiden. Eine eingeschleppte Infektion könne schnell die Quarantäne für die Wehr bedeuten. "Das darf natürlich nicht passieren", sagt Weiß. Vorsicht ist oberstes Gebot, gerade in einem Jahr, in dem die traditionellen Feiern zum Florianstag ausfallen müssen.

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