21.01.2021 - 14:41 Uhr
UrsensollenDeutschland & Welt

Deutliches Minus: Grammer 2020 mit Umsatzrückgang und Verlust

Nach einer positiven Geschäftsentwicklung im dritten Quartal, kann der Autozulieferer Grammer auch im vierten Quartal 2020 mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum machen. Doch die Einbußen vom Frühjahr wiegt das nicht komplett auf.

Der Autozulieferer Grammer aus Ursensollen erwartet für das Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 1.711 Millionen Euro. Das sind rund 16 Prozent weniger als im Vorjahr.
von Kathrin Moch Kontakt Profil

Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zeigen sich auch in den vorläufigen Zahlen des Autozulieferers Grammer aus Ursensollen (Kreis Amberg-Sulzbach): Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet der Konzern einen Umsatz von 1,711 Milliarden Euro. Das sind rund 16 Prozent weniger als im Vergleich zum Vorjahr (2,0385 Milliarden Euro).

Dabei stelle die Umsatzentwicklung im dritten und vierten Quartal nochmal eine "signifikante Erholung im Vergleich zum ersten Halbjahr dar", gab das Unternehmen am Donnerstag in einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt. Besonders das erste Halbjahr sei demnach "von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie stark belastet" gewesen. Für das vierte Quartal wird der Umsatz voraussichtlich bei 514 Millionen Euro und damit über dem Konzernumsatz von 488,9 Millionen Euro im Vorjahr liegen.

Großes Minus beim Ebit

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde laut Mitteilung für das Geschäftsjahr 2020 durch Sondereffekte in Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen von etwa 20 Millionen Euro sowie Einzelsachverhalten in Höhe von rund 48 Millionen Euro belastet. Es beläuft sich auf circa minus 49 Millionen Euro (Vorjahr 74,5 Millionen). Das operative Ebit (um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern) beträgt voraussichtlich rund minus 15 Millionen Euro. Damit liegt das operative Ebit deutlich unter dem Vorjahreswert von 77 Millionen Euro. Während das operative Ebit im vierten Quartal 2020 etwa 9 Millionen betrug, lag es im vierten Quartal 2019 noch bei 17,8 Millionen Euro.

Endgültige Zahlen Ende März

Wie Grammer mitteilt, umfassen die Restrukturierungsmaßnahmen unter anderem die Konsolidierung von Standorten in Europa und Nordamerika sowie einen Stellenabbau im indirekten Bereich mit dem Schwerpunkt in Deutschland. Zu den wesentlichen Einzelsachverhalten zählen laut dem Unternehmen Optimierungen von Lagerflächen und daraus resultierende Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen. Dazu würden Rückstellungen für mögliche Gewährleistungsansprüche sowie Abwertungen von Projektbeständen kommen. Den vollständigen Jahresabschluss und Geschäftsbericht 2020 will Grammer am 31. März 2021 vorstellen.

Zu den Zahlen des zweiten Quartals 2020 der Grammer AG

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Zu den Zahlen des dritten Quartals 2020 der Grammer AG

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