15.01.2021 - 15:50 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Kulturstadt Schwandorf gibt's nur virtuell

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Die Pandemie beherrscht die Kulturstadt Bayern-Böhmen – zumindest was die Veranstaltungen in Schwandorf betrifft. Das Cebb versucht zu retten, was zu retten ist, und geht ins Netz.

Der virtuelle Krippenweg zur Krippenausstellung im "Gasthof zur Post" wird gut angenommen und ist bis 2. Februar "begehbar". Januar- und Februar-Termine in Präsenz fallen aus.
von Irma Held Kontakt Profil

Veranstaltungen im Rahmen der Kulturstadt Bayern-Böhmen in Schwandorf finden statt, teilt Cebb-Mitarbeiteirn Veronika Křížková Oberpfalz-Medien mit. Die Krippenausstellung zum Beispiel geht in die Verlängerung bis Mariä Lichtmess (2. Februar). Die historischen und thematischen Exponate aus den sechs Nachbarregionen entlang der bayerisch-böhmischen Grenze sind im Zentrums Schwandorfs, in den Räumen der ehemaligen Gaststätte "Zur Post" am Marktplatz, aufgebaut.

Ein virtueller Weg

An 27 Objekten zeigt die Ausstellung einerseits die Vielfalt der bayerischen und böhmischen Krippenkultur, andererseits die zahlreichen Gemeinsamkeiten dies- und jenseits der Grenze auf. Schwandorfer können sich ausgewählte Stücke durch die beleuchteten Krippenfenster analog ansehen. Sie sowie alle Interessierten können sich außerdem unter www.bbkult.net auf einen filmischen Krippenweg begeben. Der vielbeachtete virtuelle Rundgang ist mit über 1400 Aufrufen bereits auf großes Interesse gestoßen.

Neustart oder weitermachen?

Am 21. Januar startet eine Webinar-Reihe mit dem brandaktuellen Titel "Kulturarbeit - weitermachen und neu starten!", die sich an Kulturakteure jeden Genres richtet. Aufgrund der Einschränkungen in der Corona-Pandemie kam das Kulturleben weitestgehend zum Erliegen und stellt alle Kunstschaffenden vor ungeahnte Herausforderungen. Trotz widriger Bedingungen wurden innerhalb kürzester Zeit kreative und innovative Lösungsansätze, die eine rasche Anpassung an die neue Situation ermöglichten und sogar neue Chancen und Möglichkeiten aufzeigten, entwickelt.

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Vertreter von Vereinen, Organisationen und Institutionen sind im Rahmen der Webinar-Reihe eingeladen, sich zu Herausforderungen und Lösungsansätzen auszutauschen und aus Praxisbeispielen neue Anregungen für das Vereins- und Kulturleben zu gewinnen. Das Webinar besteht aus drei Einzelveranstaltungen, welche jeweils donnerstags von 17 bis 18.30 Uhr am 21. und 28. Januar sowie am 4. Februar online stattfinden. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung bis 18. Januar an David.Bender[at]cebb[dot]de ist erforderlich.

Keine Filme, kein Konzert

Alle weiteren Januar-Veranstaltungen, wie etwa das bereits einmal verschobene tschechische Filmwochenende, fallen dem Lockdown zum Opfer. Das Februar-Angebot wird ebenfalls nicht umgesetzt. Im nächsten Monat wären Vorstellungen des Dokumentar-Filmfestivals Zwickl in Pilsen und Schönsee geplant gewesen, ebenso ein Konzert des Carl-Friedrich-Gauß- Gymnasiums in Schwandorf und des 1. Gymnasium Pilsen sowie eine Podiumsdiskussion zum Thema "Die Oberpfalz und der Bezirk Pilsen - die Nachbarregionen im Wandel".

Veronika Křížková geht im Telefongespräch mit Oberpfalz-Medien davon aus, dass auch im März nur begrenzt Veranstaltungen angeboten werden. Große Hoffnungen setzt das Cebb in die Woche der Nachbarn vom 13. bis 16. Mai im Park des Oberpfälzer Künstlerhauses in Schwandorf-Fronberg. Mit dieser Veranstaltung, so sie denn stattfinde, soll das Kulturstadtjahr feierlich abgeschlossen werden. Ursprünglich war die Veranstaltung im Mai vergangenen Jahres geplant gewesen. Nach der Woche der Nachbarn wechselt der Titel Kulturstadt Bayern-Böhmen nach Wunsiedel.

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Der virtuelle Krippenweg

Hintergrund:

Die Kulturstadt-Idee

  • Kulturstadt Bayern-Böhmen ist ein vom Bayerischen Finanz- und Heimatministerium gefördertes Projekt um die Kultur der sechs Nachbarregionen, drei in Bayern und drei in Böhmen, einander näher zu bringen.
  • Für 2020 wurde Schwandorf ausgewählt, für 2021 Wunsiedel.
  • Der Auftakt in Schwandorf war für März 2020 geplant. Das Cebb in Schönsee hat in enger Abstimmung mit der Stadt Schwandorf ein vielfältiges und vielseitiges Programm ausgearbeitet.
  • Coronabedingt wurde das Kulturstadtjahr erst im August 2020 eröffnet und bis zum Mai 2021 verlängert. Der erneute Lockdown machte viele Pläne wieder zunichte.
Eine Augenweide sind die Krippenfenster

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