05.04.2019 - 13:41 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Nomadenzelt für die evangelische Gemeinde

Bei der besonderen Gemeinschaftsaktion packten viele Helfer in Waldsassen engagiert an: Mit Begeisterung und großer Freude wurde im Pfarrgarten eine mongolische Jurte aufgestellt.

von Autor KGGProfil

Die Jurte - das ist ein Rundbau mit einem Durchmesser von sechs Metern, ein mit Filzdecken aus Schafs- und Ziegenhaar belegtes, zerlegbares und traditionelles Zelt der Nomaden, die in West und Zentralasien leben.

Die Seitenwände bestehen aus Scherengittern, die in Schulterhöhe auseinander gezogen und mit breit geflochtenen Bändern von der einen Seite des Türrahmens zur anderen verbunden werden. In der Mitte tragen zwei hohe Pfosten die "Krone", einen runden Dachkranz. In die Öffnungen am Rand der Krone werden Dachstangen gesteckt und mit dem Wandgitter verbunden. Das alles geschieht, ohne dabei einen Nagel oder eine Schraube zu verwenden.

Eine Spende

Nach Waldsassen kam die neue Jurte mit Hilfe eines Gemeindemitgliedes. Die Frau wollte dieses besondere Zelt der Gemeinde spenden und teilte ihren Wunsch dem Kirchenvorstand schon vor einem Jahr mit.

In Zesch am See, einem Ort im Spreewald, wurde man fündig. Dort besitzt der Mongole Delgerbayar Enkhbold mehrere Jurten, in denen Gäste auch übernachten können. Schnell war eine kleine Gruppe der Kirchengemeinde dort vor Ort und bereits auf der Rückfahrt hatte man sich für eine seiner Jurten entschieden. Beim Aufbau unter Anleitung des Vorbesitzers wurde das Nomadenzelt errichtet.

Diakon und Pfarrerin

Auch Diakon Fritz Lieb und Pfarrerin Dr. Stefanie Schön packten mit an, ebenso die Konfirmanden. Chef auf der Baustelle war Josef Chrobok: Ihm ist es auch zu verdanken, dass alles reibungslos über die Bühne ging.

Die Jurte kann laut Kirchenvorstandsmitglied Annette Spreitzer für Veranstaltungen genutzt werden, zum Beispiel für Gottesdienste und kirchliche Ereignisse, evangelische wie ökumenische. Auch andere Gruppen könnten das Zelt benutzen (Terminvereinbarung im Büro der Kirchengemeinde). Die Jurte soll demnächst bei einem Gottesdienst gesegnet werden.

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