Bayern
22.12.2020 - 10:51 Uhr

Ermittler: An Weihnachten nicht gleich Polizei rufen

Auch über Weihnachten gelten Kontaktbeschränkungen. Die Polizei bittet die Menschen aber, nicht bei jedem vermuteten Verstoß die Ermittler zu alarmieren.

Auch über Weihnachten gelten Kontaktbeschränkungen. Die Polizei wird Hinweisen zu Verstößen nachgehen. Symbolbild: Sebastian Gollnow/dpa
Auch über Weihnachten gelten Kontaktbeschränkungen. Die Polizei wird Hinweisen zu Verstößen nachgehen.

Zu viele Feiernde unterm Weihnachtsbaum? Die Polizeigewerkschaft hat die Menschen dazu aufgerufen, an Weihnachten nicht bei jedem vermuteten Corona-Verstoß die Ermittler zu alarmieren. „Ich würde erstmal selbst zu den Nachbarn gehen und - falls da wirklich zu viele Leute sind - sie bitten, sich an die Regeln zu halten“, sagte Jörg Radek, Vize-Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag). „Man sollte nicht immer sofort die Polizei rufen. Diese Pandemie erfordert von uns allen auch ein Stück Zivilcourage.“

Die Polizei werde nicht „anlasslos von Haus zu Haus gehen und nachzählen, wie viele Leute am Tisch sitzen“, sagte er. „Das ginge auch gar nicht, das wäre ein Verstoß gegen das Grundrecht auf Unversehrtheit der Wohnung. Aber wenn wir Hinweise bekommen, dass irgendwo Regeln verletzt werden, dann gehen wir dem nach.“

Auch über die Feiertage gelten wegen Corona Kontaktbeschränkungen, große Familienzusammenkünfte sind nicht erlaubt.

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