26.05.2020 - 14:56 Uhr
AmbergOberpfalz

Wandern in der Bayerischen Toskana: Wacholderwanderweg

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Hubert Zaremba kennt schon von Berufs wegen die idyllischen Ecken im Landkreis Amberg-Sulzbach. Der Tourismus-Chef im Landratsamt hat zwei Tipps für Wandertouren parat. Eine davon kann man sich sogar auf der Zunge zergehen lassen.

Der Wacholderwanderweg im Lauterachtal (Landkreis Amberg-Sulzbach): Bei diesem Blick wird klar, warum die Gegend auch Bayerische Toskana genannt wird.
von Heike Unger Kontakt Profil

Hubert Zaremba leitet im Landratsamt das Sachgebiet Marketing, Tourismus und Kultur. Er empfiehlt allen, die dieses Jahr an einen Urlaub daheim denken, einen Ausflug auf dem Wacholderwanderweg in der "Bayerischen Toskana", dem Lauterachtal.

Eine der schönsten Wege im Jura

Der Wacholder (Juniperus communis) liebt die Sonne und einen steinigen, mageren Boden, erklärt Hubert Zaremba: "An den sonnigen Jurahängen zwischen Schmidmühlen und Kastl gedeiht er prächtig und ist der Namensgeber für den märchenhaften Wanderweg, der hier durch idyllische Landschaften verläuft." Für den Tourismus-Chef des Landkreises steht fest: "Der Wacholderwanderweg gehört zu den schönsten Wanderwegen im Jura."

Hubert Zaremba, Leiter des Sachgebiets Marketing, Tourismus und Kultur im Landratsamt Amberg-Sulzbach.

Die Lauterach als Begleiter

Auf einer Strecke von 31 Kilometern führt diese Tour immer wieder mitten durch die Wacholderheide, über ausgedehnte Magerrasenwiesen, auf denen wilde Orchideen blühen und Schafe weiden. "Völlig zu Recht wird dieses berauschende Stück Land gerne als die Bayerische Toskana bezeichnet", betont Zaremba: "Die Lauterach, ein romantischer Jura-Bach, ist der ständiger Begleiter und schlängelt sich plätschernd durch sein Tal."

Und noch eine Besonderheit gibt es, die Zaremba als Tipp hinzufügt: "Wer sich den Wacholderwanderweg auf der Zunge zergehen lassen möchte, der deckt sich am besten in der Pension Stauber in Hohenburg oder in der Tourist-Info Amberg mit Wacholderwanderwegs-Gin ein." Die Wacholderbeeren für diese Spirituose kommen mitunter tatsächlich aus dem Lauterachtal.

Eine Spezialität: Wacholderwanderweg-Gin

Hohenburg
Wander-Tipp im Landkreis Amberg-Sulzbach:

Der Erzweg bei Auerbach

"Der Erzweg ist Wandern und Geschichtskunde zugleich", sagt Hubert Zaremba, Tourismus-Chef am Landratsamt Amberg-Sulzbach. Genau deshalb empfiehlt er diese besondere Wanderroute bei Auerbach (Landkreis Amberg-Sulzbach).

"Der Erzweg verbindet Stätten im Landkreis, die eine über 1000-jährige Bergbautradition aufweisen", erklärt Zaremba. Wer hier unterwegs ist, stoße dabei immer wieder "auf eindrucksvolle Reste der einstigen Montangeschichte, die dieser Region zurecht den Beinamen ,Ruhrgebiet des Mittelalters‘ verliehen hat".

Ein Glanzlicht dieses Weges ist laut Zaremba die Etappe von Michelfeld nach Auerbach: "Ausgezeichnet choreographiert dieser Abschnitt die lange Erztradition der früheren Hauptstadt des neuböhmischen Reichs. Ab Michelfeld geht es an Saaß vorbei ins Speckbachtal, wo das Felsländle als Rastplatz dient. Aus der Ferne ist bald der Förderturm der Grube Leonie zu sehen, die 1987 stillgelegt wurde." Folgt man der Markierung weiter, gelangt man zunächst zum alten Bergbaugelände, das einst zur größten Erzlagerstätte der Oberpfalz gehörte. Die Grubenfelder werden heute von Auerochsen beweidet. Von dort ist es nicht mehr weit in die Stadtmitte von Auerbach.

Idylle im Landkreis Amberg-Sulzbach: Auf dem Erzweg bei Auerbach begegnet man Auerochsen, die bei der ehemaligen Grube Leonie weiden.

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