24.11.2020 - 14:02 Uhr
AmbergOberpfalz

100 Mal mehr Geld für Radfahrer in Amberg als vor drei Jahren

Die Stadt Amberg setzt ihr Radverkehrskonzept Schritt für Schritt um: Nach dem Start mit 5500 Euro für 2018 sollen nächstes Jahr Investitionen von mehr als 500.000 Euro folgen.

Hier hat die Stadt schon etwas getan: An der Mühl- und Franziskanergasse wurde das Kopfsteinpflaster abgefräst und eine eigene Radspur geschaffen.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Seit 2017 gibt es in Amberg ein Radverkehrskonzept. Und seitdem gibt die Stadt jedes Jahr mehr Geld für dessen Umsetzung aus. "Man sieht schon, es ist eine kontinuierliche Steigerung vorhanden," sagte Roman Kick aus dem Tiefbauamt, als er im Verkehrsausschuss Zahlen nannte. Nach 5500 Euro im Jahr 2018 erhöhten sich die Investitionen 2019 und 2020 auf 173 000 Euro und 225 000 Euro. 2021 sind sogar 533 500 Euro eingeplant.

176 Einzelmaßnahmen

Auf alle 176 Einzelmaßnahmen ging Kick nicht ein, er nannte aber aktuelle Vorhaben: Derzeit werden die Radwege von Ammersricht in das Industriegebiet Nord, im Kreuzungsbereich von Steingutstraße und Pfalzgrafenring sowie entlang der Bäumlstraße umgesetzt. Für 2021 sind laut Kick der Bau eines neuen Radweges in der Verlängerung der Stauffenbergstraße und die Erneuerung des Teilstücks am Galgenbergweg geplant. Auf der Liste für 2021 steht zudem eine Verbindung zwischen Werner-von-Siemens- und Köferinger Straße. Kick erwähnte auch die Markierung eines Radfahrer-Schutzstreifens vom Haager Weg bis zur Straße im Manteltal. Mit dem bereits vorhandenen Schutzstreifen entlang der Sebastianstraße ergebe sich eine durchgehende Route von Gailoh bis zum Kreisverkehr beim Hockermühlbad.

Grünen-Stadtrat Klaus Ebenburger reagierte als Erster: "Mir ist das Ganze nicht engagiert genug. Mir ist das Ganze zu zögerlich." Stattdessen plädierte er für schnellere und größere Lösungen, wie sie zum Beispiel im Integrierten Stadtentwicklungskonzept angeregt werden: Von den vier Fahrbahnspuren, die in beide Richtungen um die Altstadt führen, sollte jeweils eine für Autofahrer vorbehalten bleiben. Eine Spur sollte dem ÖPNV zugeordnet werden und eine weitere dafür dienen, um auf jeder Seite Platz für Radfahrer zu schaffen.

Stadt plant Testlauf

Wie Baureferent Markus Kühne nach der Sitzung wissen ließ, plane die Stadt einen Test. Zwischen Steingutstraße und Mariahilfbergweg soll probehalber eine Spur für Radfahrer reserviert werden. Mehr könne zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht gesagt werden, da das Projekt "noch nicht spruchreif" sei.

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