26.07.2020 - 14:54 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Patrozinium auf dem Annaberg trotz Corona ein Fest

Das Annabergfest war heuer anders als gewohnt. Beim Patrozinium mit Domkapitular Johann Ammer und Stadtpfarrer Walter Hellauer kam am Sonntag bei noch ein besonderer Aspekt hinzu.

von Heidi FranitzaProfil

Für Stadtpfarrer Walter Hellauer war dieser Sonntag ein ganz besonderer Tag. Nicht nur, dass das Patrozinium der St.-Anna-Kirche mit Domkapitular Johann Ammer und den Kollegen des Priesterweihekurses 1995 gefeiert wurde, er konnte dank schneller Genesung auch persönlich an der Eucharistiefeier auf dem Annaberg teilnehmen. Diese Freude drückte er auch am Anfang der Gottesdienstes in einer ganz persönlichen Ansprache aus: „Ich freue mich ganz besonders, mit ihnen allen die Messe feiern zu können und es berührt mich, dass der Himmel deswegen zu Tränen gerührt ist!“

Wenigstens hatte der Himmel seine Schleusen mittlerweile wieder geschlossen. Überwiegend tropfte es nur noch ständig vom dichten Blätterdach der Bäume. So zierte ein Meer von Regenschirmen den Platz vor dem Freiluftaltar.

In seiner Predigt suchte Domkapitular Johann Ammer nach Erklärungen, warum uns das Anna-Lied so berühre. "Mutter Anna ist ein Mensch der Geschichte, die einen ganz besonderen Zugang zu Gott hat. Sie ahnte bei der Geburt von Maria noch nicht, was passieren werde, aber sie fühlte es", so der Geistliche. Anna und Maria seien Wegbegleiter von Christus, dem Erlöser, gewesen. Der Himmel sei ein Schatz. Er sei nicht in Palästen zu finden, sondern im Leben, das wir in die Hand Gottes legen. Das Gleichnis vom Schatz im Acker aus dem Evangelium von Matthäus sei ein bildliches Beispiel dafür. "Der Schatz als Synonym für den Himmel liegt da, wo man ihn nicht vermutet. Manchmal auch im vordergründig Verborgenen. Mutter Anna selbst kann als Schatz im Acker gemeint sein“, waren die weiteren Worte von Domkapitular Johann Ammer. „Auch das kann ein Grund sein, warum wir dieses Lied so tief in unsere Herzen lassen.“

Für den würdigen musikalischen Rahmen der Messe sorgte die Kantoren-Schola der Gemeinde. Eingangs- und Schlusslied waren der Heiligen Anna gewidmet. Zu ihren Ehren waren auch die Fürbitten gestaltet, auf die die Gemeinde mit dem Satz „Höre auf die Fürsprache der Heiligen Anna“ antwortete.

Unter Einhaltung der Sicherheits- und Abstandsregeln empfingen die Gläubigen die Heilige Kommunion. Bevor die Gemeinde das Anna-Lied anstimmte, bedankte sich Stadtpfarrer Walter Hellauer bei Domkapitular Johann Ammer mit einem Buchgeschenk. Er hatte ihn schon zu Beginn des Annafestes kurzfristig vertreten.

Heuer alles ganz anders auf dem Annaberg

Sulzbach-Rosenberg

Dieses Jahr war alles anders währen der Anna-Festwoche. Die Buden waren verwaist. Die Bänke für die Gläubigen nicht dicht an dicht besetzt. Eines wurde jedoch deutlich. Die würdevolle Stimmung während eines Annaberg-Gottesdienstes kann auch durch Corona-Auflagen nicht gemindert werden.

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