Menschen, die Tiere und Natur schützen wollen, sind wichtig und zu respektieren. Umso mehr, wenn sie es in Vereinen und Verbänden tun. Doch manchmal schießen sie in ihrer Wortwahl etwas über das Ziel hinaus. Denn dass Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, die neuen bayerischen Fischotter-Pläne mit einer Ausrottungsmaschinerie gleichsetzt, irritiert schon sehr.
Freilich ist der Ton immer etwas harscher, wenn Lobbyarbeit betrieben wird. Und wenn die Lobby auch noch aus einer bedrohten Tierart besteht, darf schon mal verbal etwas draufgehauen werden. Geschenkt. Aber Ausrottungsmaschinerie? Ernsthaft?
Man kann den Verantwortlichen in der Landesregierung sicher vieles vorwerfen, doch eine Ausrottungsmaschinerie für den Fischotter gibt es nicht. Dagegen sprechen spezielle Entnahme-Voraussetzungen, die geprüft werden sollen, oder auch Entnahme-Höchstzahlen, die vor der Tötung tagesaktuell gecheckt werden müssen. Diese werden übrigens von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Landesanstalt für Landwirtschaft festgelegt - auf Basis ihrer Daten.
Dass Naturschützer der Regierung auf die Finger schauen, ist gut und lobenswert. Doch ihr auch dermaßen verbal auf die Finger hauen? Das gibt die aktuelle Situation dann doch nicht her.





















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