13.01.2022 - 15:25 Uhr
AmbergOberpfalz

Antworten zu Corona: Werden geimpfte Kindergartenkinder getestet?

Wann dürfen Kinder zum Sport? Was gilt für einen Club der sich zum Kochen trifft und was bedeutet eigentlich 3G und Co.? Antworten auf Fragen zu den Corona-Regeln.

Ein Schüler testet sich in der Schule mittels eines Selbsttests auf das Corona-Virus.

Von Wolfgang Würth und Julian Trager

Wenn Kinder bereits in der Schule getestet werden – müssen sie sich dann am selben Tag fürs Sporttraining nochmal testen lassen?

Nein. Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig in der Schule getestet werden, stehen hier Getesteten gleich, heißt es beim bayerischen Innenministerium.

Was gilt für Schüler zwischen 14 und 17 Jahren, die regelmäßig getestet werden: Brauchen sie Tests, um etwa in die Eishalle zu dürfen?

Nein, auch hier gilt: Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig in der Schule getestet werden, brauchen bei 2G plus keinen Test, aber einen 2G-Nachweis.

Was gilt für ungeimpfte Jugendliche?

Für ungeimpfte Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren gibt es noch eine Ausnahme: Sie dürfen, auch bei 2G plus, musizieren, Theater spielen oder Sport treiben, etwa am Vereinssport in der Halle teilnehmen. „Zur eigenen Ausübung sportlicher, musikalischer oder schauspielerischer Aktivitäten“, heißt es in der Corona-Verordnung. Das gilt laut Innenministerium auch für den privaten Besuch des Hallenbads, wie die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt. Ins Kino, Stadion, Konzert oder in einen Club dürfen ungeimpfte Zwölf- bis 17-Jährige demnach aber nicht. Die Ausnahmeregeln für Kinder und Jugendliche wurden bis zum 9. Februar verlängert.

Wir sind ein reiner Männer-Kochclub und treffen uns regelmäßig zum Kochen und Essen in einem Küchenstudio. Das Küchenstudio besitzt eine Schankgenehmigung. Was gilt?

Wenn das Kochstudio eine Erlaubnis als Schank- und Speisewirtschaft im Sinne von §2 des Gaststättengesetzes besitzt, gilt laut der Stadt Amberg für Veranstaltungen des Kochclubs die Regelung für Gaststätten. Das wären unter anderem die 2G-Regelung. Personenobergrenzen gibt es nicht, aber es gilt die Sperrzeitregelung von 22 Uhr. Zudem müssten die Personen dann abgesehen vom festen Sitz- oder Stehplatz beim Bewegen durch den Raum eine FFP2-Maske tragen. Der Besuch durch Gäste außerhalb des Kochclubs wäre möglich. Für Besucher gilt ebenfalls 2G. Zudem soll laut dem Bayerischen Gaststätten- und Hotelverband in Gaststätten wenn möglich ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.

Wie lang gilt eine Person nach einer Covid-19-Infektion als genesen?

Damit eine Person, die mit Corona infiziert war, als genesen gilt, darf die Infektion nicht länger als sechs Monate zurückliegen. Der Nachweis der Corona-Infektion muss mittels eines Nukleinsäurenachweis, also PCR, PoC-PCR oder weiterer Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik, erfolgt sein. Der Nachweis muss mindestens 28 Tage und darf aber höchstens maximal sechs Monate zurückliegen.

Muss man sich spätestens sechs Monaten nach einer Corona-Infektion impfen lassen, um bei 2G Zugang zu haben?

Ja. Der Status als Genesener verfällt nach sechs Monaten. Die ist in der Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung des Bundes festgelegt. Nach einer Impfung gelten Genesene als vollständig geimpft. Bein einer weiteren Impfung als geboostert.

Was bedeuteten 3G, 2G und 2G plus?

  • 3G steht für geimpft, genesen oder getestet.
  • 2G steht für geimpft oder genesen.
  • 2G plus bedeutet geimpft oder genesen und zusätzlich ein negativer Testnachweis. Keinen Testnachweis benötigen geimpfte Personen, die entweder eine „Booster-Impfung“ erhalten oder nach ihrer Impfung eine Corona-Infektion überstanden haben.

Müssen geimpfte Kindergartenkinder einen Testnachweis vorlegen?

Nein. Das bayerische Familienministerium schreibt auf seiner Homepage, dass "vollständig geimpfte bzw. genesene Kinder (...) von der Testnachweispflicht befreit" sind.

Das gilt bei Reisen zu den Nachbarn

Amberg

Weitere Antworten zu Corona

Amberg
Info:

Unbedingt das Datum beachten

Liebe Leserinnen und Leser,

die Coronalage ändert sich ständig. Wir versuchen die Fragen, so gut wie möglich mit Hilfe von Experten zu behandeln. Trotzdem kann, was an einem Tag die richtige Antwort ist, am nächsten Tag schon wieder überholt sein. Bitte beachten sie deswegen die jeweiligen Erscheinungstermine der Artikel

Hintergrund:

Fragen zu Corona

  • Die Rechtslage in der Pandemie sorgt für Fragen. Die Redaktion von Oberpfalz-Medien bemüht sich um Aufklärung. Sie erreichen uns per Post (Adresse: Oberpfalz-Medien, Zentralredaktion, Stichwort: Leserfragen zu Corona, Weigelstraße 16, 92637 Weiden) oder per E-Mail an redaktion@oberpfalz medien.de
  • Für medizinische Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
Info:

Fragen zu Corona?

Die Redaktion bemüht sich um Aufklärung. Die ständig wechselnde Rechtslage in der Coronapandemie sorgt wieder einmal für Verunsicherung und viele offene Fragen. Auch bei Ihnen? Dann schreiben Sie doch eine Mail an die Redaktion Ihrer Zeitung. Die Redakteure von Oberpfalz-Medien bemühen sich gerne um Aufklärung bei den drängendsten Fragen rund um Kontaktbeschränkungen oder auch die Corona-Impfung: redaktion[at]oberpfalzmedien[dot]de

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.