Viel bleibt offenbar nicht übrig von Hans-Jürgen Gmeiners Idee zur Bekämpfung der Coronapandemie. Ursprünglich regte der Weidener Stadtrat Schnelltests für alle Bundesbürger am selben Tag an, um einen besseren Überblick über das Infektionsgeschehen im Land zu bekommen und es einzudämmen. Den Vorschlag für die Kanzlerin modelte die CSU zu einem Stadtratsantrag vor Ort um: Weiden müsse 200.000 Schnelltests kaufen, um – in Absprache mit den Landkreisen Neustadt und Tirschenreuth – regelmäßig Schüler testen zu können. Ein Pilotprojekt schwebt den Christsozialen vor. Geht es nach der Stadtverwaltung, wird nun jedoch auch aus diesem Vorstoß nichts.
Der CSU-Antrag steht auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung am Montag, 8. März. Im Vorlagebericht dazu verweist die Verwaltung auf einen Beschluss des bayerischen Ministerrats vom 11. Februar. Demnach gibt es ein Testkonzept für Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen. "Hierzu werden Reihentestungen, als erster Baustein für Schülerinnen und Schüler, als vorbeugende Maßnahmen vor dem jeweiligen Schulbeginn mit Präsenzzeiten angeboten."
Dennoch verglich das Gesundheitsamt dieses Konzept mit der Idee der CSU-Stadtratsfraktion. Ergebnis, laut Stadtverwaltung: Der im Antrag enthaltene Gedanke sei bereits "Gegenstand konkreter Planungen für ganz Bayern". Wegen dieser Überschneidung sei es "nicht zielführend", dass die Verwaltung ein weiteres Konzept für Schüler erstellt. Nebenbei bemerkt: Beide Konzepte würden allein im Fall von Präsenzunterricht greifen. Daran ist angesichts der hohen Inzidenzzahlen in Weiden sowie den Landkreisen Neustadt und Tirschenreuth vorerst nicht zu denken.



















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.