25.02.2020 - 10:51 Uhr
WinklarnOberpfalz

Winklarn soll familienfreundlich bleiben

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Das weibliche Dreigestirn an der Spitze der Marktgemeinde wird es nach der Wahl nicht mehr geben. An Bürgermeisterin Sonja Meier liegt es nicht. Sie hängt eine zweite Amtsperiode dran.

Bürgermeisterin Sonja Meier ist stolz auf den Spielplatz in Schneeberg, auf dem Alt und Jung gemeinsam Zeit verbringen.
von Irma Held Kontakt Profil

"Da macht das Bürgermeisterin sein doppelt Spaß", sagt die amtierende und zukünftige Rathauschefin auf das Zusammenleben und das ehrenamtliche Engagement in Vereinen angesprochen. Dass die Beamtin auch nach der Kommunalwahl die Geschicke der knapp 1400 Einwohner zählenden Kommune weiter lenken wird, ist höchstwahrscheinlich. Die 43-Jährige hat keinen Gegenkandidaten. Doch zurück zur Kommunalpolitik. Als Beispiel für den Zusammenhalt nennt sie unter anderem die Eröffnung des Thammer-Hauses Ende Januar 2020 oder auch das Feuerwehrfest in Haag. "Was die auf die Füße gestellt haben." Vor den Bewohnern dieses Ortsteils zieht sie noch heute den Hut.

Intaktes Zusammenleben

In diesem intakten Zusammenleben sieht sie auch einen der Gründe, warum es junge Leute und Familien wieder zurück nach Winklarn zieht. "Die Leute sind hier verwurzelt." Doch das allein ist es nicht. In Winklarn wird viel für Familien getan. Der Landkreis honorierte dies bereits 2016 mit dem ersten Platz beim Wettbewerb "Familienfreundliche Gemeinde". Bürgermeisterin und Gemeinderat ruhen sich nicht auf diesen Lorbeeren aus, sondern arbeiten daran, dass sie diesen Titel weiterhin zurecht tragen. Die Mittagbetreuung an der Schule wurde ausgeweitet. "In zwei Gruppen werden 25 bis 20 Kinder betreut." Auch ein Ferienangebot an der Grundschule ist sichergestellt. Die Schule soll beispielsweise im digitalen Bereich immer auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Sonja Meier ist im Gespräch mit Oberpfalz-Medien auch stolz darauf, dass sie jährlich elf bis zwölf Neugeborene begrüßen kann. "Wir haben viele junge Familien." Das Thammer-Anwesen wird sie neben vielen Aufgaben, zu denen auch der Kauf eines neuen Löschfahrzeuges für die Stützpunktfeuerwehr Winklarn zählt, in ihrer zweiten Amtsperiode nicht loslassen.

Vorarbeiten laufen, aber konkret wird sich der neue Gemeinderat damit befassen. Fakt ist, es muss gehandelt werden, "damit nichts verfällt". Der Brauereitrakt mit "einer interessanten Unterwelt" (Bierkeller) sowie der Stall mit Tenne sind marode. Den schönen Hof hinter dem bereits sanierten Gebäude möchte die Bürgermeisterin öffentlich nutzen, für Musikveranstaltungen etwa oder ein weiteres Denkmodell für den Weihnachtsmarkt.

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Winklarn

Prima zusammenarbeit

Eines bedauert die 43-Jährige sehr: Ihre beiden Stellvertreterinnen, Maria Baumer und Monika Ermer, ziehen sich aus der aktiven Kommunalpolitik zurück. "Wir sind gut angekommen und die Zusammenarbeit war prima." Fest in weiblicher Hand ist nach den Worten Meiers seit drei Jahren auch die Partnergemeinde Winklarn in Niederösterreich.

Die Bürgermeisterin, die viel darauf setzt, dass mit dem Reden die Leute zusammen kommen - "das persönliche Gespräch ist mir sehr wichtig"- hat im Vorfeld der Listenaufstellung Frauen angesprochen, kommunalpolitisch Verantwortung zu übernehmen. Männer will sie keineswegs verdrängen. "Eine gesunde Mischung macht es aus", ist sie überzeugt. Sie selbst hat sich getraut, ohne kommunalpolitische Erfahrung vor sechs Jahren für das Spitzenamt in der Marktgemeinde zu kandidieren. "Die Kinder waren groß genug und mir würde das Spaß machen, dachte ich damals." Und heute? "Ich fühle mich wohl."

Zur Person:

Weitere sechs Jahre an der Spitze

Sonja Meier feiert kurz vor dem Wahltag am 15. März ihren 44. Geburtstag. Die Mutter zweier erwachsener Töchter arbeitet als Beamtin beim Landesamt der Finanzen in Regensburg - seit ihrer Wahl zur Bürgermeisterin 2014 in Teilzeit. Die gebürtige Winklarnerin war vor ihrer Wahl zum Oberhaupt der Marktgemeinde nicht kommunalpolitisch tätig, dafür aber unter anderem in der Blaskapelle aktiv. Sie ist leidenschaftliche Skifahrerin, besitzt den Übungsleiterschein und brachte vielen Kindern das Skifahren bei.

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