02.05.2019 - 12:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Tanzen im Namen der Fitness

Tanzworkouts boomen. Sowohl in Tanz- und Fitness-Studios als auch unter freiem Himmel, wie etwa bei der Weidener "Fitness Wies'n" im Schätzlerbad. Im Frühjahr und Sommer ist es natürlich viel angenehmer, draußen Sport zu machen.

Zumba ist „in“: Über 15 Millionen Menschen haben bereits dieses Tanz-Workout absolviert.
von Stefan Puhane Kontakt Profil

Vor allem, wenn das Ganze auch noch zum spaßigen Erlebnis in der Gruppe wird. Christopher Oellerich, Personal Trainer und Tanzpädagoge, stellt einige der beliebtesten und angesagtesten Tanztrainings vor, die auch im "Schätzler" auf dem Programm stehen.

Bei der beliebten Veranstaltung in Weiden, die von Mai bis August einmal pro Woche über die Bühne geht, bietet Oellerich mit seinem Trainer-Kollegen Markus Lindner ein öffentliches Fitnessprogramm an, bei dem jeder mitmachen kann. "Hier gibt es guten Sport in einer großen Gruppe mit Musik", erklärt der Fitness-Experte. Die Teilnehmer lernen dabei, Sport mit dem eigenen Körper zu treiben - ganz ohne Geräte. Die Coaches vermitteln dabei die richtige Technik und achten darauf, dass sich keiner verletzt und alle gesund bleiben.

Fitter und beweglicher

"Die Trainingspläne sind stets so aufgebaut, dass die Teilnehmer happy über ihre Fortschritte sind", sagt Oellerich. Sie seien dann fitter, beweglicher - und im besten Fall zeigt danach vielleicht sogar die Waage ein paar Gramm weniger an.

"Gemeinsam Spaß haben am Sport" laute dabei das Motto, das dem vieler Tanz-Workouts ähnelt. Auch hier sei es "immer von Vorteil, das zu tun, was Spaß macht". Der Weidener Personal Trainer ist überzeugt davon, dass neben dem modernen Training zu angesagter Musik auch das klassische Tanzen fit macht.

Gezieltes Training

"Man kann beides machen, beispielsweise abwechselnd." Bei den Workouts habe man gezielt auch die Bereiche Muskeltraining und Beweglichkeit im Visier, man könne hier spezieller "im Namen der Fitness" arbeiten. Das "normale Tanzen" wiederum ist seiner Meinung nach "hervorragend geeignet als Herz-Kreislauf-Training".

Für welches Tanz-Workout man sich entscheidet, sei natürlich auch immer eine Sache des Musikgeschmacks. Hier einige der angesagtesten:

Zumba

"Das ist ein Tanzworkout zu lateinamerikanischer Musik und zu Weltmusik", erklärt Oellerich. Zumba sei perfekt als Herz-Kreislauf-Training und immer verbunden mit viel Spaß.

Der kolumbianische Tänzer und Choreograf Alberto Perez hat das Fitness-Konzept in den 90er-Jahren entwickelt. Es entstand aus dem Fitnesstraining Aerobic, das Perez mit lateinamerikanischen und internationalen Tänzen kombinierte. Nach Angaben auf der offiziellen Zumba-Seite im Internet haben bereits 15 Millionen Menschen aus 180 Ländern an Zumba-Kursen teilgenommen. "Wir kombinieren Bewegungen mit niedriger und hoher Intensität zu einem kalorienverbrennenden Intervalltraining, bei dem man sich wie auf einer Tanz-Fitness-Party fühlt", heißt es auf www.zumba.de weiter.

Durch den großen Spaß, den die Sportler bei Zumba haben, werden die Übungen meist gar nicht als Workout empfunden. Wer sich für dieses Fitness-Konzept entscheidet, erhält nach Aussage der Zumba-Macher ein "komplettes Workout, das Elemente aus dem Fitness-, Kardio- und Muskelaufbautraining sowie Übungen für Balance und Flexibilität kombiniert".

Breakletics

"Das ist eine Mischung aus Breakdance und Athletik", weiß Christopher Oellerich. Konkret handle es sich dabei um Tanz-Bewegungen aus Breakdance, die in ein Cardio-Workout verpackt würden. "Breakletics ist oberkörperlastiger als Zumba und somit ein gutes Oberkörper-Workout", so der Tanzpädagoge.

