25.08.2021 - 16:37 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Wildwuchs an Straßen und Wegen in Sulzbach-Rosenberg

Äste und Zweige im Gesicht, Brennnesseln am nackten Wadl und dazu noch schlechte Sicht. So ein Szenario kommt auch bei Sulzbach-Rosenberger Radfahrern gar nicht gut an. Wer aber meint, dass Grünpflege nur die Kommune betrifft, der irrt.

Die Stadtgärtnerei muss an Geh- und Radwegen sowie an Straßen immer wieder für das passende Lichtraumprofil sorgen.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Als Organisator der Rad- und Wanderfreunde Ü65/Ü70 kann Gerd Hofmann ein Lied davon singen, was es heißt, durch hereinhängende Äste, hohen Bewuchs oder dergleichen in der Fortbewegung eingeschränkt zu werden oder gar zu stürzen. Der Sulzbach-Rosenberger Freizeitradler spricht hier neben der Kommune auch immer wieder Privateigentümer an, doch für entsprechenden Rückschnitt an Grundstücksgrenzen oder Geh- und Radwegen sowie an den Straßenrändern zu sorgen. „Sicher kann die Stadt nicht alles auf einmal pflegen, aber ich weise die Gärtner schon immer wieder auf Stellen hin, die mir auffallen“, so Hofmann.

Für Andreas König als stellvertretenden Leiter der Stadtgärtnerei, und seine Mannschaft bedeutet die Grün- und Gehölzpflege eine Daueraufgabe. „Schon alleine aus Gründen der Verkehrssicherung ist die sogenannte Freihaltung des Lichtraumprofils im Geh- und Radwegbereich von 2,50 und im Fahrbahnbereich von 4,50 Meter auch gesetzlich vorgeschrieben.“ König verweist auf den laufenden Rückschnitt entlang des Geh- und Radwegs zum Feuerhof, nennt die vielen Regenfälle als Ursache für eine Zunahme beim Pflanzenwuchs und verweist auf die gesetzliche Verpflichtung von Grundstückseigentümern, Hecken, Bäume und Sträucher zurückzuschneiden, um die Nutzung von Straßen und Wegen oder Sicht auf Schilder und Verkehrszeichen allzeit zu gewährleisten.

Zufahrten freihalten

Neben den Beeinträchtigungen des optischen Eindrucks von ungezähmtem Hecken- oder Unkrautwuchs auf Gehsteigen und Bordsteinen, bringt Gerd Hofmann auch Sicherheitsaspekte vor, wie etwa bei Notfällen. „Gibt es wilde Parkerei, weil die angestammten Flächen durch Bewuchs nicht nutzbar sind, kann auch eine Feuerwehr- oder Notarztzufahrt verstellt sein“, gibt der Manager der Ü65/Ü70-Radfahrer zu bedenken.

Wie von den Stadtgärtnern weiter zu erfahren war, würden von ihnen Hecken und Bäume nicht ohne Grund zurückgeschnitten oder gefällt. „Ursache ist dafür meist die Verkehrssicherheit, um Gefahrensituationen zu beseitigen“, ergänzt Andreas König, der auch an alle Sulzbach-Rosenberger appelliert, ihre Grundstücksgrenzen stets im Auge zu behalten, um bei Bedarf immer unter Berücksichtigung des Naturschutzes per Grün- und Gehölzpflege einzugreifen.

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Hintergrund:
  • Grundlage für Rückschnitt durch Grundstücksbesitzer: Art. 29 Abs. 2 des Bayerischen Straßen- und Wegegesetzes .
  • Lichtraumprofil (Durchgangs- oder Durchfahrtshöhe einer Straße) Geh- und Radwege: 2,50 Meter; Fahrbahnbereich: 4,50 Meter.

„Gibt es wilde Parkerei, weil angestammte Flächen durch Bewuchs nicht nutzbar sind, kann auch eine Feuerwehr- oder Notarztzufahrt verstellt sein.“

Gerd Hofmann

Gerd Hofmann

 

 

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