09.02.2021 - 14:42 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Im Kreis Tirschenreuth mehr Nachwuchs in Baby-Bettchen

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Wenn das kein Grund zur Freude ist: Endlich wurden mal wieder mehr als 600 Babys im Landkreis Tirschenreuth jährlich geboren. Das größte Plus verzeichnen zwei kleine Gemeinden.

622 Neugeborene haben die Standesämter im Landkreis Tirschenreuth 2020 registriert.
von Michaela Kraus Kontakt Profil

Genau 622 Neugeborene haben die Standesämter 2020 registriert. Das sind 33 Babys mehr als im Vorjahr. Rein theoretisch kann also in sechs Jahren locker eine Schulklasse mehr gebildet werden. Die Statistik erfasst alle Neubürger, deren Eltern zum Zeitpunkt der Geburt in einer Gemeinde des Landkreises ihren Wohnsitz hatten. Sieht man von einem Zwischenhoch 2016 ab, waren es zuletzt vor 17 Jahren ähnlich viele Babys.

Interessant ist ein detaillierter Blick auf die Entwicklung in den einzelnen Kommunen. So erscheint die Lage in den Städten recht stabil. In Tirschenreuth, wo mit 74 Mädchen und Buben die meisten Kinder das Licht der Welt erblickten, gibt es seit Jahren einen leichten Aufwärtstrend. Ebenso in Mitterteich, das mit 63 Babys weiter auf Platz zwei liegt. In Waldsassen (55) hat sich die Geburtenzahl auf einen recht stabilen Wert eingependelt, ebenso in Kemnath (49) und Erbendorf (45). Auch in Waldershof (31) und in Bärnau (27) gab es zuletzt keine extremen Ausschläge.

In 15 Gemeinden kletterte die Anzahl der Geburten 2020 nach oben.

Der Markt Plößberg behauptet sich mit 37 Geburten jährlich relativ weit vorn. Wiesau verzeichnet 30 Neugeborene und hat den vorübergehenden Durchhänger von 2017, als es nur 18 Babys waren, wieder ausgebügelt. Erstaunlich ist die Entwicklung in Fuchsmühl: Hier freut man sich über 20 neue Kinder, nachdem es 2019 nur 5 waren. Dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren folgte also prompt ein neuer Höchstwert.

Aufatmen auch in Neusorg: Nach nur 6 Geburten im Vorjahr waren es diesmal gleich 17. Damit bewegt sich die kleine Gemeinde wieder auf gewohntem Niveau. In Friedenfels ist die vorübergehende Talsohle auch durchschritten: Nach dem absoluten Tiefpunkt 2015, als nur ein Kind zur Welt kam, sind es jetzt 15.

Am zuverlässigsten ist die Geburtenlage in Kastl. Hier wurden in den vergangenen drei Jahren jeweils 12 Babys registriert. Nach oben zeigt der Trend zuletzt in Ebnath mit 13 Neugeborenen. Auf recht stabilem Level erscheint die Lage in Kulmain (22), Pechbrunn (15), Konnersreuth (15), Mähring (13), Leonberg (12) und Krummennaab (10). Nach dem Rekord von 20 Geburten wieder auf ein Normalmaß von 11 zurückgegangen ist die Zahl in Brand. Mit 9 Geburten zeigt die Tendenz in Reuth wieder leicht nach oben.

Es kommen wieder mehr Kinder zur Welt. Die Kurve zeigt leicht nach oben.

In Falkenberg, der einwohnermäßig kleinsten Gemeinde des Landkreises, wurden immerhin 7 neue Erdenbürger gezählt. 10 waren es im doppelt so großen Immenreuth, wo sich der bisherige Tiefstand von 2018 wiederholte. Mit nur 6 Babys fällt die Bilanz in Bad Neualbenreuth erneut wenig erfreulich aus. Nur einstellig ist die Zahl der neuen Bürger auch in Pullenreuth. 4 Geburten markieren einen neuen Tiefststand.

Trotz mancher nicht so erfreulichen Nachricht fällt die Bilanz für den Landkreis diesmal sehr positiv aus: Mit 622 neuen Erdenbürgern nähert man sich den Zahlen kurz nach der Jahrtausendwende. Und damals gab es mit rund 7000 Einwohnern mehr noch ein größeres Potenzial zur Familiengründung.

Auch die Baby-Bilanz für 2019 zeigte steigende Tendenz

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