13.01.2021 - 17:28 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weiden: Für viele Gastronomen wird's brenzlig

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In der Gastronomie könnte durch den Corona-Lockdown bald einiges anbrennen. "Wir bewegen uns in eine dramatische Richtung", sagt Robert Drechsel, Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes Weiden-Neustadt/WN.

Dunkle Wolken am Horizont der Gastronomie sieht Robert Drechsel, Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbands Weiden-Neustadt/WN, aufziehen.
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Der Wirt des "Alten Schuster" und örtliche Vorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes, Robert Drechsel, verweist auf eine Umfrage des Bundesverbandes Dehoga. Der prophezeit, dass 30 bis 40 Prozent der Betriebe gar nicht mehr aufmachen könnten, falls der Lockdown über den Februar hinaus verlängert werde. Auch in Weiden seien ihm einige Kollegen bekannt, denen das Wasser langsam bis zum Hals stünde, sagt Drechsel. "Pachtbetriebe haben keine großen Reserven." Und von den Umsatzausfällen übernehme der Staat wesentlich weniger als 75 Prozent, wie versprochen, weil viele Posten herausgerechnet würden. So lasse sich die lange Schließungsphase nicht überbrücken. "Es kommt viel zu wenig an." Welche Unterstützung im Januar fließt, sei noch völlig offen.

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Dabei sei die Branche sehr flexibel. Drechsel selbst ließ seinen Biergarten 2020 winterfest machen, um kleinere Veranstaltungen anzubieten. „Als ich fertig war, musste ich schließen.“ Dabei habe die Gastronomie alles getan, um Ansteckungen zu vermeiden. Er selbst habe keine Pachtkosten und wolle sein Personal unbedingt halten. Dafür bastelt er schon wieder an neuen Ideen. „Ein Kollege in München plant eine Veranstaltung auf der Straße, eine Art ,Kultur to go’, unterstützt vom Kulturreferat.“ So etwas könnte er sich auch vorstellen oder den Auftritt eines Kabarettisten. Er hofft dabei, auf offene Ohren zu stoßen. „Wir müssen für die Zukunft vorbauen.“

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