20.05.2021 - 16:26 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Impfzentrum Waldsassen: Momentan schlechte Chancen auf Erstimpfung

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Im Impfzentrum des Landkreises Tirschenreuth liegt die nächsten Wochen der Fokus auf Zweitimpfungen. Trotzdem appellieren die Verantwortlichen sich weiterhin beim bayernweiten Impfportal zu registrieren.

Im Impfzentrum Waldsassen werden die nächsten Wochen vor allem Zweitimpfdosen verimpft.
von Martin Maier Kontakt Profil

Im Landkreis Tirschenreuth gab es bisher knapp 42.000 Corona-Impfungen. Die Impfquote bei den Erstimpfungen liegt bei über 43 Prozent. Aus diesem Grund folgen immer mehr Zweitimpfungen. Verbunden mit dem aktuellen Impfstoffmangel wird es daher in den nächsten Wochen im Impfzentrum Waldsassen fast nur Zweitimpfungen geben.

„Wir bekommen die nächsten zwei Wochen nur Lieferungen für Zweitimpfungen“, erklärt Fabian Polster von der Pressestelle des Landratsamts. Insgesamt wird mit 4150 Impfdosen gerechnet. In einer Mitteilung macht BRK-Chef Holger Schedl darauf aufmerksam, dass die Zweitimpfungen pünktlich erfolgen müssen. „Deshalb muss der zur Verfügung stehende Impfstoff jetzt dafür vorgehalten werden.“

Fragen zum Impfstoffwechsel

Das bedeute aber nicht, dass keine Erstimpfungen mehr durchgeführt werden. Diese könnten weiterhin beim Hausarzt erfolgen. „Sollten außerdem Impfdosen übrig bleiben, die nicht für Zweitimpfungen verwendet werden, müssen oder sollten Termine für Zweitimpfungen abgesagt werden, werden auch im Impfzentrum weiter Erstimpfungen gemacht“, erläutert Schedl das Prozedere. Leider sei dies aber schwer vorherzusagen und auch die Impfstofflieferungen für die anstehende Zeit würden trotz ursprünglich fester Zusagen stark schwanken.

Für Fragen sorgt auch immer wieder der Impfstoffwechsel: Seit dem 15. Mai können Menschen unter 60 Jahren, die als Erstimpfung Astrazeneca erhalten hatten, zu einem mRNA-Impfstoff wechseln. Rund die Hälfte der Betroffenen greift laut Polster auf diese Möglichkeit zurück. Die Entscheidung dafür müssten die unter 60-Jährigen erst im Impfzentrum treffen.

Bitte um Sonderkontingent

Auch Landrat Roland Grillmeier äußert sich in der Mitteilung zur Impfsituation: „In Bayern und vor allem auch bei uns im Landkreis Tirschenreuth gab es in den vergangenen Monaten große Erfolge bei den Erstimpfungen, was entscheidend zu unserer derzeitigen, äußerst positiven Situation beiträgt.“ Außerdem verweist er darauf, dass Tirschenreuth es als einer der ersten Landkreise geschafft habe, die Prioritätsgruppen 1 und 2 mit den am meisten gefährdeten Menschen zu impfen. „Wir sind auch schon sehr weit fortgeschritten in der Priorität 3.“ Es sei sehr ärgerlich, dass nun nicht wie zugesagt entsprechend Impfstoff zur Verfügung stehe. „Darauf haben wir aber leider keinen Einfluss.“ Der Landkreis habe erneut um ein Sonderkontingent gebeten, „um den bisherigen Impferfolg nicht zu gefährden“.

Auch zur Kampagne „Jetzt registrieren“ äußert sich Grillmeier: „Auch wenn der Impfstoff nun noch einmal knapp ist und vor allem Zweitimpfungen durchgeführt werden, ist es wichtig für uns, dass sich die Bürgerinnen und Bürger registrieren.“ Man wolle eine Situation vermeiden, in der man plötzlich zu wenig Registrierte habe. Daher sei es richtig gewesen, diese Kampagne frühzeitig ins Leben zu rufen. Die Registrierungen seien auch merklich gestiegen, was die Planung für die kommende Zeit deutlich erleichtere.

BRK-Mitarbeiter sprechen über ihre Arbeit im Impfzentrum

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Hintergrund :

Impfzahlen des Landkreises Tirschenreuth

  • Impfungen gesamt: 41.918
  • Erstimpfungen: 25.464
  • Zweitimpfungen: 10.043
  • Hausarztimpfungen: 6.411 (davon 732 Zweitimpfungen)
  • Impfquote (Erstimpfungen inkl. Hausärzte): 43,33 Prozent
  • Impfquote (Zweitimpfungen inkl. Hausärzte): 15,05 Prozent (Stand: 19. Mai)

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