26.03.2021 - 12:17 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Saisonkalender für April: Knackige Salate

Es wird Frühling - Zeit für frische, knackige Salate auf dem Teller. Radieschen aus eigenem Anbau runden die gesunde Speise ab. Hier gibt es ein Rezept sowie Gemüsesorten der Saison im Überblick.

Saisonkalender für den April.
von Susanne Forster Kontakt Profil

Der Frühling ist da und die Freilandsaison für Gemüse startet allmählich. Eine der ersten Pflanzen, die im Gartenbeet reifen, sind Radieschen. Spinat wächst ebenfalls im Freien. Der Pflanze wurde einst ein sehr hoher Gehalt an Eisen zugesprochen, etwa 35 Gramm pro 100 Gramm – eigentlich stecken in dieser Menge nur rund 3 Milligramm. Gesunder Eisenlieferant sind beispielsweise Kürbiskerne, die pro 100 Gramm rund 12 Gramm Eisen enthalten. Sie runden als Garnitur etwa einen Frühlingssalat ab. Hier gibt es einen Überblick über die Gemüsesorten der Saison:

Spargel

liebt einen sandigen und sonnigen Platz. Das Beet sollte idealerweise von Norden nach Süden verlaufen. So werden alle Pflanzen gleichermaßen von der Sonne beschienen. Grüner Spargel ist etwas unkomplizierter im Anbau als weißer und lässt sich eher im eigenen Garten anbauen. Er kann in ebenen Beten angepflanzt werden – anders als weißer Spargel, der auf Dämmen wächst. Grüner Spargel kann ab April zur Anzucht ausgesät werden, die Jungpflanzen können nach einem Jahr ins Beet gepflanzt werden. Erst im zweiten Jahr nach dem Einpflanzen wird der erste Spargel gestochen, jedoch nur eine Stange pro Pflanze. Wer die Zeit bis zur ersten Ernte um ein Jahr verkürzen möchte, greift auf vorgezogene Setzlinge zurück und pflanzt sie im März oder April ein.

Bärlauch

kann ausgesät oder angepflanzt werden. Bärlauch-Samen sind Kaltkeimer und benötigen deshalb zum Austreiben eine Kältephase. Ist die Pflanze ertragreich im Garten kultiviert worden, ist er bei passenden Umständen gewissermaßen ein Selbstläufer. Wird die Zwiebel in der Erde gelassen und nur das Grün geerntet, vermehrt sich der Bärlauch. Auch im Wald kann man ihn finden. Aber Achtung: vor allem im April kann es zu Verwechslungen mit den äußert giftigen Maiglöckchen- oder Herbstzeitlosenblättern kommen. Wer im Forst ernten will, sollte sich also zuvor gut informieren. Auf eine Geruchsprobe allein sollte beim Pflücken nicht vertraut werden.

Bärlauchpflanzen (links) und Maiglöckchen können leicht verwechselt werden. Beim Pflücken im Wald deshalb im Vorfeld gut informieren oder im Zweifel einen Experten um Rat fragen.

Rhabarber

ist das im Frühjahr das erste heimische Obst, das reift. Botanisch gesehen ist er aber eigentlich dem Gemüse zugehörig. Er mag einen windgeschützten, sonnigen Platz im Garten. Aus Samen gezogener Rhabarber wird ein Jahr nach der Anzucht am endgültigen Standort eingepflanzt. Alternativ können bereits vorgezogene Pflänzchen gewählt werden. Ein guter Zeitpunkt für das Pflanzen ist im Frühjahr oder im Herbst. Ein Jahr nach dem Einpflanzen am festen Platz im Gemüsebeet können erste Stängel geerntet werden, aber niemals alle Stangen von einer Pflanze abschneiden. Rhabarberstangen sollten herausgedreht anstatt abgeschnitten werden.

Radieschen

sind unkompliziert im Anbau und für Garten-Neulinge prima geeignet. Ab März kann mit der Aussaat im Freiland begonnen werden. Vier bis sechs Wochen später zeigen sich erste Radieschen an der Erdoberfläche. Um zu schauen, ob die kleinen Knollen bereits reif sind, einfach ein Radieschen aus dem Boden herausziehen. Ist es groß genug und schmeckt gut, kann die Ernte beginnen. Wer alles geerntet hat, kann direkt wieder mit einer neuen Aussaat beginnen. So hat man frische Radieschen bis in den August hinein.

