"Hilfeleistung ist eine Pflicht", meint nicht nur der in Portugal lebende Schweizer Andreas Meyer und will mit einigen Mitstreitern mit juristischen Mitteln etwas tun. "Wer untätig zuschaut, wenn Bootsflüchtlinge um Hilfe flehen und gen Himmel schreien, muss bestraft werden." Unterlassene Hilfeleistung nennt er einen Straftatbestand und im Zusammenhang mit Migranten ein Verbrechen. "Jetzt braucht es Richter, die Recht sprechen und Urteile fällen."
Mit im Boot seiner Gruppe sitzt René Lehnherr, der das Monsanto Tribunal maßgeblich mit verantwortete. "Zusammen wollen wir gegen die Verantwortlichen für die Politik der Abschottung klagen in vielen Ländern in ganz Europa." Das soll vor ordentlichen Gerichten in diesen Ländern und auch beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag geschehen. "Die Verantwortlichen sind bekannt, alle Täter haben Namen."
Wer Menschen beim Ertrinken zuschaue und dabei nichts tue, gehöre auf die Anklagebank, fordern die Sprecher der internationalen Gruppe von Freunden der von Meyer initiierten Sandrose-Stiftung. "Regierende haben die Gesetze zu befolgen. Das gilt auch für Minister, egal welcher Couleur." Der Pariser Autor und Anwalt Juan Branco, der Julian Assange verteidigt hat, und der Anwalt Omer Schatz haben beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag bereits eine Klage gegen europäische Politiker in diesem Zusammenhang eingereicht, berichtet Meyer.























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