28.05.2021 - 17:03 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Saisonkalender für den Juni: Wildgemüse und Sammelnussfrüchte

Im Juni gibt es Erdbeeren von heimischen Feldern, frischen Rhabarber oder Spargel. Die Saison der beiden Gemüsesorten ist am Johannistag zu Ende. Ein saisonales Wildgemüse eignet sich für das Zubereiten von Pesto – hier gibt es ein Rezept.

Saisonkalender für Juni.
von Susanne Forster Kontakt Profil

Im ersten Sommermonat ist die Auswahl an frischen Gemüsesorten groß. Die Spargel- und Rhabarberzeit dauert noch bis 24. Juni. Auch die Erntezeit für heimische Erdbeeren geht im Juni los. Zudem gibt es frische Karotten, Radieschen und Kartoffeln. Heimische Beeren, etwa Stachelbeeren und Johannisbeeren, reifen im Juni und sind größtenteils ab Juli erntereif.

Kopfsalat

heißt wegen seiner zarten Blätter auch Buttersalat. Es gibt neben grünblättrigen Sorten auch welche mit roten oder mehrfarbigen Blättern. Kopfsalat sollte am besten bei Sonnenschein geerntet werden, da der Nitratgehalt dann niedriger ist. Freilandsalat gilt als weniger nitrathaltig als Salat aus dem Treibhaus. Feucht geernteter Salat fault schneller. Kopfsalat besteht zu einem Großteil aus Wasser, enthält aber auch Vitamin A, C und Folsäure.

Erdbeeren

liefern etwa Zink, Eisen, Kalium, Kalzium, Folsäure und Vitamin C. Die empfindlichen Früchte werden in der Botanik als Sammelnussfrüchte bezeichnet. Eigentlich sind die kleinen gelben Körner auf der Oberfläche der Beere die Früchte.

Rhabarber

zählt zu Gemüse und enthält etwa Vitamin C, Eisen und Kalium. In ihm steckt auch Oxalsäure, besonders viel in den Blättern. Rote Sorten sind weniger oxalsäurehaltig als grüne. Die Stangen besser schälen und garen, so sind sie verträglicher. Rhabarber sollte nur bis zum 24. Juni geerntet werden.

Spargel

soll nur bis zum 24. Juni, dem sogenannten Spargelsilvester, geerntet werden. Dann hat die Pflanze genug Zeit, um sich bis zur nächsten Saison zu regenerieren. Spargel enthält unter anderem Folsäure und Kalium. Die grünen Stangen haben im Vergleich zu den weißen einen höheren Gehalt an Vitamin C und Provitamin A. Da es dieses Jahr kühl und nass ist, wachsen die Stangen besser unter einem Folientunnel.

Kohlrabi

enthält unter anderem Vitamin C, Folsäure, Magnesium, Kalzium und Selen sowie Senföle. Neben der nussig-mild schmeckenden Knolle sind auch die zarten Blätter essbar. Viele Kohlrabisorten sind von etwa Mai bis Oktober erntereif.

Radieschen

bestehen zu einem Großteil aus Wasser und haben kaum Kalorien. In ihnen stecken Senföle, die für ihre Schärfe sorgen. Radieschen gibt es von etwa Mai bis Oktober aus Freilandanbau.

Erbsen

liefern etwa Magnesium, Eisen, Zink, Kalzium und Eiweiß. Sie können den Muskelaufbau und das Bindegewebe unterstützen. Unterschiedliche Variationen sorgen für Abwechslung in der Küche. Zuckererbsen können samt Schote gegessen werden, Markerbsen können frisch zubereitet oder eingekocht werden und Palerbsen eignen sich zum Trocknen und eignen sich beispielsweise für Suppen.

Lollo Bionda

zählt zu den Pflücksalaten. Typisch für sie ist, dass es keinen Salatkopf gibt sondern bis zu etwa 30 Zentimeter hohe Blattrosetten. Sie können Blatt für Blatt über einen längeren Zeitraum hinweg geerntet werden. In Lollo Bionda stecken Vitamin C und A, Kalium, Magnesium, Eisen und Folsäure.