Blumenkohl

kann, abhängig von der Sorte, ab April ins Freiland gesät werden. Ideal ist es, die Samen zuvor im Frühbeet oder in Töpfen vorzuziehen. Sie keimen bei Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad nach etwa einer Woche. Wenn die Sämlinge vier Laubblätter haben, können sie schließlich ins Gartenbeet gesetzt werden. Alternativ können gekaufte Setzlinge ab April in die Erde gesteckt werden. Die Jungpflanzen sollten tief in die Erde im Abstand von etwa 50 Zentimeter zueinander eingepflanzt werden. Blumenkohl benötigt ausreichend Platz, sonst wachsen nur kleine Köpfe und die Pflanze ist empfänglicher für Krankheiten.

Spinat

kann im Frühjahr sowie im Herbst angebaut und geerntet werden. Für die Freiland-Aussaat sind die Monate März bis Mai geeignet, eine spätere Aussaat ist dann wieder von August bis Oktober möglich. Wird ab September ausgesät, überwintern die Pflanzen und es kann im Folgejahr früh geerntet werden. Spinat-Samen rund drei Zentimeter tief in einem rund fünf Zentimeter großen Abstand in die Erde geben. Die Reihen rund 20 Zentimeter voneinander entfernt anlegen. Nach etwa zehn Tagen keimen die Samen. Saatgut muss nicht jährlich neu gekauft werden, die Samen können etwa vier Jahre lang keimen.

Lauchzwiebeln

können, je nach Wetterlage und Sorte, ab März im Freiland ausgesät werden. Die Samen im Abstand von 30 Zentimetern etwa zwei Zentimeter tief einpflanzen. Sobald die Sämlinge sich entwickelt haben, sollten sie versetzt werden. Sie stehen idealerweise in einem Abstand von rund sechs Zentimetern zueinander. Samen können auch in Schälchen oder Töpfchen vorgezogen werden. Die Jungpflanzen können ab April ins Gartenbeet umziehen. Frühlingszwiebeln, wie sie auch genannt werden, wachsen an geschützten, sonnigen Orten in einem lockeren Boden am besten. Nach etwa fünf Wochen können erste Blätter abgeschnitten werden. Wenn sie mindestens 30 Zentimeter groß gewachsen sind können sie ganz aus der Erde gezogen werden.

Kopfsalat

kann vorgezogen oder als Jungpflanzen gekauft werden. Ab Mitte März können die Pflänzchen in das Gartenbeet. Allerdings sollten sie mit einem Vlies geschützt und bei sonnigem Wetter gelüftet werden. Ungeschützt ins Freiland können die Sämlinge ab etwa Mitte April. Kopfsalat sollte immer ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt werden. Die Erde sollte ab und zu gelockert und von Unkraut befreit werden. Nach etwa acht bis zehn Wochen ist der Salat erntereif.

Rucola

kann ab März ins Freiland gesät werden. Die Samen werden etwa einen halben Zentimeter tief in die Erde gepflanzt. Gibt es noch Frost, sollten die Samen oder Keimlinge mit Gartnevlies abgedeckt werden. Zum Vorziehen können Rucola-Samen in Blumenkasten gesät werden. Sie werden auf eine Fensterbank gestellt. Bei 15 bis 20 Grad kommt rasch das erste Grün. Gegebenenfalls Keimlinge vereinzeln und in der Stube noch etwas gedeihen lassen. Rund 5 Zentimeter große Pflanzen können ins Gartenbeet umziehen. Rucola wächst an schattigen bis halbschattigen Plätzen. Er ist nach etwa sieben Wochen bereit zur Ernte. Die Blätter der Salatrauke, wie Rucola auch genannt wird, noch vor dem Blühen ernten.

Brokkoli

kann vorgezogen oder direkt ausgesät werden. Mit dem Vorziehen kann im Februar begonnen werden, im Frühbeet oder auf der Fensterbank. Die Samen einen Zentimeter tief einpflanzen und an einen hellen Platz stellen. Bei 15 bis 20 Grad keimt Brokkoli. Ab April können Sämlinge ins Freiland gesetzt werden. Sie sollten bei Frostgefahr mit einem Gartenvlies geschützt werden. Frühe Sorten können ab April auch direkt ins Gartenbeet an einen sonnigen, windgeschützten Platz gesät werden.

