06.10.2021 - 16:24 Uhr
VilseckOberpfalz

15 neue Häuser für US-Soldaten im Südlager Vilseck

Die US-Armee hat erneut Wohnraum für Soldaten und deren Familien im Südlager Vilseck geschaffen: 15 neue Häuser (sieben Doppelhäuser und ein behindertengerechtes Haus) sind fertig. Und die nächste Phase für weitere Häuser läuft bereits.

Ein Blick in die neue Wohnsiedlung für Angehörige der US-Streitkräfte und deren Familien. Die letzten 15 Häuser der zweiten Bauphase des Projekts im Vilsecker Südlager wurden am Mittwoch ihrer Bestimmung übergeben.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Feierlich ihrer Bestimmung übergeben wurden am Mittwochvormittag im US-Südlager in Vilseck (Rose Barracks) 15 niegelnagelneue Häuser: sieben Doppelhäuser und eines, das behindertengerecht ist. Die US-Armee investiert am Vilsecker Standort derzeit kräftig in Wohnraum für ihre Soldaten und deren Familien. Sehr zur Freude von Hans-Martin Schertl. Der Vilsecker Bürgermeister wertete die rege Bautätigkeit und die Investitionen auch als Zeichen, dass dieser Standort des US-Militärs weiter gesichert sei. Denn, so Schertl, vor nicht allzu langer Zeit sei überlegt worden, Truppen aus Vilseck beziehungsweise Grafenwöhr abzuziehen.

US-Armee gibt 20 Millionen Euro aus

Oberst Christopher Danbeck skizzierte kurz die einzelnen Phasen des Bauprojekts. In der ersten seien 20 Wohnungen gebaut worden. In deren zweiten dann weitere 29, wovon die letzten 15 am Mittwoch ihrer Bestimmung übergeben worden waren. Allein für Phase II seien rund 20 Millionen Euro ausgegeben worden, so die US-Armee.

Mit weiteren 32 Wohnungen soll im März nächsten Jahres begonnen werden (Phase III), zudem laufen schon die Planungen für Phase IV mit weiteren 52 Wohneinheiten. Zu jedem der jetzt fertiggestellten Häusern gehört ein eigener Garten mit kleiner Terrasse. Ausgestattet sind sie laut Danbeck mit modernen Heizungen, Solaranlagen, Sicherheitsverriegelungstür und "tollen Garagentor-Öffnern". Danbecks Dank galt allen, die in die Baumaßnahme involviert waren.

Vier Jahre für 29 Wohneinheiten

Es sei ein tolles Projekt gewesen, schwärmte Roman Beer, Behördenleiter des staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach. Er lobte die konstruktive und gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und blickte kurz auf die Baugeschichte zurück. Der Spatenstich sei im September 2017 erfolgt, das letzte Haus sei heuer (22. September) fertiggestellt worden. Knapp vier Jahre für die insgesamt 29 Wohneinheiten bezeichnete er als "lange Bauzeit". Der Weg sei aber nicht ohne Hindernisse gewesen. "Covid hat uns auch belastet", sagte Beer. Gerade in der Phase des Innenausbaus seien die Arbeiten verschiedener Firmen an verschiedenen Gewerken nicht einfach gewesen. "Wir bauen weiter", sagte Beer im Blick auf die künftigen Projekte. Besonders erwähnte er die "innovativen Wege", die mit der neuen Technologie des Eisspeichersystems für Heizung und Klimatisierung gegangen werden.

Aus Wiesbaden war Oberst Patrick Dagon von der Bauabteilung der US Army Europe angereist. Auch er zeigte sich beeindruckt von der Bautätigkeit im Südlager. Das sei sehr wichtig für die Soldaten und deren Familie. Sich um diese zu kümmern, habe bei der US-Armee Priorität. "Großartige Arbeit, guter Job, gut gemacht", rief er allen am Bau Beteiligten anerkennend zu. Zur Erinnerung an die Übergabe der Häuser überreichte er Danbeck eine Tafel mit einem überdimensionalen Schlüssel, der alle Schlüssel zu den einzelnen Gebäuden symbolisiere.

Mit den Strykern von der Übung zurück in die Kaserne

Amberg
Hintergrund:

Das investiert die US-Armee derzeit

  • 120 Millionen US-Dollar unter anderem für Neubau einer Grundschule, eines
    militärischen Schulungszentrums mit Simulationstraining und Warenhaus für
    Übungsmaterialien in Grafenwöhr, mehrere Renovierungsprojekte und energetische Sanierung verschiedener Wohngebiete in Vilseck.
  • Geplant sind außerdem Projekte für etwa 400 Millionen US-Dollar: Neubau von Ausbildungszentren und mehrerer Gebäude für die übende Truppe inklusive Unterkünftsgebäude, Kantinen, Kompaniegebäude, Wartungshallen und Aufstellflächen für Militärfahrzeuge in Grafenwöhr, mehrere Renovierungsprojekte und energetische Sanierung weiterer Wohngebiete im Südlager.
Die Vertreter der US-Armee, Garnisonskommandeur Christopher Danbeck (Zweiter von links) und Oberst Patrick Dagon (Zweiter von rechts) von der US-Bauabteilung aus Wiesbaden, durchtrennten mit Roman Beer vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach (links) und Vilsecks Bürgermeister Hans-Martin Schertl (rechts) das symbolische Band.
Ein Blick ins standardisierte Innenleben eines der 15 neuen Häuser für Soldaten und deren Angehörige im Südlager Vilseck.

 

 

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