20.02.2020 - 10:42 Uhr
KemnathOberpfalz

Landratskandidaten aus Tirschenreuth: Warum bin ich der/die Richtige?

Die vier Landratskandidaten des Landkreises Tirschenreuth dürfen am Ende der Podiumsdiskussion in Kemnath noch einmal rund drei Minuten für sich werben. Dazu wird extra ein Stehpult aufgestellt. Die Reihenfolge wurde im Vorfeld ausgelost.

Die vier Landratskandidaten (von links) Roland Grillmeier (CSU), Thomas Döhler (SPD), Ely Eibisch (Freie Wähler) und Anna Toman (Grüne) präsentieren ihre Ideen für den Landkreis. Moderator Jürgen Preisinger (rechts) leitet auch die Fragen der Bürger weiter.
von Martin Maier Kontakt Profil
Abschlussstatement von Roland Grillmeier (SPD).

Den Anfang macht Roland Grillmeier. Er verweist auf seine schon langjährige politische Karriere als Kreisrat und Bürgermeister für die CSU. "Ich bin Teamplayer und habe mit meinen Kollegen in den letzten Jahren schon einiges vorangebracht", stellt der 48-Jährige fest. Der Landkreis habe sich zu einer Top-Region in Bayern entwickelt. Dafür gebe es drei maßgebliche Gründe: aktive und ideenreiche Kommunalpolitik, Unternehmen, die zu dieser Region stehen, sowie engagierte Menschen. "Diesen Dreiklang versuche ich, auch in meinem Beruf zu leben." Als zukünftige Themen zählt er unter anderem "Verwaltung neu denken", serviceorientierte Behörden und die Stärkung der Unternehmen auf. "Als Landrat will ich begeistert Heimat leben. Ich will sie gemeinsam mit Ihnen gestalten", schließt der Mitterteicher seine Ausführungen.

Abschlussstatement von Anna Toman (Grüne).

Die Landtagsabgeordnete Anna Toman will aus ihrer Heimat nicht weg. "Ich möchte viel aktiver vor Ort gestalten", erklärt die Bärnauerin. Dadurch könne sie auch Ergebnisse sehen. "Ich möchte zudem einen Generationenwechsel im Landkreis anstoßen. Ich bin tatsächlich die einzige auf diesem Podium, die dies schaffen kann", sagt die 28-Jährige mit Blick auf ihre drei älteren Gegenkandidaten. Besonders wichtig seien ihr die Frauen. Kinderbetreuungsangebote müssten ausgeweitet werden, um Familie und Karriere auch für Frauen viel leichter zu ermöglichen. Die "Inklusive Modellregion" wolle sie weiterentwickeln. Und natürlich liege ihr als Grünen-Politikerin besonders der Umwelt- und Klimaschutz am Herzen. Ihr Ziel: "Den Landkreis Tirschenreuth zum grünsten Landkreis in Bayern gestalten."

Abschlussstatement von Ely Eibisch (Freie Wähler).

Seit 22 Jahren macht Ely Eibisch Kommunalpolitik im Ehrenamt. Die Arbeit von Landrat Wolfgang Lippert begeistere ihn. "Er macht Politik über Parteigrenzen hinweg zum Wohle unserer Bürger. Das will ich weiterführen", erklärt der Freie Wähler. Seine Erfahrungen als Landwirt und Unternehmer wolle der 51-Jährige hier einbringen. Der Kaibitzer spricht sich für ein Jugendparlament aus. Ein bürgerfreundliches Landratsamt will er durch Digitalisierung und den Beitritt zum Innovationsring schaffen. Und durch eine Bürgersprechstunde "will ich ein Landrat zum Anfassen sein".

Abschlussstatement von Thomas Döhler (SPD).

Gleich zu Beginn verweist Thomas Döhler darauf, dass er in Sachsen-Anhalt geboren ist. Seit 2000 lebt er im Landkreis Tirschenreuth. "Ich fühle mich hier sauwohl. Und möchte gerne etwas als Landrat von dem zurückgeben, was ich hier Positives erfahren habe." Der Pechbrunner arbeitet seit elf Jahren im Büro der SPD-Landtagsabgeordneten Annette Karl. Dort habe er mitbekommen, welche Probleme und Wünsche die Bürger und Kommunen haben. Als wichtige Aufgaben identifiziert der 49-Jährige einen flächendeckenden ÖPNV, Sicherung der Gesundheitsversorgung und die Bildungsregion. "Da möchte ich mitgestalten." Die Aufmerksamkeit zieht der Sozialdemokrat mit seinen letzten Sätzen auf sich: "Ich bin überzeugt, dass ich Landrat werde. Weil der 'Neue Tag' hat mich vor kurzem zum Außenseiter erklärt. Und der letzte Außenseiter bei der Landratswahl hat den Landkreis die letzten zwölf Jahre regiert", spielt er auf Landrat Wolfgang Lippert an.

Die Landratskandidaten positionieren sich zu Windrädern, Süd-Ost-Link und Kliniken AG.

Kemnath

Jugendarbeit und Ehrenamt sorgen bei den Landratskandidaten für Gesprächsstoff.

Kemnath

Bauen, Mobilität und interkommunale Zusammenarbeit waren weitere Themenblöcke bei der Podiumsdiskussion.

Kemnath

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