14.12.2018 - 15:12 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Positive Veränderungen

Die niedrige Arbeitslosigkeit, die starke Finanzkraft und die vielen Baustellen waren Thema in Bürgermeister Franz Stahls Weihnachtsansprache in der letzten Stadtratsitzung dieses Jahres.

Zwar ist die Stadt nur indirekt bei der Sanierung des „Haus St. Elisabeth“ beteiligt, dennoch zeigt sich Stahl in seiner Weihnachtsansprache begeistert von dem, was dort entsteht.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Stahl ging in seinem Rück- und Ausblick insbesondere auf die zahlreichen Baustellen in der Stadt ein. "Leben heißt Veränderung. Veränderungen sind in unserer Kreisstadt sicht- und greifbar", führt Stahl aus. Tirschenreuth sei der Wirtschaftsstandort Nummer 1 im Landkreis. Die Arbeitslosigkeit lag im Sommer und November bei nur 2,8 Prozent. "Eine starke Wirtschaft ist ein sicher finanzieller Rückhalt für unsere Kommune." So konnten kontinuierlich umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur gemacht und gleichzeitig der Schuldenstand zurückgeschraubt werden.

Zum Artikel über den Spatenstich des "Haus Elisabeth"

Tirschenreuth

Die Stadtsilhouette sei aktuell von vielen Baukränen geprägt, die für die vielen Bauprojekte stehen. Dabei spricht Stahl das neue Feuerwehrgerätehaus an, die Sanierung der ehemaligen Polizeiinspektion, den Rathausanbau, die Planungen zum Projekt "Zukunft Stadtgrün" sowie den Bau eines weitern Kindergartens oder die Unterstützung bei der Umgestaltung des "Haus Elisabeth", die Kletterhalle im bisherigen Schels-Turm, sowie die finalen Planungen für das "Ruffing-Areal", dem künftigen "Rathaus II". Die Stadt lege nicht nur auf dem Gebiet des Städtebaus ein "unheimliches Tempo" vor.

Der Artikel zum Rathausanbau:

Tirschenreuth

Weitere Themen waren der künftige "Lernstandort" in der alten Fronfeste, das Netzwerk "Leben Plus", den Jugendrat, den Breitbandausbau, das Jubiläum im Museumsquartier, die Gartentage im Fischhofpark, das Bürgerfest, sowie die Krippenausstellung.

Der Artikel zum Lernstandort in der ehemaligen Polizeiinspektion:

Tirschenreuth

"Wir haben die uns gesetzten Ziele nicht nur erreicht, sondern in den vergangenen Monaten ganz gezielt in die Zukunft gerichtete Beschlüsse auf den Weg gebracht und umgesetzt", sagte Stahl. Die Dynamik der Stadtentwicklung fordere eine konzentrierte und durchdachte Arbeit von den Räten. Dabei schätze er im Gremium besonders die "qualitative, hochwertige und sehr zielorientierte" Zusammenarbeit.

Ein "herzliches Vergelts Gott" sprach er nicht nur den Stadträten und städtischen Verwaltungsangestellten aus, sondern auch den Vereinen und Institutionen, Betrieben und Unternehmen, die sich ehrenamtlich engagieren oder für die wirtschaftliche Stärke der Stadt sorgen. "Tirschenreuth verändert sich weiter."

Tirschenreuths besondere Lebensqualität

In den Weihnachtsansprachen der einzelnen Fraktionssprecher gingen die Redner vor allem auf ein gutes Miteinander in der Stadt-Gemeinschaft ein:

  • CSU-Fraktionssprecher Peter Gold bezeichnete Tirschenreuth als eine „Zukunftsstadt“. Er spricht von fleißigen Menschen, innovativen Firmen und Betrieben sowie klugen kommunalpolitischen Entscheidungen. „Die Arbeitslosigkeit ist historisch niedrig, die Wirtschaft stark“, betont er. „Wir können Gelungenes in der Vergangenheit bewundern, müssen aber auch sagen wo es hingeht“. Tirschenreuth habe vor allem eine besondere Lebensqualität, weil ein lebendiges Gemeinschaftsleben und ein ausgeprägtes bürgerschaftliches Engagement in aller Vielfalt bestehe. „Das gute Miteinander muss von unten kommen – von der Kernzelle der Gesellschaft, der Gemeinde oder Stadt. An der Bürgermeister gewandt sagte Gold: „Sie fordern von uns, der Verwaltung und anderen viele Diskussionen, Planung und Einsatz. Dieser Gestaltungswille ist auf uns alle übergesprungen.“ Er endete mit dem Wunsch: „Tanken sie neue Kraft für die Aufgaben und Herausforderungen im neuen Jahr.“
  • Auch Freie-Wähler-Sprecher Manfred Zandt findet: „Tirschenreuth lebt die Gemeinschaft.“ Dies finde sich in vielfältigen Initiativen wieder: Bei Rettungsdiensten, Sozialdiensten, Kirchen und Vereinen. „Kaum jemanden gelingt es, der Hektik des Berufs und den Sorgen des Lebens zu entfliehen.“ Die alltägliche Notwendigkeit bestimme uns. „Aber eine Gemeinschaft lässt sich nur bewahren, wenn der Blick auf andere bewahrt bleibt. Die Grundlage für eine lebenswerte Stadt ist das solidarische Miteinander.“
  • Gunar Prauschke, SPD-Fraktionssprecher, erinnerte daran, dass zwar ein turbulentes Jahr zu Ende geht, sich aber auch vor hundert Jahren die Ereignisse überschlugen. Der erste Weltkrieg ging zu Ende. „Wir können mit Stolz und Achtung eine Demokratie in Frieden gestalten.“ Demokratie sei ein Geschenk, das gehegt und gepflegt werden müsse. „Es ist eine unserer vordringlichsten Aufgaben, eine feste Stimme gegen Schreihälse und dumpfe Populisten zu erheben, auch wenn diese durch Wahlen in unseren Parlamenten sitzen“, forderte Prauschke. Die Gräben in unserer Gesellschaft seien tief genug.
  • Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt) ging in seiner Weihnachtsansprache auf den „Wert der Dinge“ ein. „Was kostet uns das Glück eines liebenswürdigen Lächelns, was müssen wir für eine stille Waldwanderung oder den Blick in ein sinkendes Abendrot geben? Nur einen offenen Sinn!“ Zum Schluss drängte Berr noch ein großer Wunsch „Halten wir bitte den hinteren Teil des Fischhofparks von jeder weiteren Bebauung frei.“ So könne der Storch Ruhe und Nahrung finden, sowie die Besucher freien Blick auf die unbebaute Landschaft genießen können.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.