Wie auf www.breakletics.de zu erfahren ist, hat der mehrfache deutsche Breakdance-Meister und Sportwissenschaftler Peter Sowinski die Mischung aus funktionalem und Intervall-Training sowie motivierender Musik erfunden. Zur typischen Breakdance-Musik (Pop, Funk oder Hip-Hop) zielt es darauf ab, Beweglichkeit, Koordination und Rhythmusgefühl zu verbessern. Geeignet ist Breakletics laut der offiziellen Homepage für jedermann: "Die Übungen kommen in verschiedenen Abstufungen, sind superleicht verständlich und selbst von Grobmotorikern innerhalb von Sekunden erlernbar."

"deepWORK"

Wenn die Musikrichtungen Elektro und House aus den Lautsprecherboxen dröhnen, ist meistens "deepWORK" angesagt, ein "ganzheitliches funktionelles Training", verrät Christopher Oellerich. Laut dem Fitness-Experten stehen dabei Beweglichkeit, Herz-Kreislauf-Training, Kraftausdauer und Atemübungen im Fokus.

Bei diesem Workout, das im Internet unter anderem als "Fettverbrennungsmaschine" angepriesen wird, unterstützt die Untermalung mit tiefen Rhythmen und tragender Perkussion den Sportler, heißt es auf www.deepwork-training.de: "Es hilft dabei, Kraft aufzubauen, Emotionen freien Lauf zu lassen und über seine persönlichen Grenzen hinauszugehen."

"deepWORK", das der Gymnast, Choreograph und Yoga-Lehrer Robert Steinbacher entwickelt hat, ist laut der offiziellen Internetseite das erste Trainingskonzept, das nicht aus USA nach Europa, sondern von Europa nach USA importiert wurde. Die verschiedenen Phasen dieses Gruppentrainings seien nach den fünf Elementen Erde, Holz, Feuer, Metall und Wasser aufgebaut, die wiederum auf unterschiedlichen Energien basierten.

Bei Tanz-Workouts wird Fitnesstraining mit tänzerischen Elementen kombiniert.

Restlos erschöpft

Die Bewegungsabläufe befänden sich stets zwischen An- und Entspannung und würden mit Atemübungen kombiniert. "Nach einer ,deepWORK'-Einheit ist die Energie eines Trainierenden restlos erschöpft", heißt es auf der "deepWORK"-Seite weiter. Die Techniken würden auch in der Meditationstherapie genutzt. (puh)

Informationen:

Hip-Hop als Einstieg für Jugendliche: Um jungen Leuten das Hobby „Tanzen“ schmackhaft machen zu können, empfiehlt Fitness-Coach Christopher Oellerich einen Hip-Hop-Kurs. „Jugendliche stehen da drauf – und Hip-Hop ist für sie ein möglicher Einstieg.“ Dabei ist der Tanzstil eigentlich fast ein Oldie – er entstand bereits vor über vier Jahrzehnten, Anfang der 1970er-Jahre, und zwar im Stadtbezirk Bronx der US-Metropole New York City. Er besteht aus verschiedenen Street-Dance-Stilen, die zu Hip-Hop-Musik, die wiederum auf Rap basiert, getanzt werden. Fitness- und Tanzstudios haben daraus eine Tanzform entwickelt, die für jedermann geeignet ist – und meist auf Bodenakrobatik und übertriebene Artistik verzichtet. (puh)

„Fitness Wies‘n“ startet im Mai: Die „Fitness Wies‘n“ im Weidener Schätzlerbad bietet Training mit ganz viel Spaß unter freiem Himmel. Vor ein paar Jahren ins Leben gerufen, hat sich die Veranstaltung fest im Terminkalender der Stadt Weiden etabliert und zu einem Publikumsrenner entwickelt.

„Es kamen schon bis zu 200 Leute“, weiß Fitness-Coach Christopher Oellerich, der zusammen mit seinem Trainerkollegen Markus Lindner die Sportler im „Schätzler“ anleitet. Aber auch bei schlechterem Wetter tummeln sich einige Fitness-Fans auf der Wiese bei der „Schätzlerbad“-Gaststätte. Los geht‘s heuer am Mittwoch, 8. Mai, um 18 Uhr – und von da an jeden Mittwoch bis 31. Juli. Vom 7. bis 28. August folgt ein Outdoor-Fitness Spezial des „Project Outdoor Fitness“ (P.O.F). Termine und das detaillierte Programm gibt es auch im Internet Internet auf www.project-outdoor-fitness.de/fitness-wiesn. Für einen kleinen Unkostenbeitrag (drei Euro) können Jung und Alt gemeinsam sporteln und sich fit halten. (puh)

Hip-Hop ist nach Meinung von Fitness-Coach Christopher Oellerich für Jugendliche der ideale Tanz-Einstieg.
Zur „Fitness Wies’n“ kommen oft bis zu 200 Sportbegeisterte ins Weidener Schätzlerbad.

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