23.03.2020 - 11:16 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

CSU Schnaittenbach diskutiert mit örtlicher Feuerwehr über Führerschein

„Die Stadt Schnaittenbach hat mit einem enormen Kraftakt die Feuerwehr auf den Stand der Technik gebracht“, würdigt Kommandant Michael Werner vor Vertretern der CSU die Investitionen der vergangenen Jahre in die Ausrüstung.

Landtagsabgeordneter Dr. Harald Schwartz (Zweiter von links) informiert sich bei der Feuerwehr Schnaittenbach über deren Ausstattung und anstehende Aufgaben. Mit dabei (von rechts) die beiden Kommandanten Karl Hottner (2.), Michael Werner (1.), Bürgermeister Sepp Reindl, Jugendbeauftragter Marcus Eichenmüller und Kreisbrandrat Fredi Weiß (links).
von Werner SchulzProfil

Bürgermeister Josef Reindl sah dies als konsequent an, habe es doch gegolten, nicht nur die betagten Fahrzeuge auszutauschen, sondern auch die Feuerwehr auf die Gegebenheiten und das Einsatzgeschehen der heutigen Zeit einzustellen. Dankbar war Reindl für die Zuschüsse vom Freistaat Bayern, die es enorm erleichtert hätten, die Beschaffung finanziell zu stemmen.

Allerdings ist nun auch das Mehrzweckfahrzeug (MZF) mit 20 Jahren in einem Alter und Zustand, in dem an einen Ersatz zu denken ist. Die Führung der Stützpunktfeuerwehr hat sich hierzu schon Gedanken gemacht und steht nun vor der Frage der Gewichtsklasse. Während das derzeite Fahrzeug ein VW T4 mit dem Pkw-Führerschein (Klasse B) gefahren werden darf, ist das bei den MZF der aktuellen Norm nicht mehr gegeben. Ab einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen ist mindestens der Führerschein der Klasse C1 erforderlich. Daher wurde der sogenannte Feuerwehrführerschein eingeführt, der es auch Besitzern der Führerscheinklasse B mit einer Zusatzausbildung erlaubt, Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen für den Feuerwehrdienst zu führen.

Um die gesetzlichen Möglichkeiten auszuloten, stellte CSU-Ortsvorsitzender Marcus Eichenmüller den Kontakt zum Landtagsabgeordneten Harald Schwartz her, der sich vor Ort informierte. Auch Kreisbrandrat Fredi Weiß stand beratend zur Seite. Eine entsprechende Anfrage an das Innenministerium wurde zwischenzeitlich beantwortet. Darin heißt es, dass es sich bei einem Mehrzweckfahrzeug (MZF) nicht um ein Normfahrzeug nach DIN, sondern um ein bayerisches Feuerwehrfahrzeug handelt. Aufgrund der stetig steigenden Masse der Basisfahrzeuge, wofür Kombi-Fahrzeuge auf Transporterfahrgestellen verwendet werden, seien zulässige Gesamtmassen von 3500 Kilogramm kaum noch zu realisieren. Daher habe das Staatsministerium des Inneren die zulässige Gesamtmasse für MZF auf maximal 4000 beziehungsweise 4300 Kilogramm (mit Allradantrieb) angehoben.

In dem Schreiben ging das Ministerium auch auf die Konzeption des Fahrzeugs ein. Diese sieht die Errichtung einer Führungsstelle sowie den Transport von Mannschaft und Gerät vor. Die Transportaufgaben müssten sich dabei aber innerhalb der zulässigen Gesamtmassen halten. Hierzu diene auch die sogenannte Gewichtsreserve.

Der Verzicht auf Ausstattungen wie eine Anhängerkupplung stellt für die Führungskräfte keine Option dar, da das Fahrzeug für die Zukunft ausgelegt werden müsse. Insbesondere den Aufgaben der neu eingerichteten Abschnittsführungsstelle wolle man ebenfalls gerecht werden. Die beiden Kommandanten Michael Werner und Karl Hottner wollen die Ausbildung für den Feuerwehrführerschein in der nächsten Zeit intensivieren und bekamen hierzu Unterstützung von Kreisbrandrat Fredi Weiß. Dieser verwies darauf, dass diese Fahrerlaubnis für Feuerwehrdienstleistende eine gute Errungenschaft sei und bezeichnete diese als „kostenneutrale und anforderungsgerechte Einrichtung“.

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