23.11.2021 - 16:04 Uhr
AmbergOberpfalz

Gerade jetzt dürfen wir nicht aufgeben in Sachen Klimaschutz

Jahr für Jahr fällt der Klimaschutzbericht für die Stadt Amberg ernüchternd aus. Höchste Zeit, dass wir Bürger endlich bereits sind, unseren Teil für den Schutz unseres Planeten zu leisten. Ein Kommentar von Andreas Ascherl.

Auf dem ehemaligen Schlackenberg der Luitpoldhütte entsteht eine große Photovoltaikanlage. Sie soll künftig klimafreundlichen Strom für die Stadt Amberg liefern.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil
Kommentar

Alle Jahre wieder kommt der Klimaschutzbericht für die Stadt Amberg – und alle Jahre wieder fällt er enttäuschend aus. Die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft weit auseinander. Wenn überhaupt etwas an Treibhausgasen eingespart wird, verdanken wir das vor allem einer geänderten allgemeinen Berechnungsgrundlage für die Stromproduktion in Deutschland. Bis zum Jahr 2030, so war es das ehrgeizige Ziel des integrierten Klimaschutzkonzepts, sollte der THG-Ausstoß für jede Frau, jeden Mann und jedes Kind in dieser Stadt auf die Hälfte des Werts von 2010 reduziert werden, für 2045 war Klimaneutralität angesagt. In der Realität verbrauchen wir aber nur "dank" Corona ein bisschen weniger Strom, Wärmeproduktion und Verkehr hingegen sorgen für ein Plus beim Ausstoß von CO2, Methan und anderen Treibhausgasen.

An dieser Stelle könnte man schnell mal aufgeben, könnte sagen: Das schaffen wir doch sowieso nicht. Das Gegenteil muss aber der Fall sein. Wir schaffen das! Wir alle sollten uns jetzt ganz schnell überlegen, ob wir das Zweit-, Dritt- oder Viert-Auto wirklich brauchen. Muss es überhaupt ein eigener Pkw sein? Gerade in der Stadt Amberg ist das Busnetz sehr gut ausgebaut, fast das ganze Jahr über kann man – nicht zuletzt wegen des Klimawandels – inzwischen mit dem Rad fahren. Und vielleicht gibt es ja bald auch wieder ein Car-Sharing-System hier. Eigenheimbesitzer könnten in eine Photovoltaik-Anlage auf ihrem Hausdach investieren oder zumindest Solar-Thermie für Warmwasser nutzen. Alte Heizungen müssen durch umweltfreundliche ersetzt, Häuser vernünftig isoliert werden. Das alles kostet Geld, das ist schon richtig. Doch Geld ist billig und meist auch reichlich vorhanden, wie die Sparquoten zeigen. Bevor dieses Geld in Betongold investiert wird – im Umweltschutz ist es besser angelegt.

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