11.08.2021 - 17:22 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Kinder machen Schulmuseum zur Kornkammer und Backstube

Auch im Schulmuseum in Sulzbach-Rosenberg kehrt wieder Leben ein. Mädchen und Buben im Grundschulalter lernen, wie aus Körnern Brot wird. Und das Beste: Sie dürfen es selber backen.

Edith Niebler füllt die kleinen Tontöpfe der Kinder mit Brotteig.
von Helga KammProfil

Es war wieder einmal die Kräuterpädagogin Edith Niebler, die im Schulmuseum in Rosenberg ihr Wissen weitergab. Zwölf Kinder scharten sich um sie, als sie Getreidebüschel auf dem Tisch ausbreitete und die verschiedenen Ähren und Körner beschrieb.

Mindestens zwei Dutzend weitere junge Backfreunde musste Martina Herbst auf die Warteliste des Schulmuseums nehmen. Corona-bedingt wurde die Teilnehmerzahl klein gehalten. Masken zu tragen in den Innenräumen des Museums war für die Mädchen und Buben kein Problem, das Abstandhalten dagegen nicht immer leicht.

Die Haferquetsche im Einsatz

Hafer, Weizen, Roggen, Dinkel und Gerste zu bestimmen, fällt vielfach Erwachsenen schwer. Auch die meisten Kinder sahen die einzelnen Ähren zum ersten Mal und hörten, wofür die verschiedenen Körner verwendet werden. Sie erfuhren, welchen Wert für eine gesunde Ernährung die Vollkörner haben. Sie durften die Haferquetsche bedienen, die aus den Körnern Flocken macht. "Für unser Müsli, mit Milch und Früchten", wurde richtig erkannt.

Die Referentin hatte einen Brotteig aus Roggen- und Dinkelmehl mit etwas Hefe angesetzt, den die Kinder in kleine Tongefäße abfüllen durften. Mit den einzelnen Namen versehen, kamen die Förmchen in den Backofen und wurden zu einem duftenden, knusprigen Genuss, der mit nach Hause genommen werden konnte.

Kräuterbuschen für Mariä Himmelfahrt

Für jedes der Kinder hatte Edith Niebler ein Geschenk in Form eines Körnerkissens dabei. Sie hatte die Kissen mit Dinkel gefüllt und mit hübschen Applikationen verziert. "Getreidekörner halten länger warm als zum Beispiel Kirschkerne", erfuhren die Kinder und erhielten eine schriftliche Anleitung zum Erwärmen der Körner.

Sorgfältig waren für die kleinen Teilnehmer der Kreativwerkstatt Säfte bereitgestellt, und in der Mittagszeit durften sich alle mit Kräuteraufstrich-Broten satt essen. Um Kräuter ging es auch, als die Pädagogin aus Ammerthal mit den Kindern Kräuterbuschen band. Sie erklärte dazu, dass bestimmte heimische Heilpflanzen zum Fest Mariä Himmelfahrt zu kleinen Sträußen zusammengefasst und zum Schutz im Haus aufgehängt oder verräuchert werden.

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Eifrig werden die Tontöpfchen gefettet, damit das gebackene Brot später nicht kleben bleibt.
Mit der Haferquetsche machen die Buben aus Körnern Flocken.
Aus Kräutern und Blumen durften die Teilnehmer der Kreativwerkstatt Kräuterbuschen binden.

"Getreidekörner halten länger warm als zum Beispiel Kirschkerne."

Edith Nieblers Tipp für Wärmekissen

 

 

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