05.10.2021 - 17:04 Uhr
KümmersbruckSport

Emotionaler Abschied: Radprofi Schillinger gibt sich zum Abschluss nochmals die Kante

Tour de France, Giro Giro d’Italia – Radprofi Andreas Schillinger aus Kümmersbruck hat die großen Dinge seines Sport erlebt. Bei seinem letzten Profirennen überraschte der Oberpfälzer von Bora-hansgrohe noch einmal.

Andreas Schillinger (rechts) mit seinem Teamkollegen von Bora-hansgrohe bei der Teampräsenation in Münster. Am Sonntag bestritt der Kümmersbrucker beim dortigen Giro in Westfalen sein letztes Profirennen.
von Josef Maier Kontakt Profil

Ein letztes Mal mit den Kollegen die Präsentation, ein letztes Mal ein Teammeeting, ein letztes Mal als Radprofi im Sattel – Andreas Schillinger aus Kümmersbruck (Landkreis Amberg-Sulzbach) beendete am Sonntag nach dem Münsterland-Giro seine Profikarriere. Der 38-Jährige, der auch die Tour de France gefahren ist und beim Giro am Start war, haute nochmals alles raus, setzte sich in dem Rennen, das am Ende Mark Cavendish gewann, zwischendurch auch an die Spitze des Feldes. Die Strapazen werde er noch ein paar Tage merken, sagte der Oberpfälzer vom Team Bora-hansgrohe dem Portal radsport-news.com. „Aber es war ja auch das letzte Mal, dass ich mir so auf dem Rad die Kante gab. Dann darf es auch mal ein bisschen mehr weh tun.“ Gerne hätte der Helfer einem seiner prominenten Teamkollegen zum Sieg verholfen. „Mein Traum war, dass wir uns mit dem Sieg verabschieden, aber so was kann man nicht planen.“ Mit seiner Leistung und Platz 18 war Schillinger aber zufrieden.

Und dann verdrückte er auch die ein oder andere Träne: "Auch wenn ich relativ früh dieses Jahr nach dem schweren Trainingsunfall mein Karriereende bekanntgegeben hatte, war es doch emotionaler als gedacht heute.“ Im Januar hatte sich Schillinger bei einem schweren Unfall am Gardasee mehrere Halswirbel gebrochen. Ein Auto war ungebremst in die Trainingsgruppe der Bora-hansgrohe-Profis gerast. Mit Pascal Ackermann, Michael Schwarzmann und Rüdiger Selig würden ihn dicke Freundschaften verbinden, sagte er radsport-news.com. zum Abschied. „Das will ich nicht missen, auch wenn sich nun unsere Wege trennen.“

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