Rund fünf Tage nach der missglückten Luftlandeübung der 173. Airborne Brigade am vergangenen Mittwoch, hat sich die gesundheitliche Situation der verletzten Fallschirmspringer und Feuerwehrkräfte entspannt. Wie der Sprecher der US-Armee, André Potzler, mitteilte, konnten bereits am Donnerstag nach dem Unglück drei der insgesamt sechs verletzten Springer aus den örtlichen Krankenhäusern entlassen werden und in ihre Einheiten zurückkehren, wo sie ihren Dienst wieder aufnahmen.
Fast 200 Fallschirmspringer nahmen an dem Abend an der Übung teil. Sechs Männer landeten aus bislang noch ungeklärter Ursache in zum Teil zehn Meter hohen Bäumen aus denen sie geborgen werden mussten. Dabei zogen sie sich Prellungen und Knochenbrüche zu. Pressesprecher André Potzler gab nun Entwarnung: "Wir gehen davon aus, dass sich alle wieder vollkommen erholen werden."
Verletzte Einsatzkräfte
Rund 170 Einsatzkräfte waren am Mittwochabend damit beschäftigt, die Lage in den Griff zu bekommen. Elf Rettungswagen, fünf Notärzte, Polizei, Bergwacht und die Feuerwehren aus Kirchenthumbach, Hütten, Kaltenbrunn, Grafenwöhr und Gmünd waren vor Ort. Sechs Hubschrauber kreisten. Im Rahmen der Bergungsarbeiten verletzten sich auch zwei Einsatzkräfte.
Fallschirmspringer stürzt auf Retter
Am schwersten hatte es einen 62-jährigen Feuerwehrmann der US-Berufsfeuerwehr, die ihren Zuständigkeitsbereich auf dem Truppenübungsplatz in Grafenwöhr hat, erwischt. Er verletzte sich, als ein zu bergender Fallschirmspringer durch den Baum zu Boden fiel. Für Hauptkommissar Walter Schäffler von der Polizei Eschenbach sei das eine "Verkettung unglücklicher Umstände" gewesen.
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Die Verletzungen des 62-Jährigen seien jedoch nicht so bedrohlich gewesen wie zuerst angenommen. Dies bestätigte auch Potzler: "Der Feuerwehrmann ist auf dem Weg der Besserung und wird voraussichtlich keine bleibenden Schäden vom Unfall zurückbehalten."
Unfallursache weiter unklar
Die Polizeiinspektion Eschenbach hat die Ermittlungen bezüglich des Vorfalls mit dem Feuerwehrmann bereits beendet und wird die Ergebnisse in einem Bericht der Staatsanwaltschaft in Weiden übergeben, erklärte Schäffler. Alle weiteren Ermittlungen wären Sache der US-Armee, so der Hauptkommissar. Die US-Armee untersucht unterdessen noch die Ursache für die Bruchlandung der Fallschirmspringer. Pressesprecher Potzler erklärte, dass wegen der laufenden Ermittlungen aktuell noch keine Auskünfte zu möglichen Gründen erteilt werden können.





















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