04.09.2020 - 12:25 Uhr
GrafenwöhrDeutschland & Welt

Nachts wird scharf geschossen: 48-Stunden-Übung mit US-Panzern

Knapp 3500 Soldaten der 3rd Infantry Division trainieren zwei Tage lang mit scharfer Munition auf dem Truppenübungsplatz in Grafenwöhr. Ihr Ziel: eine gute Vorbereitung für die anstehende Großübung.

Die Schützenpanzer des Typs Bradley im Feuergefecht auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr.
von Jürgen MaschingProfil

Fast 3500 Soldaten sind bei der Übung "Combined Resolve XIV" noch bis 29. September auf den Truppenübungsplätzen Grafenwöhr und Hohenfels im Einsatz. Zusammen mit Verbündeten wie Frankreich, Italien, Polen und Rumänien wollen sie die Einsatzfähigkeit des 2nd Armored Brigade Combat Teams der 3rd Infantry Division sowie die Zusammenarbeit mit den Partnern testen. Die 3rd Infantry Division hielt am Donnerstag eine 48-stündige Abschlussübung mit scharfer Munition auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr ab.

Schon bevor die ersten Panzer und Soldaten zu sehen waren, hörte man eine Drohne am Himmel, die den Truppen helfen sollte, das Zielgebiet zu erkunden. Danach erfolgte der Artilleriebeschuss ins Zielgebiet - alles sorgfältig beobachtet vom Kommandoturm aus. Kurz darauf rückten die ersten amerikanischen Schützenpanzer des Typs Bradley vor. Der Panzer hat eine Besatzung von zehn Soldaten, wobei sechs Infanteristen über die Heckklappe aussteigen können. Die Hauptbewaffnung des Bradley besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone, die Einzelfeuer oder Dauerfeuer schießen kann. Dann rückten die Infanteristen vor und bekämpften den imaginären Feind. Luftunterstützung bekamen die Truppen von den Apache-Kampfhubschraubern. Nach dem Bodenangriff rollten die Abrams-Kampfpanzer vor und eröffneten das Feuer.

"Während der Übung 'Combined Resolve XIV' werden wir mit unseren internationalen Partnern zusammenarbeiten", sagte Captain Kyle Woods. "Dafür üben wir nun in den nächsten 48 Stunden, und meine Leute werden stark gefordert. Vor allem in der Nacht wird ein Durchgang 'im scharfen Schuss' stattfinden". Private Elijah Holloway war als Infanterist beteiligt. Der Soldat ist das erste Mal außerhalb der USA und freut sich, ein anderes Land kennenzulernen. "Ich bin motiviert und will mich ständig steigern bei den Übungen", sagte Holloway. "Ich sammle hier Erfahrungen und bekomme einen Einblick, wie andere Nationen leben".

Kompaniechef Captain Kyle Woods ist mit seiner übenden Einheit seit Mitte Juli in Grafenwöhr. Bevor sie nach Deutschland kamen, waren die Soldaten für zwei Wochen in den USA in Quarantäne. Dort wurden alle auf Covid-19 getestet. Auch in Deutschland würden die vorgegebenen Hygienevorschriften streng eingehalten, hieß es. Die Soldaten werden in den nächsten Tagen Grafenwöhr verlassen und nach Hohenfels verlegt. Nach dem Übungsende werden sie noch einige Zeit in Deutschland bleiben, ehe sie wieder in die USA zurückkehren.

Auch die Kampfhubschrauber "Apache" greifen in die Übung ein.
Die Kampfpanzer "Abrams" im Feuergefecht.

Ein Artikel über die Bedeutung der US-Armee für die Oberpfalz

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