03.03.2019 - 22:41 Uhr
GrafenwöhrDeutschland & Welt

Artilleriedonner über Grafenwöhr

Seit die Bündnisverteidigung wieder in den Vordergrund gerückt ist, schießen wieder vermehrt Panzer auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr. In dieser Woche sind die großen Geschütze dran.

von Alexander Pausch Kontakt Profil

Auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr hat am Wochenende die alljährliche amerikanische Artillerieübung „Dynamic Front“ begonnen. Daran nehmen mehr als 3200 Soldaten aus 27 Ländern teil. Die Übung findet dieses Jahr nicht nur in der Oberpfalz statt, sondern auch in Polen und Lettland, teilte die US-Armee mit. Bis zum nächsten Samstag testen die Soldaten die Zusammenarbeit ihrer Systeme und das gemeinsame Artillerieschießen.

Im vergangenen Jahr zerrte besonders das Schießen von Dutzenden Haubitzen und Geschützen an den Nerven der Anwohner. Zuletzt hatten sich die Bewohner und der Bürgermeister der Stadt Auerbach über den Schießlärm auf dem Truppenübungsplatz beschwert. Dieses Jahr sind für "Dynamic Front 19" rund 100 Geschütze aufgefahren worden, berichtet die US-Armee. Zumindest während des scharfen Schusses, dürften diese weit zu hören sein.

Grafenwöhr

Zum Auftakt stellten die Militärs vergangene Woche in Grafenwöhr (Kreis Neustadt/WN) ihre Waffensysteme vor, darunter war ein deutscher Raketenwerfer (MARS) und eine Panzerhaubitzen 2000 die zum Artilleriebataillon 131 in Weiden gehören. Die US-Armee stellt mit rund 1700 Teilnehmer das grüßte Kontingent bei der Übung, rund 1500 Soldaten kommen von den anderen Nationen. Neben den USA und Deutschland beteiligen sich Aserbaidschan, Bulgarien, Kanada, Tschechien, Dänemark, Estland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Großbritannien, Italien, Lettland, Litauen, Nordmazedonien, Montenegro, die Niederlande, Norwegen, Polen, Rumänien, die Slowakei, Slowenien, Spanien, die Türkei, die Ukraine und Ungarn an der Übung "Dynamic Front 19".

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Kommentare

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Joachim Schmidt

Nachdem mein Kommentar nicht freigegeben wurde, er enthielt ein fiktives Gespräch zwischen Kind und Vater über die Geräusche aus Grafenwöhr, sowie einigen geopolitischen subjektiven Einordnungen verstieß aus meiner aber ins keinster Weise gegen die Nutzungsregeln, werde ich nun die wesentlichen Aussagen ohne diese Geschichte wiedergeben.

Wenn der Kommentar wieder nicht freigegeben würde, dann wäre dies ein echter Skandal.

Leider wird im obigen Artikel (der den Donner ankündigt) aus meiner Sicht unzureichend auf die kritischen Seiten (und notwendige Fragen) dieser Übungen eingegangen.

Wenn ich mich recht erinnere, dann wurde letztes Jahr massiv der LÄRM thematisiert, dabei ist dies ja nicht unbedingt das Haupt-Problem (aus meiner Sicht). Denn sicherlich würden 90% der Oberpfälzer gegen einen ähnlichen Lärmpegel, aber mit Kindergeschrei sogar an mehr Tagen im Jahr nichts einzuwenden haben.

Meiner Meinung nach sollten in Beiträgen über den Truppenübungsplatz generell und Übungen öfter auf die grundsätzlichen W-Fragen eingegangen werden.

Dies wären aus meiner Sicht:

Warum, d.h. zu welchem genauen Zweck
Wer ist alles daran beteiligt?
Worauf bereitet man sich vor?
Wird durch die Übungen die Umwelt belastet? Welche Kampfmittel kommen zum Einsatz? Es wurde in der Vergangenheit ja nach verschiedenen Aussagen z.B. Uranmunition verschossen.
Wie steht die Bevölkerung in Grafenwöhr und Außerhalb zu den Übungen?
Gibt es Interessensverbände/ Bürgerinitiativen, die die Übungen kritisieren?

Ich hoffe sehr dass dieser Kommentar diesesmal stehen bleiben darf.

04.03.2019