Karotten

gibt es als frühe Sorten zum Teil ab Ende Mai oder Juni. Sogenannte Lagermöhren sollten ab Mitte Mai bis Juli gesät werden, damit sie bis zum Herbst erntereif sind. Sie liefern unter anderem Carotinoide, die das Immunsystem verbessern können. Viele ihrer Inhaltsstoffe liegen unter der Schale. Besonders junge Karotten lassen sich gut gebürstet ungeschält verzehren.

Gurken

können im Gewächshaus ab Juni reif sein, im Freiland ab Juli. Jung geerntete Gurken haben einen hohen Vitamingehalt und schmecken aromatisch. Die meisten Nährstoffe stecken in der Gurkenschale. Am besten ungeschält verzehren, wenn das Gemüse aus eigenem Anbau stammt oder Bioqualität hat.

Rucola

liefert unter anderem Kalium, Magnesium, Folsäure, Eisen, Kalzium. Seine Bitterstoffe wirken antibakteriell, entzündungshemmend und unterstützen die Verdauung. Die Bitterstoffe sowie Senföle geben dem Rucola seinen typischen Geschmack.

Tomaten

Wer Tomaten im Gewächshaus zieht, hat gute Chancen auf eine Ernte im Juni. Stehen die Tomatenpflanzen im Freiland, sollten sie überdacht werden, da sie keine Nässe von oben mögen. Tomaten zählen zu den Nachtschattengewächsen. Die roten Früchte liefern unter anderem Vitamin C, E und Kalium.

Portulak

ist als Gewürz oder als Gemüse verwendbar. Er schmeckt leicht nussig und ist säuerlich-salzig. Portulak enthält Kalium, Kalzium, Magnesium, Omega-3-Fettsäuren und viel Vitamin C. In der Küche kann Portulak vielseitig zum Einsatz kommen. Zum Beispiel als Salat oder in Pesto.

Frühkartoffeln

sind ab Juni erntereif. Nur wenn sie vor dem 10. August aus der Erde gezogen wurden, dürfen sie Frühkartoffeln heißen. Sie haben eine dünne Schale und einen hohen Wassergehalt, deshalb sind sie eher kurz lagerbar. Sie können frühestens aus der Erde geholt werden, wenn sich ihre Schale mit den Fingern nicht ablösen lässt. Kartoffeln zählen zu den Nachtschattengewächsen.

Spitzkohl

enthält Zink und sehr viel Vitamin C. Er gilt unter den Kohlarten als die vitaminreichste Sorte und soll, im Gegensatz zu anderen Kohlsorten, der Verdauung keine Probleme bereiten. Er ist feiner strukturiert und schmeckt zarter und aromatischer, zum Beispiel als Salat.

Die Saisonkalender-Serie startete im Juli 2020 und geht mit diesem Artikel zu Ende. Alle Beiträge im Überblick gibt es auf der Themenseite im Onetz.

https://www.onetz.de/themen/saisonkalender

Rezept für Spargelsalat

Erbendorf

So läuft die Spargelsaison in der Oberpfalz

Weiden in der Oberpfalz

Die Erdbeer-Saison beginnt

Deutschland und die Welt
Rezept:

Pesto aus Portulak

  • 150 Gramm frischer Portulak
  • 50 Gramm Pinienkerne
  • 2 bis 3 Knoblauchzehen
  • 150 Milliliter Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • Optional 2 Esslöffel Hefeflocken

Für das Pesto die Pinienkerne ohne Öl in einer Pfanne rösten. Wenn sie leicht gebräunt sind, die Pfanne vom Herd nehmen. Den Portulak, die gerösteten Pinienkerne, die Knoblauchzehen, das Olivenöl, Salz und Pfeffer in ein hohes Gefäß oder einen Zerkleinerer geben. Optional für mehr Würze die Hefeflocken zugeben (veganer Käseersatz, gibt es beispielsweise in der Drogerie). Mit einem Pürierstab oder im Zerkleinerer zu Pesto verarbeiten. In Schraubgläser füllen und für längere Haltbarkeit mit einer Schicht Olivenöl bedecken und kühl und dunkel lagern. Zum Pesto schmecken zum Beispiel Nudeln.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.