16.08.2021 - 11:50 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Kliniken Nordoberpfalz AG für CSU und Zukunftsliste kein "Spielball politischer Interessen"

Wie geht es weiter bei der Kliniken Nordoberpfalz AG? Die Kreistagsfraktionen der CSU und Zukunftsliste im Landkreis Tirschenreuth nehmen nun auch Stellung und kritisieren vor allem die Freien Wähler.

Zu der Kliniken Nordoberpfalz AG gehört auch das Krankenhaus in Kemnath.
von Martin Maier Kontakt Profil

Nun äußern sich auch die Kreistagsfraktionen von CSU und Zukunftsliste im Landkreis Tirschenreuth zu den Vorgängen rund um die Klinken Nordoberpfalz AG. Oberpfalz-Medien hatte am 5. August berichtet, dass sich die Anzeichen für eine Ablösung an der Spitze der Kliniken AG verdichten. Darauf hatten die Freien Wähler und die SPD mit Mitteilungen reagiert. Auch darauf beziehen sich CSU und Zukunftsliste in ihrer Presseerklärung.

Darin schreiben sie, dass das Konzept, eine breite fachspezifische Palette über die ganze AG hinweg anzubieten und dabei die Kompetenzen der jeweiligen Häuser vor Ort zu spezialisieren und zu stärken, eindeutig der richtige Weg sei, um die Standorte zu erhalten. Dieses Vorgehen würden sie auch beim derzeit eingeschlagenen Sanierungskurs einfordern. "Unabhängig davon, wer Vorstand ist, ist mit dem Sanierungskonzept dieser Weg klar beschrieben und daran halten wir fest."

Verwunderung beim Landrat

Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass öffentliche Auseinandersetzungen der Kliniken AG großen Schaden zufügen würden. Es könne und dürfe nicht alles öffentlich breitgetreten werden. „Roland Grillmeier informiert zuverlässig, fortgesetzt und umfassend alle Fraktionen im Kreistag über die Umsetzung der Sanierung und die Entwicklungen in den Kliniken“, wird Matthias Grundler, Fraktionssprecher der Zukunftsliste, zitiert. Laut Landrat Grillmeier werde der noch in der Amtszeit seines Vorgängers (Wolfgang Lippert, Freie Wähler) eingeschlagene Weg fortgeführt. Grillmeiers Verwunderung darüber, dass gerade die Freien Wähler hierzu als erstes eine Debatte anstoßen, sei groß.

Kritik an den Freien Wählern übt ebenso CSU-Fraktionssprecher Bernd Sommer: „Die Fraktion der Freien Wähler hat auch ein Aufsichtsratsmandat in der Kliniken AG erhalten. Dieses Mandat muss aber jetzt auch ausgefüllt und Informationen fraktionsintern weitergegeben werden. Der Informationsstand jedenfalls ist gewahrt." Jetzt öffentliche Sitzungen einzufordern, sei populistisch.

"Schnelle Schlagzeilen in der Presse"

Die neue Aufteilung der Gesellschaftsanteile zu gleichen Teilen an die drei Gebietskörperschaften (1/3-Lösung), ein neu bestimmter, schlankerer Aufsichtsrat und das konsequente Einbinden von Know-How von außen seien Grundvoraussetzungen, die Kliniken AG aus der Krise zu führen. "Das sollte auf keinen Fall leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden, schon gar nicht, um ein paar schnelle Schlagzeilen in der Presse zu haben", so die Fraktionen in der Mitteilung weiter.

Weder die Mitarbeiter noch die Patienten hätten es verdient, dass das Unternehmen erneut zum Spielball politischer Interessen werde. CSU und Zukunftsliste würden sich für ein "unaufgeregtes, konsequent zielorientiertes und sachliches Vorgehen im weiteren Verlauf des Sanierungsprozesses der Kliniken AG" aussprechen.

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