30.03.2021 - 08:00 Uhr
WunsiedelOberpfalz

MTB-Guide zeigt Profis die besten Trails der Region

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Am Grenzkamm und im Fichtelgebirge ist er besonders gerne unterwegs: Matthias Lenk über eine der herrlichsten Mountainbike-Gegenden Deutschlands

Für MTB-Guide Matthias Lenk sind der Oberpfälzer Wald und das Fichtelgebirge ein wahres Biker-Eldorado.
von Reiner Wittmann Kontakt Profil

Im Hauptberuf ist Matthias Lenk in der Kfz-Branche tätig. Doch wenn es irgendwie geht, steigt der 41-jährige Oberpfälzer Mountainbike-Guide auf den Sattel seines Fahrrads und fährt damit durch die Mittelgebirgslandschaft zwischen Fichtelgebirge und Grenze. Eine Passion, die viele mit ihm teilen.

Fichtelgebirge, Steinwald, Grenzkamm – und der ganze Oberpfälzer Wald. Fragt man Matthias Lenk nach Geheimtipps, wird die Liste lang: „Wer gerne Mountainbiken geht, findet bei uns ein Eldorado vor“, sagt der Viel-Radler, der keine Pedalumdrehung bereut, die er in seiner Heimat getätigt hat. „Es gibt einfach so viel zu entdecken. Und dann die Aussicht, oben am Berg: ein Traum!“

Die besten Trails

Als geprüfter Mountainbike-Guide zeigt Lenk seinen Gästen aus der ganzen Republik die besten Trails. Dabei erlebt er immer wieder bewegende Momente: „Die meisten sind begeistert von der Gegend und den tollen Touren, die es bei uns gibt. Viele haben sogar Tränen in den Augen, wenn sie die Region wieder verlassen müssen.“

Die Waldhügel der Region lassen sich sportlich-ambitioniert angehen oder gelassen gemütlich. Wer Höhenmeter sucht, findet sie. Wer Strecke radeln will, kann das tagelang. Wer eher kurz in die Pedale treten und danach eine Berghütte oder Zoigl-Stube aufsuchen will, wird ebenfalls nicht enttäuscht (es sei denn Corona macht einen Strich durch die Rechnung.).

Mit MTB auf steilen Trails

Fahrenberg bei Waldthurn

Auch Fachjournalisten der MTB-Szene haben das Fichtelgebirge und die Oberpfalz längst für sich und ihre Leser entdeckt. Regelmäßig bitten sie Matthias Lenk, ihnen wieder eine interessante Tour zu zeigen: „Egal wo im Fichtelgebirge oder der Oberpfalz ich mit Journalisten unterwegs war, sie sind vom Fichtelgebirge und der Oberpfalz, den Wegen und den oft himmlisch gelegenen Gaststätten einfach hingerissen“, freut sich Lenk über den Zuspruch der Profis. (Anmerkung: Einige Artikel sind auf seiner Homepage zu finden: www.mtboberpfalz.de/presse)

Noch etwas schätzt Lenk an seiner Lieblings-MTB-Region: „Wir sind weit weg von den großen Metropolen. Deswegen ist auf unseren Trails nicht allzu viel los. Es gibt keine Konflikte mit Wanderern. Jeder respektiert und grüßt den anderen.“ Diese gegenseitige Rücksichtnahme ist in hochfrequentierten MTB-Regionen, wie den Alpen, keine Selbstverständlichkeit mehr. Entspannung beginnt im Kopf…

Wenn Lenk nicht die Hügellandschaft des Fichtelgebirges durchquert, zieht es ihn in den nahegelegenen Steinwald oder in die deutsch-tschechische Grenzregion, etwa an die Silberhütte oder nach Neualbenreuth. Sein Tipp für eine Halbtagestour: „Ruhe und Natur an der Silberhütte, mit Sprung über die Grenze zum Aussichtsturm Havran in Tschechien.“

Anregungen für Touren hat er auf seiner Website zusammengestellt. Doch auch wer auf eigene Faust Strecken ausarbeitet oder seinen Rädern freien Lauf lässt, wird in Fichtelgebirge und der Oberpfalz nicht enttäuscht werden. „In der Grenzregion gibt es viele Burgen und Ruinen, Lost Places und Überbleibsel aus dem Kalten Krieg.“

Wer die Oberpfalz verlässt und auf tschechischer Seite die nahe Grenzregion erkundet, wird eine eher verlassene Region entdecken und mit offenen Augen noch auf Relikte der nach dem Zweiten Weltkrieg vertriebenen Deutsch-Böhmen stoßen: Lichtungen, auf denen einst Häuser standen, verbliebene Fundamente, alte Kartoffelkeller, verwaiste Friedhöfe, verfallene Herrenhäuser.

Auch wer gerne mit dem Downhill-Bike unterwegs ist, wird im ostbayerischen Raum fündig. Einen anspruchsvollen Parcours gibt es etwa am Ochsenkopf, den Freizeitberg Nummer eins im Fichtelgebirge. Natürlich mit Lift. Oder man packt sein Bike ins Auto und fährt zum Geißkopf. Der liegt freilich im etwas entfernteren Bayerischen Wald.

Lenk mag es eher sportlich: „Wer später bremst, ist länger schnell“ ist sein Credo. Vielleicht nicht ganz ernst gemeint, doch steckt darin viel, was auf Fichtelgebirge und die Oberpfalz zutrifft: Die Mittelgebirgslandschaft hat für jeden etwas in petto, für denjenigen, der es gerne schnell mag, genauso wie für denjenigen, der gerne mal auf die Bremse drückt und offen ist für die angenehmen Überraschungen, die ihn entlang des Wegs erwarten.

Auf www.mtboberpfalz.de gibt es Tourenideen & Eindrücke aus der MTB-Region

Selfie auf der Platte: Auf der höchsten Erhebung des Steinwalds (im südlichen Fichtelgebirge) ermöglicht der Oberpfalzturm Ausblicke auf weite Teile Nordostbayerns.
Verschnaufpause mit Ausblick.
Vielerorts lassen sich in der deutsch-tschechischen Grenzregion Relikte aus dem Kalten Krieg entdecken.

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Kommentare

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Reinhard Ströhl

Muss doch echt nicht sein dass die MTBs noch konzentrierter auftreten. Zum Teil sind die so rücksichtslos, da habe ich kein Mitleid mehr wenn es mal einen auf die Kauleiste legt.

05.04.2021