Vor ein paar Tagen haben die drei Mitarbeiterinnen die Kündigung erhalten. "Jetzt haben wir wenigstens Gewissheit", sagt eine von ihnen. Sie sei bereits auf Jobsuche. Die Verhandlungen, ob das Modeunternehmen sich mit seiner Filiale aus Weiden zurückzieht, zogen sich über Wochen hin. Unterdessen hielt sich hartnäckig das Gerücht, das Aus sei längst besiegelt.
Eine endgültige Bestätigung dafür gab es nun am Freitag. "Die Filiale schließt zum 31. Oktober", wie ein Sprecher mitteilte. Als Gründe werden "betriebswirtschaftliche Erwägungen und die Rentabilität" genannt. Darüberhinaus gibt der Konzern keine weiteren Informationen preis. Auch nicht dazu, ob die Mitarbeiter in anderen Filialen weiterbeschäftigt werden könnten.
Das Modeunternehmen Gerry Weber International (Halle/Westfalen) hatte Anfang des Jahres Antrag auf Insolvernzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Seit kurzem ist bekannt, dass ein Investorenduo das Kommando übernimmt. Das Unternehmen habe sich mit Fonds, die von Robus Capital Management und Whitebox Advisors verwaltet werden, auf ein Sanierungskonzept verständigt. Es sieht unter anderem deutschlandweit die Schließung von über 140 Filialen vor.
Erst 2015 hat das Modegeschäft in Weiden mit vier Beschäftigten in der Max-Reger-Straße Eröffnung gefeiert. Die Fläche umfasst rund 140 Quadratmeter und dürfte in Bezug auf die Nähe zum neuen Einkaufscenter NOC, das am 26. September eröffnet, durchaus für Nachmieter interessant sein. Ob es eine Nachfolgenutzung geben wird, war am Freitag nicht zu erfahren.



















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