Update 14.06.2018 - 15:41 Uhr
AmbergOberpfalz

Kreisverkehr bleibt tabu

Irgendwann um das Jahr 2000 herum fängt es an. Erst sind es wenige, dann immer mehr. Und schließlich ist am Kreisverkehr kein Durchkommen mehr. Der Grund: Fußball. Die Folge: Die Feierei hat ein Ende.

Szene aus dem Europameisterschaftsjahr 2008, kurz nach dem Sieg der deutschen Mannschaft gegen Portugal: Der Kreisverkehr war dicht, die Zufahrtsstraßen teilweise blockiert. Das wird es 2018 nicht geben.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

(ass) Egal, wie die deutsche Mannschaft bei der nun beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft in Russland abschneidet, euphorische Parties im Kreisverkehr am Nabburger Tor wird es nicht mehr geben. "Der Kreisverkehr wird auch in diesem Jahr nicht gesperrt werden", sagt die städtische Pressesprecherin Susanne Schwab auf Nachfrage. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass auch während und nach der Spiele mit deutscher Beteiligung der Verkehr dort ungehindert fließen soll.

Egal, wie die deutsche Mannschaft bei der nun beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft in Russland abschneidet, euphorische Parties im Kreisverkehr am Nabburger Tor wird es nicht mehr geben. "Der Kreisverkehr wird auch in diesem Jahr nicht gesperrt werden", sagt die städtische Pressesprecherin Susanne Schwab auf Nachfrage. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass auch während und nach der Spiele mit deutscher Beteiligung der Verkehr dort ungehindert fließen soll. Eine Blockade durch feiernde Fans ist nicht vorgesehen und gewünscht.
Der Grund für die rigorose Haltung der Straßenverkehrsbehörde ist vor allem in der Feierei der Vergangenheit zu finden. Immer mehr uferte damals die Party aus, von Turnier zu Turnier wurde die Euphorie der Fans größer - mit den entsprechenden Negativ-Folgen. Irgendwann waren es Tausende, die sich oft hemmungslos gehen ließen, betrunken auf die Straße torkelten und ihren Müll zurückließen. Schon vor der letzten Europameisterschaft zog die Straßenverkehrsbehörde daher die Notbremse und beendete das muntere Treiben.

Polizei gibt Tipps

"Die Mitarbeiter der Bauhofs, die den Kreisverkehr sperren mussten, wollten ja auch lieber Fußball schauen", nennt Susanne Schwab noch einen Aspekt. Sie ist sich sicher, dass auch die Polizei dafür sorgen wird, den Verkehr an dieser Stelle ungehindert am Laufen zu halten. Und wenn keiner in den Kreisverkehr kann, kann dort auch nicht gefeiert werden. "Das war das letzte Mal bei der WM 2014 möglich", so Schwab.

Gefahren vermeiden

Vorsorglich weist auch das Polizeipräsidium Oberpfalz darauf hin, dass während der Fußball-Weltmeisterschaft die Gesetze nicht außer Kraft gesetzt sind. In einer Pressemitteilung heißt es: "Die Oberpfälzer Polizei wird bei der Beobachtung der zahlreichen Veranstaltungen und des Verkehrsgeschehens anlassbezogen reagieren." Das bedeute konkret, dass die Freude am Feiern zwar nicht getrübt, Gefahrensituationen aber vermieden oder entschärft werden sollen.
Grundsätzlich sei jeder Autofahrer selbst dafür verantwortlich, dass durch angebrachte Deutschlandfähnchen oder anderen Fanschmuck niemand verletzt wird. Insbesondere Sichtbehinderungen oder wegfliegende Fähnchen bei hoher Geschwindigkeit sind beispielhaft erwähnt.
Einen besonderen Augenmerk wird die Polizei auch in Amberg wieder den mittlerweile fast obligatorischen Autokorsos nach Spielende schenken. Weil es in der Vergangenheit zahlreiche Verstöße gegen Gesetze und Vorschriften und auch verletzte Personen gegeben habe, seien die Ordnungshüter angewiesen, im Ernstfall gezielt einzuschreiten.
Menschen, die auf Motorhauben sitzen, im offenen Schiebedach stehen oder sich weit aus dem Fenster lehnen, wird die Polizei ebenso ahnden, wie das Überfahren von roten Ampeln. "Natürlich hat der Sicherheitsgurt angelegt zu sein", schreibt das Polizeipräsidium. "Und beim Thema Alkoholkonsum gelten für Fahrzeugführer die gesetzlichen Grenzen."

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