17.11.2020 - 13:06 Uhr
AmbergOberpfalz

Neuer Name für Ambergs Multifunktionsplatz: SPD-Stadtrat lässt nicht locker

König-Friedrich-Platz: Diesen Vorschlag zur Umbenennung des Multifunktionsplatzes in Amberg hat Stadtrat Florian Fuchs (SPD) gemacht. Und zwar schon im Februar. Da er bislang bei der Stadt keine Reaktion erzielt hat, hakt er jetzt nach.

Was ist denn nun mit dem neuen Namen für den Multifunktionsplatz? SPD-Stadtrat Florian Fuchs hakt jetzt bei der Stadt Amberg nach.
von Heike Unger Kontakt Profil

Der Multifunktionsplatz nahe des Amberger Bahnhofs soll künftig König-Friedrich-Platz heißen: Dieser Namens-Vorschlag kommt von SPD-Stadtrat Florian Fuchs. "Auch wenn im Februar einige Leute diesen Antrag für einen Wahlkampf-Gag gehalten haben mögen, so war es mir doch ernst damit", betont er – und hakt deshalb jetzt in einem Brief ans Bürgermeisteramt nach. Bislang habe er von dort nämlich keine Rückmeldung erhalten, erklärt Fuchs.

König-Friedrich-Platz war im Februar schon ein Thema

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Seinen Antrag begründet der Stadtrat so: "Mit diesem Namen hätte der Platz an zentraler Stelle einen adäquaten Namenspatron, war doch Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, von 1619 bis 1620 als König Friedrich I., König von Böhmen, eine bedeutende Person der Geschichte." Da er seit seiner frühesten Kindheit eine enge Bindung zu Amberg hatte, "wäre eine solche Umbenennung durchaus angemessen", meint Fuchs. Und er fügt hinzu: "Sollten vielleicht manche dem politisch-korrekten Zeitgeist anhängende Menschen Probleme mit der Benennung des Platzes nach König Friedrich haben, so bestünde ja die Möglichkeit mittels QR-Code (wie im Stadtrat beschlossen) auf dessen wenig pazifistische Vergangenheit hinweisen. So könnte man auch Personen, die nur über marginale Kenntnisse der Geschichte verfügen, folglich nicht in historischen Zusammenhängen denken, sich aber dafür aber gerne mit umso mehr Engagement empören, in gewisser Weise befrieden."

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Fuchs erklärt seinen Vorschlag auch damit, dass Amberg nicht allzu viele historische Persönlichkeiten habe, nach denen man einen Platz oder eine Straße benennen kann. "Auf den Namen ,Winterkönig‘ sollte bei der Namensgebung bewusst verzichtet werden, da er Friedrich I. als Spottname gegeben wurde, nach dem er politisch gescheitert war", merkt Fuchs noch an. Trotz dieses Scheiterns sei Friedrich aber eine "bedeutende historische Persönlichkeit", die man entsprechend würdigen sollte.

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