17.11.2020 - 16:46 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Kliniken Nordoberpfalz richten weitere Isolierstationen ein

Die Kliniken Nordoberpfalz reagieren auf die stark steigenden Zahlen der Covid-19-Erkrankten und richten weitere Isolierstationen ein. Die Besuchszeiten werden ab sofort weiter eingeschränkt.

Am Klinikum Weiden gibt es wegen der stark gestiegenen Corona-Zahlen eine weitere Isolierstation.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Die Zahl der Covid-19-Patienten in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG steigt weiter stetig an. Mehr und mehr Betten werden auf der Isolierstation und der Intensivstation zur Behandlung von mit Sars-CoV-2 infizierten Patienten benötigt. Das Klinikum Weiden reagiert und hat laut Mitteilung vom Dienstagnachmittag eine zweite Isolierstation im Haupthaus eingerichtet. Auch am Krankenhaus Tirschenreuth gibt es nun einen gesonderten Bereich für Covid-19-Erkrankte. Einzig das Krankenhaus in Kemnath ist auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien bis jetzt coronafrei.

In den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG werden derzeit insgesamt 29 Patienten auf der Normalstation (Isolierstation) und 9 intensivmedizinisch betreut. Davon befinden sich im Klinikum Weiden 26 Patienten im isolierten Bereich und 8 auf der Intensivstation, von denen 6 invasiv beatmet werden müssen.

Vor nicht einmal einer Woche sah die Situation noch so aus: 11 Corona-Patienten befanden sich auf Normalstation und 6 benötigten eine intensivmedizinische Versorgung.

57 Intensivbetten in Weiden

Insgesamt verfügt das Klinikum Weiden über 57 Intensivbetten. Davon sind zum Zeitpunkt, als die Pressemitteilung am Dienstag rausging, 49 Betten belegt und 8 frei. Wegen einer Covid-19-Erkrankung werden 8 Patienten intensivmedizinisch versorgt. Damit liegt ihr Anteil, gemessen an der Gesamtzahl der Intensivbetten am Klinikum Weiden bei 14,04 Prozent.

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Die Fallzahlen steigen. Am Dienstag wurde laut Landesamt für Gesundheit erstmals seit Monaten ein neuer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Doch das Klinikum bleibt optimistisch. "Wir können das derzeitige Patientenaufkommen gut beherrschen", erklärt Kliniken-Vorstand Dr. Thomas Egginger. Die Entwicklung werde genauestens überwacht, der interne Krisenstab tage weiterhin täglich.

Am Krankenhaus Tirschenreuth, das bislang als Covid-19-frei galt, wurde nun ebenfalls ein abgetrennter Bereich eingerichtet. Aktuell werden hier 3 Patienten behandelt, während 1 Patient intensivmedizinische Versorgung mit Beatmung benötigt.

Trotz des Anstiegs stationär zu betreuender Patienten würden immer zwei Betten für Covid-19- und ein Bett für Trauma-Patienten am Klinikum Weiden freigehalten. Auch in Tirschenreuth werde ein Intensivbett freigehalten. "Beide Kliniken haben sehr große Erfahrung mit der Versorgung von Corona-Patienten", bestätigt die Medizinische Direktorin Michaela Hutzler.

Infos zur Lage in der Region finden Sie in unserem Corona-Newsblog

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Auch wenn die Kliniken Nordoberpfalz sich auf einen weiteren möglichen Anstieg der Patientenzahlen vorbereitet, erwarte man keine Engpässe bei Materialien wie Schutzausrüstung, Medikamenten, medizinischer Ausrüstung und Verbrauchsgütern oder Desinfektionsmittel. „Durch das in den vergangenen Monaten angelegte Pandemielager sind wir hier sehr gut vorbereitet“, so Hutzler.

Patienten mit akuten Beschwerden sollen weiterhin die Notaufnahmen aufsuchen, erklären die Ärztlichen Direktoren der Kliniken Nordoberpfalz AG, Professor Christian Paetzel und Elisabeth Eißner.

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Info:

Neue Besuchszeiten in Krankenhäusern

Zum Schutz der Patienten werden auch die Besuchszeiten in den Akuthäusern ab Mittwoch, 18. November 2020, angepasst. Weiterhin dürfen Patienten täglich nur einen Besucher aus dem engeren Familienkreis empfangen. An der Kinderklinik am Klinikum Weiden ist der Besuch von beiden Elternteilen oder einem Elternteil und einem Geschwisterkind erlaubt. An allen Standorten werden Besucher weiterhin namentlich registriert und dokumentiert.

  • Weiden: Ab sofort sind Besuche nur von 12 bis 18 Uhr möglich.
  • Die Begleitung von ambulanten Patienten darf nur noch erfolgen, wenn der Patient so beeinträchtigt ist, dass eine Begleitung zwingend erforderlich ist. Eine Ausnahme stellt die Begleitung bei der Geburt dar. Dies ist weiterhin möglich.
  • Tirschenreuth und Kemnath: Besuch am Wochenende von 9 bis 16 Uhr möglich.
  • Erbendorf - Geriatrische Rehabilitation: Besuche nur im Ausnahmefall und nach vorheriger Anmeldung möglich.

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