Feldsalat

kann an schattigen, kühlen Plätzen das ganze Jahr über ausgesät werden, er keimt bei Trockenheit und Hitze jedoch schlecht. Bei Temperaturen um die 15 Grad geht er nach etwa zwei bis drei Wochen auf. Die Erde sollte immer gut feucht sein. Wurde der Feldsalat bereits im Herbst gesät, überwintert er je nach Wetterlage und geht im Frühjahr auf. Für die Aussaat im Frühjahr auf dafür geeignete Sorten zurückgreifen. Bei der Ernte darauf achten, die Blätter oberhalb des Wurzelansatzes abzutrennen.

Porree

gibt es in zwei Hauptsorten: Als Sommerporree und Herbstporree. Für die Aussaat im Frühjahr sollte auf die Sommersorte zurückgegriffen werden. Er wird üblicherweise vorgezogen, bis er ins Freiland gepflanzt wird. Dafür können die Samen ab Februar ein bis zwei Zentimeter tief in flache Schalen gegeben werden. Das Keimen dauert bis zu zwei Wochen. Ab April können die bleistiftdicken Sämlinge ins Freiland umziehen. Die Pflänzchen sollten im Abstand von etwa 15 Zentimetern und in Reihen, die etwa 25 Zentimetern voneinander entfernt sind, eingepflanzt werden.

Lollo Rosso

kann ab Januar beispielsweise in Anzuchtschalen vorgezogen oder als Jungpflanze ab April ins Freiland gesetzt werden. Die optimale Temperatur zum Keimen liegt bei 15 Grad. Die Pflänzchen in Reihen mit 25 Zentimeter einstecken. Besteht Frostgefahr, sollten die Setzlinge mit Gartenvlies geschützt werden.

Gurken

Frühe Sorten können ab April im unbeheizten Gewächshaus oder im Frühbeetkasten herangezogen werden. Samen etwa 1,5 Zentimeter tief in Töpfe geben. Sie keimen bei Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad. Die Pflanzen sind frostempfindlich, Sämlinge deshalb erst etwa Mitte Mai ins endgültige Beet setzen. Ab Mai können Gurken auch direkt ausgesät werden. Wer vorgezogene junge Pflanzen mit direkt ausgesäten kombiniert, kann in den Sommermonaten länger ernten.

Karotten

sind bis in den April hinein als Lagerware erhältlich. Frühe Sorten können ab März im Freiland ausgesät werden. Dazu die Samen rund drei Zentimeter tief und in Reihen im Abstand von rund 25 Zentimetern einpflanzen. Sie keimen nach etwa drei Wochen. Möhren sind zwar kälteunempfindlich, sollten bei Frostgefahr aber mit einem Gartenvlies geschützt werden. Sie mögen einen halbschattigen Platz.

Rezept für veganen Rhabarber-Kuchen mit Erdbeeren

Oberpfalz

Ein Spargelbauer aus Weiden hofft, dass Erntehelfer anreisen dürfen

Weiden in der Oberpfalz
Rezept:

Frühlingssalat mit Räuchertofu und Senfdressing

Zutaten

  • 1 Kopfsalat
  • 250 Gramm Feldsalat
  • 1 Bund Radieschen
  • 1 Packung Räuchertofu
  • 2 Esslöffel mittelscharfer Senf
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 2 Esslöffel heller Balsamicoessig
  • 1 Teelöffel Agavendicksaft
  • Salz, Pfeffer, Salatkräuter
  • Kürbiskerne oder Sesam zum Garnieren

Kopfsalat zerteilen und waschen, Feldsalat in kaltes Wasser einlegen, um ihn knackig zu machen, danach mit kaltem Wasser abbrausen. Radieschen waschen und in dünne Scheibchen schneiden. Räuchertofu in Würfel schneiden und in einer Pfanne mit etwas Öl knusprig anbraten. Für das Dressing Senf, Olivenöl, Balsamicoessig Agavendicksaft, Salz, Pfeffer und Kräuter in ein hohes Gefäß geben, etwas Wasser zugeben und mit einem Mixstab pürieren - Wassermenge nach gewünschter Cremigkeit des Dressings anpassen. Kürbiskerne oder Sesam in einer Pfanne ohne Öl kurz rösten. Salat, Radieschen und Tofuwürfel auf einem Teller anrichten, Dressing darüber verteilen und mit Kürbiskernen bestreuen.

Salat mit Tofuwürfeln.

 

 

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