Es heißt, die Wurzeln bleiben immer in der Heimat. Auch Christian Storch blieb seiner Geburtsstadt Sulzbach-Rosenberg, seinen Paten und dem Freundeskreis um Helmut Pilhofer verbunden, nachdem er der Liebe wegen in einem anderen Teil Deutschlands sesshaft geworden ist. Während der Meisterschule hatte der Koch seine Frau Christa kennengelernt, die in Alternahr in der Eifel die elterliche Gastwirtschaft weiterführt. Auch dort hat die verheerende Flutwelle im Juli 2021 tiefe Spuren der Zerstörung hinterlassen.
Die Ahr, ein Flüsschen mit einem Normalpegel von 1,5 Metern, schwoll in der Katastrophennacht vom 14. auf den 15. Juli auf 8,6 Meter an. Obwohl der Gasthof erhöht an einem Hang erbaut ist, zerstörte die Flut die gesamte Küche, eine Wohnung und Teile des Restaurants. Als Helmut Pilhofer davon hörte, war es eine Selbstverständlichkeit, dem befreundeten Paar zu helfen. Und auch alle Angestellten des Raumausstatters boten spontan ihre Hilfe an.
Es dauerte einige Zeit, bis das Gebäude abgetrocknet war. Als dann neuer Estrich und Putz eingebracht worden waren, fuhr die komplette siebenköpfige Mannschaft sowie ein weiterer Bekannter mit Werkzeug und Material aus Sulzbach-Rosenberg nach Altenahr. Im Restaurant und auf den Treppen wurde neuer Teppichboden verlegt, die Anliegerwohnung ist nun dank eines neuen Parkettbodens und renovierter Wände wieder bewohnbar.
Die Familie Storch war sehr dankbar: "Es ist schon gut, wenn man seine Wurzeln in der Oberpfalz hat und von dort so uneigennützige Hilfe erhält. Hier in der Eifel bekommt man jetzt sowieso keinen Handwerker." Das Motto einer Aktion im Advent, dass in Sulzbach-Rosenberg niemand allein bleibt, scheint also auch zu gelten, wenn Weihnachten noch weit hin ist und der Begünstigte Hunderte von Kilometern entfernt wohnt.















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