27.02.2021 - 15:45 Uhr
GebenbachSport

Faruk Maloku wird neuer Trainer beim SV Donaustauf

Es klingt fast nach Trainertausch: In der zurückliegenden Woche hatte mit Franz Koller der jetzige Coach des SV Donaustauf der DJK Gebenbach die Zusage für kommende Saison gegeben. Nun geht Faruk Maloku den umgekehrten Weg.

Faruk Maloku hatte bereits vor einigen Wochen seinen Abschied von der DJK Gebenbach zum Saisonende bekanntgegeben. Nun steht fest: Der A-Schein-Inhaber wird zum 1. Juli 2021 neuer Coach beim Süd-Bayernligisten SV Donaustauf.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Auch wenn es purer Zufall sein mag: Dass Faruk Maloku ab dem 1. Juli 2021 neuer Trainer beim SV Donaustauf wird, hat etwas Kurioses. Der Süd-Bayernligist gab am Samstagnachmittag die Verpflichtung des 43-jährigen A-Schein-Inhabers bekannt. Und dies nur wenige Tage, nachdem Nord-Ligakollege DJK Gebenbach das Engagement des aktuellen Donaustaufer Trainers Franz Koller für die kommende Spielzeit gemeldet hatte.

"Ich bin ja bereits seit einigen Wochen mit dem SV Donaustauf in Kontakt. In einem finalen Gespräch sind wir uns nun einig geworden", teilte Maloku am Samstagnachmittag mit. Wieso er beim derzeit Tabellen-13. der Bayernliga Süd für zwei Jahre unterschrieben hat, begründet Maloku mit der neuen Philosophie am Fuße der Walhalla: "Der SV Donaustauf will mehr Bodenständigkeit und Nachhaltigkeit in den Verein reinbringen. Ich sehe deshalb die Chance, dass ich dort gut hinpasse und unter diesen Bedingungen auch etwas bewirken kann."

Es ist noch nicht allzu lange her, da hatte der SVD selbstbewusst hohe sportliche Ziele formuliert. Sogar der Regionalliga-Aufstieg wurde ins Auge gefasst. Davon scheinen die Verantwortlichen nun in einer bemerkenswerte Kehrtwende vollends abgerückt. "Wir wollen zukünftig ein bisschen was ändern, beständig arbeiten und etwas auf Sicht entwickeln. Dafür ist Faruk der richtige Mann“, sagte Sportlicher Leiter Michael Fischer einem Fußball-Portal.

Franz Koller trainiert künftig die DJK Gebenbach

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Die Regionalliga sei in den Gesprächen mit dem SV Donaustauf "nullkommanull" ein Thema gewesen, bestätigte Maloku die neue Ausrichtung bei den Süd-Oberpfälzern. Man wolle sich dort künftig nicht mehr aus dem Fenster lehnen und schwer zu verwirklichende Ziele propagieren. "Es geht jetzt darum, eine Mannschaft aus der Region zu formen und in der Bayernliga zu etablieren", erklärte Maloku. Und zwar ohne laute Töne. "Das ist auch die Art, wie ich es gewohnt bin zu arbeiten."

Über seine neue Mannschaft und die Qualität im Kader habe er sich noch keine speziellen Gedanken gemacht, sagt Maloku. "Ich weiß nicht, welche Kaderplanung der SV Donaustauf bereits betrieben hat. Aber da werden wir uns noch austauschen." Dass sein künftiges Team aktuell nur einen Punkt Vorsprung auf die Relegationszone in der Bayernliga Süd hat, beunruhigt den Weidener nicht sonderlich. "Ich gehe davon aus, dass man den Klassenerhalt packt." Und wenn nicht? Gilt der Vertrag auch im Falle eines Abstiegs? "Ich bin motiviert, in Donaustauf etwas aufzubauen", betont Maloku. "Auch wenn es in die Landesliga geht, werde ich dort zur Stange halten."

Von Vermutungen und Gerüchten, dass mit ihm auch Spieler der DJK Gebenbach nach Donaustauf wechseln werden, zeigt sich Maloku überrascht. "Ich habe keinen Anspruch, einen Spieler aus Gebenbach abzuwerben", betont der 43-Jährige. "Jeder dort hat einen Vertrag und ist auch gut in Gebenbach aufgehoben."

 

 

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