17.07.2019 - 18:12 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

CSU Weiden: Jetzt alle für "den Benjamin"

Für den neuen CSU-OB-Kandidaten Benjamin Zeitler war es nach seiner Wahl eine kurze Nacht. Daran wird er sich gewöhnen müssen. Er bleibt gefordert. Um bekannt zu werden und seine Kritiker hinter sich zu bringen.

Heiner Vierling (links) gratuliert dem neuen CSU-OB-Kandidaten Benjamin Zeitler zur knapp gewonnenen Urwahl, an der sich knapp 75 Prozent aller Mitglieder beteiligt haben.
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Fraktions-Vize Hans Blum, der vor einigen Monaten seinen Kollegen Heiner Vierling vorgeschlagen hatte, ist nach wie vor überzeugt, dass der Stadtrat die besseren Chancen bei der OB-Wahl gehabt hätte. Aber es sei selbstverständlich, dass jetzt alle "den Benjamin" unterstützen. In der Demokratie sei man halt mal bei den Gewinnern und mal bei den Verlierern. Die urdemokratische Wahl, das müsse man akzeptieren, sei relativ deutlich für Zeitler ausgegangen.

Als guter Demokrat, so argumentiert auch Bürgermeister Lothar Höher, müsse man Niederlagen wegstecken. Die Unterstützung Zeitlers als OB-Kandidat sei keine Frage. Mit einem guten Wahlkampf werde es Zeitler auch gelingen, seine Kritiker einzubinden. Bis Mittwochmittag ist Höher schon ein Dutzend Mal auf sein ernstes Gesicht auf dem Bild im "Neuen Tag" angesprochen worden. Seine Erklärung dafür: "Ich war tatsächlich angespannt, war ja verantwortlich, dass bei der Auszählung und in der Versammlung nichts aus dem Ruder läuft."

Die Frage, ob er es inzwischen bereut habe, selbst nicht noch einmal als OB-Kandidat anzutreten, verneint Höher. Bürgermeister wolle er allerdings schon noch einmal werden. "Das ist mein Ziel."

CSU-Kreisverbandsvorsitzender Stephan Gollwitzer ist sehr zufrieden mit der Premiere einer Mitgliederbefragung. "Die ist sehr ruhig und harmonisch verlaufen." Mit der öffentlichen Auszählung habe man auch sichergestellt, dass es zu keinen Manipulationen komme. Er selbst habe sich komplett zurückgehalten. "Ich war neutral", sagt Gollwitzer. Für ihn war klar, der Gewählte erhalte seine Unterstützung. Jetzt sei der OB-Kandidat gefordert. Er müsse versuchen seine Kritiker einzubinden, durch Präsenz und viele Gespräche.

Dem CSU-Kandidaten Zeitler die Hand für einen fairen Wahlkampf reichen will SPD-OB-Kandidat und Bürgermeister Jens Meyer. Aber unabhängig von der Situation bei der CSU werde er sich weiter für die wunderbare Stadt Weiden und ihre engagierten Bürger einsetzen. "Wir gehen unseren Weg."

Interview mit Benjamin Zeitler

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