26.09.2021 - 22:37 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Bundestagswahl in Sulzbach-Rosenberg: Keine Probleme mit weniger Wahllokalen

Die erste Wahl mit geänderten Stimmbezirken lief für die Stadt Sulzbach-Rosenberg ohne Probleme. Schon am Nachmittag freute sich Wahlamtsleiterin Rosalia Wendl über eine gute Beteiligung in den Wahllokalen. 200 Helfer waren im Einsatz.

Am Mittwoch feierte Jeremias Wendl seinen 18. Geburtstag, am Sonntag kam er als Erstwähler ins Wahllokal an der Edith-Stein-Straße. Bürgermeister Michael Göth (stehend, links) und Wahlamtsleiterin Rosalia Wendl freuten sich über den demokratischen Akt.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Für die Bundestagswahl am vergangenen Sonntag hatte die Stadt gravierende Änderungen an der Einteilung der Stimmbezirke vorgenommen, was von der Verwaltung unter anderem mit einem verstärkten Trend zur Briefwahl aber auch mit den geltenden Hygienemaßnahmen erklärt wurde. Von den bisherigen 20 Stimmbezirken blieben am Ende 12 übrig. Die gleiche Anzahl gab es dann nach einer internen Aufteilung ebenso für die Briefwahl.

Gegen 22 Uhr konnte Wahlamtsleiterin Rosalia Wendl, die bereits im Tagesverlauf mit Bürgermeister Michael Göth alle Wahllokale besucht und Erstwähler Jeremias Wendl im Abstimmungsraum an der Edith-Stein-Straße begrüßt hatte, endgültig Vollzug melden. Auch bei der Wahlbeteiligung gab es mit 74,55 Prozent (2017: 72,48 Prozent bei den Zweitstimmen) einen Steigerung, hält aber in etwa das Niveau von vor vier Jahren.

Wie üblich trafen sich einige Parteien bereits am Sonntagabend zur Wahlanalyse in verschiedenen Lokalen. Deren Vertreter übermittelten Oberpfalz-Medien ihre Statements beim Besuch in der Redaktion oder auch telefonisch. CSU-Ortsverbandsvorsitzender Patrick Fröhlich wertete das Abschneiden der Direktkandidatin in der Stadt als klaren Auftrag für Susanne Hierl, den Rückgang bei den Zweitstimmen erklärte der Christsoziale mit Spitzenkandidat Armin Laschet, der nicht so sehr begeistern konnte. „Auch hätte man Inhalte klarer bezeichnen müssen.“

Gegen Große Koalition

Bettina Moser freute sich als SPD-Ortsvereinsvorsitzende über das erfreuliche Abschneiden von Direktkandidat Johannes Foitzik, der ihrer Meinung nach einen sehr guten Wahlkampf geführt habe. Mit Sorge betrachtet sie allerdings das starke Votum für die AfD im Stadtgebiet. „Auf Bundesebene hätte ich mir aber ein noch stärkeres Ergebnis für die SPD gewünscht.“ Auf keinen Fall will sie erneut eine Große Koalition im Bund.

Yvonne Rösel, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen im Stadtrat, sprach für ihre Partei von einem guten Ergebnis, was sie vor allem auf die klar formulierten Klimaziele zurückführt. Von ihr wird auf Bundesebene eine Zusammenarbeit mit der SPD favorisiert. Linken-Stadtrat Wolfgang Berndt sah das Abschneiden seiner Partei auf Bundesebene mit Sorge und forderte eine noch stärkere Konzentration auf soziale Themen.

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„Auch hätte man Inhalte klarer bezeichnen müssen.“

Patrick Fröhlich, CSU-Ortsverbandsvorsitzender

 

 

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