22.11.2020 - 17:10 Uhr
IllschwangOberpfalz

Neubaugebiet „Am Weidenberg“ Illschwang: Alle stimmen für Karl-Burger-Straße

Für den Zeitraum 2021 bis 2023 legte der Gemeinderat Illschwang die Gebührenkalkulation für das Abwasser neu fest. Sie setzt sich zusammen aus einer Grundgebühr von 36 Euro pro Jahr und einem Kubikmeterpreis von 2,43 Euro.

Derzeit sind im neuen Baugebiet „Am Weidenberg“ die Erschließungsarbeiten im vollen Gang. Für die 17 Parzellen gibt es insgesamt 60 Interessenten. Der Gemeinderat beschloss in der Novembersitzung, dass die Straße durch das neue Baugebiet Karl-Burger-Straße heißen soll.
von Norbert WeisProfil

Die letzte Kalkulation stammt vom 1. Januar 2003. Damals lag der Preis bei 2,44 Euro. Eine Grundgebühr gab es bisher nicht. Nun standen drei Vorschläge zur Entscheidung an: ein Kubikmeterpreis von 2,69 Euro weiterhin ohne Grundgebühr, ein Preis von 2,43 Euro bei 36 Euro Grundgebühr, sowie ein Preis von 2,25 Euro bei einer Grundgebühr von 60 Euro. Einstimmig beschloss der Rat die Variante mit einer Grundgebühr von 36 Euro.

Formulierungen klären

Der größte Teil des Abwassers wird in die Kläranlagen in Sulzbach-Rosenberg und Theuern eingeleitet. Im Zusammenhang mit der Entscheidung über die Neukalkulation ging es auch noch um die Änderung der Satzung für die öffentliche Entwässerungsanlage und die Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung. Beide stammen aus dem Jahr 2001. Sie wurden in den letzten Wochen von der Leiterin der Verwaltungsgemeinschaft Isabel Köstler und der Kämmerin Melanie Haller überarbeitet und jetzt dem Gremium zur Entscheidung vorgelegt. Breite Zustimmung fand die Beitrags- und Gebührensatzung.

Dagegen wurde die Entscheidung über die Entwässerungsanlage in die Dezembersitzung vertagt, weil einige Formulierungen bei den zuständigen Fachbehörden noch abgeklärt werden müssen. Mit 6:9 Stimmen lehnten die Räte die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens zur Tektur zum Bauantrag auf Neubau einer Garage in Schöpfendorf ab. Ein entsprechendes Anliegen hatte das Landratsamt gestellt. Es geht dabei um die Einhaltung von Abstandsflächen. Die Garage war anders gebaut worden als im ursprünglichen Bauplan vorgesehen. Damit war der Grundstücksnachbar nicht einverstanden.

Ein weiterer Punkt betraf die Benennung der Straßennamen im neuen Baugebiet, in Richtung Pesensricht, das gegenwärtig erschlossen wird. Bürgermeister Dieter Dehling wies darauf hin, dass ein Straßenname mit entsprechender Durchnummerierung dafür ausreichend ist.

Der Fraktionsvorsitzende der CSU/BV Werner Englhard brachte Altbürgermeister Karl Burger ins Gespräch. Er erinnerte an dessen Wirken als Gemeindeoberhaupt in einem Zeitraum von 36 Jahren. Burger habe die Gemeinde maßgeblich geprägt. Englhard merkte an, nachdem man für das Baugebiet Sandäckerweg kirchliche Persönlichkeiten für die Straßennamen ausgewählt hat, sei es nun an der Zeit, Straßen Persönlichkeiten aus dem politischen Bereich zu widmen. Als Alternative hatten Elke Pirner und Gerald Habermehl „Am Weidenberg" in die Diskussion eingebracht. Begründet wurde dies damit, dass es in unmittelbarer Nachbarschaft das Baugebiet „Am Kuhberg“ gibt.

Gute Erfahrungen

Einstimmig sprachen sich die Räte schließlich für die „Karl-Burger-Straße“ aus. Ergänzend zu diesem Thema wies Bürgermeister Dieter Dehling darauf hin, dass die Erschließungsarbeiten, witterungs- und coronabedingt, erst im neuen Jahr zum Abschluss kommen. Zustimmung erteilte der Gemeinderat der Gründung einer gemeinnützigen GmbH (gGmbH) für Kindergärten in den Dekanaten Habsberg und Neumarkt. Dazu gehören alle Einrichtungen, die unter kirchlicher Trägerschaft stehen, zu dem auch die Kita St. Vitus gehört. Die Diözese will eine gGmbH auch in dieser Region schaffen, da sie im Bereich Ingolstadt bereits gute Erfahrungen damit gemacht habe. Der Rathauschef wies darauf hin, dass die Verträge zwischen Gemeinde und Kirche ihre Gültigkeit behalten. Ansprechpartner ist somit nicht mehr die Kirchenverwaltung vor Ort, sondern die neue Verwaltungseinheit.

Rote Wand gesperrt

Bürgermeister Dehling wies darauf hin, dass nach einem Unfall in der „Roten Wand“ im Pürschläger Tal die dortige Wand gesperrt worden ist. Allerdings werde dies oft missachtet. Zur umstrittenen Bahnstromtrasse wies er darauf hin, dass verschiedene Gespräche geführt wurden. Es werde nun ein Gutachten erstellt, bei dem die Gemeinden ein Mitspracherecht erhalten.

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