23.03.2021 - 18:42 Uhr
AmbergOberpfalz

Neues Quartier am Spitalgraben soll gesamte Amberger Altstadt beleben

Im Amberger Ei mangelt es an modernem Wohnraum und der attraktiven Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs. Das hält die CSU-Fraktion fest. Mit den Plänen für Wohnen am Spitalgraben will sie Abhilfe schaffen.

Ein Modell der Innenstadt rund ums Bürgerspital-Areal mit dem geplanten neuen Wohnquartier am Spitalgraben (Ten-Brinke-Bau). Das ursprüngliche Modell existiert bei der Stadt Amberg und wurde von einem Regensburger Modellbauer für Ten Brinke nachgebaut. Es ist maßstabsgetreu und zeigt die tatsächliche Form des Baus mit dem Innenhof, der den Storg-Innenhof (Forum) aufgreift.
von Externer BeitragProfil

Seit 20 Jahren ist ein Trend unübersehbar: Immer weniger Menschen wohnen in der Amberger Innenstadt. Die CSU-Fraktion des Stadtrats möchte diese Entwicklung umkehren. In einer Presseerklärung teilt sie mit: Ein wichtiger Baustein in ihrem Konzept wird das neue Quartier am Spitalgraben sein, das der Projektentwickler Ten Brinke umsetzt.

In einer Videokonferenz haben sich die christsozialen Stadträte mit dem Team von Ten Brinke diese Aspekte des Vorhabens genauer angesehen. Tatsächlich liegt laut der CSU Wohnen in der Innenstadt im Trend: junge Menschen und die ältere Generation schätzten die kurzen Wege zu Einzelhandel, Dienstleistern, Ärzten und Freizeit- oder Kulturangeboten. Doch im Amberger Ei mangele es an modernem Wohnraum und der attraktiven Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs.

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Ruhiger Rückzugsort

„Dieses Defizit gleichen wir mit unseren zirka 50 attraktiven Wohnungen sowie einem modernen Lebensmittelmarkt, Dienstleistungsflächen und einem neu gestalteten attraktiven Aufenthaltsort aus“, erklärt Ten-Brinke-Projektentwickler Roland Seissler in der Pressemitteilung. Das Schlagwort laute "Urban Living". Darunter versteht Seissler, lebendige und schöne, teils öffentliche Räume mitten in der historischen Altstadt zu schaffen: „Einerseits werden den Innenstadtbewohnern Aufenthaltsqualität und Einkaufsmöglichkeiten im öffentlichen Raum geboten, anderseits haben die künftigen Bewohner einen ruhigen Rückzugsort, mitten in der Stadt.“

Im begrünten Innenhof im 1. Obergeschoss habe man die Möglichkeit zum gemeinsamen Aufenthalt, zudem werde den Bewohnern exklusiv die Möglichkeit gegeben, in Gemeinschaftshochbeeten „urban gardening“ zu betreiben.

Private Außenbereiche

Wichtig sei aus Sicht der CSU, dass nahezu jede Wohnung mit einer Loggia, einem Balkon oder einer Terrasse ausgestattet ist, die einen privaten Außenbereich darstellt. Ein urbanes Lebensgefühl für verschiedene Altersgruppen schaffe das Mehrgenerationenwohnen.

Die Fraktion begrüßte zudem, dass die Wohnungen zum Großteil barrierefrei und seniorengerecht seien. Der Befürchtung, es entstünden nur Wohnungen für Kapitalanleger, trat Ten-Brinke-Standortchefin Sandra Kainz entgegen: „Wir stellen vorwiegend kleine bis mittelgroße Wohnungen zur Verfügung.“ Einerseits benötigten Studierende und berufstätige Singles Wohnqualität, die auf wenig Wohnraum alles biete und den heutigen Ansprüchen der jungen und innovativen Bevölkerung entspreche. Andererseits werde bei der Grundrissgestaltung auch „Wert auf die Bedürfnisse der älteren und dynamischen Bewohner gelegt“.

Die zentrale Lage, die kurzen Wege innerhalb des Eis, die sehr gute Nahversorgung, die Freizeitaktivitäten in Kultur und Sport, die Anbindung an ÖPNV sowie den Fernverkehr werden nach Meinung der CSU das neue Wohnquartier am Spitalgraben zu einem Ausgangspunkt für die Belebung der gesamten Altstadt machen. Dazu sollen auch die Dienstleistungen und Ärzte beitragen, die in dem Gebäude zusätzlich geplant sind.

Schöberl: Echte Aufwertung

Fraktionsvorsitzender Matthias Schöberl fasste die positiven Reaktionen der CSU-Stadträte zusammen: „Wir sind davon überzeugt, dass die Kombination aus modernem Wohnen, Nahversorgung und Praxen eine echte Aufwertung darstellt und genau das ist, was wir auf diesem hochwertigen, aber schon viel zu lange brachliegenden Areal brauchen."

Auf dem gezeigten Modell dieses Teils der Innenstadt kann man laut Schöberl gut erkennen, wie sich der gegliederte Bau in die umgebende Bebauung einfügt: "Der Innenhof spiegelt den Innenhof des Forum-Gebäudes, die Nachbargebäude sind höher als das neue Wohnquartier. Im Gegensatz zum Dach des Ringtheaters wird das Dach des Neubaus komplett begrünt sein."

Ein umfassendes Dossier von Oberpfalz-Medien zum Bürgerspital-Areal

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Kommentare

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Albert Schindlbeck

Wieso gibt es außer einer mit Holzklötzchen dargestellten Bebauung des Bürgerspitalareals (siehe Foto zum Presseartikel) eigentlich keine weiteren realistischen Visualisierungen des Gebäudes einschließlich seiner Umgebung? Wie es bei Projekten dieser Dimension und in der Immobilienvermarktung allgemein heute absoluter Standard ist? Exemplarisch wäre hier z.B. die aufschlussreiche Visualisierung des gegenüberliegenden Drei-Höfe-Projektes samt fotorealistischer Animation mit „Durch- und Umflug“ ums Gebäude zu erwähnen.

24.03.2021