26.02.2021 - 07:50 Uhr
AmbergOberpfalz

Bundestagswahl: Amberg-Sulzbacher CSU sortiert sich noch

Gut möglich, dass der Osterhase den oder die Kandidatin der Amberg-Sulzbacher CSU für die Bundestagswahl bringt. Die Entscheidungsfindung bei den Christsozialen zieht sich noch ein paar Wochen hin.

Für Bundestagsabgeordneten Alois Karl (70) wird ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gesucht. Die CSU im Bundeswahlkreis Amberg hat sich noch nicht festgelegt, wer für sie ins Rennen gehen soll.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Im Bundeswahlkreis Amberg sind bereits einige Vorentscheidungen für die Bundestagswahl im September 2021 gefallen: Die SPD hat bereits ihren Direktkandidaten nominiert, die Grünen sind sich einig, auch die Freien Wähler haben bereits eine Bewerberin präsentiert. Und die CSU? "Wir wollen im März eine Empfehlung abgeben", erklärt der Chef des CSU-Kreisverbandes Amberg-Sulzbach, Harald Schwartz. Eine Empfehlung wohlgemerkt, denn ausgemacht ist dann noch längst nicht, wer in die Fußstapfen von Bundestagsabgeordnetem Alois Karl (70) aus Neumarkt steigen soll.

Seit mehreren Monaten wird schon spekuliert

Amberg

Theoretisch kann jeder der drei Kreisverbände Amberg, Amberg-Sulzbach und Neumarkt eine solche Empfehlung abgeben. Und sogar noch mehr Kandidaten wären möglich. Entscheiden wird ohnehin die Bundeswahlkreisversammlung, die nach neuesten Informationen in der Woche vor Pfingsten, um den 20. Mai herum, stattfinden soll - heuer wegen der Pandemie nicht in Kastl, sondern im Amberger Kongresszentrum. Dort, so hört man, könnte sich die CSU noch am ehesten vorstellen, eine Präsenzveranstaltung mit mehr als 160 Teilnehmern und Infektionsschutzvorgaben unter einen Hut zu bringen.

Stefan Braun (Kastl), Barbara Gerl (Freudenberg), Michaela Frauendorfer (Amberg), Andreas Otterbein (Kastl), Patrick Fröhlich (Sulzbach-Rosenberg): Ob noch so viele Namen im Rennen sind, wie vor einigen Monaten? "Das Feld hat sich gelichtet", sagt Schwartz, will aber nicht mehr verraten, weil die parteiinternen Beratungen noch nicht abgeschlossen sind. Es könnte auch eine Kandidatin sein, lässt Schwartz durchblicken. Auch der Name Birgit Barth (Auerbach) war in den vergangenen Wochen kolportiert worden.

So sieht der aktuelle Zeitplan aus: Am Montag, 1. März, treffen sich die 47 CSU-Ortsvorsitzenden aus dem Kreis Amberg-Sulzbach zu einer Videokonferenz, dann folgt Mitte März eine Kreisvorstandssitzung, bei der sich die Spitzen der Landkreis-CSU wohl auf einen Namen festlegen werden, den die Kreisdelegiertenversammlung (hier werden die Leute bestimmt, die den Kreisverband bei der Nominierungskonferenz vertreten) dann ebenso unterstützt. Somit wäre sich Amberg-Sulzbacher dann einig. In der Regel wird parallel dazu auch ein Konsens mit dem CSU-Kreisverband Amberg-Stadt hergestellt, dessen Vorsitzende Michaela Frauendorfer ist.

Doch bei der Nominierungskonferenz hat bekanntlich das Neumarkter Lager eine knappe Mehrheit - wenn mit einer Stimme spricht. Bisher gibt es auf Neumarkter Seite aber zwei Kandidaten: Die Kreisvorsitzende Susanne Hierl und den Neumarkter Stadtratsfraktionschef Marco Gmelch. In Neumarkt findet am 20. März die Kreisvertreterversammlung statt, die hierzu die Weichen stellen soll. Aber auch danach kann es immer noch Abweichler geben, Strippenzieher im Hintergrund sowieso. Fest steht, die Nominierung im Mai wird ein Krimi.

Die SPD hat bereits nominiert

Amberg

Die Grünen trafen im Oktober 2020 die Entscheidung

Amberg

Für die FDP tritt ein 23-Jähriger an

Kastl im Landkreis Amberg-Sulzbach

Vorentscheidung bei den Freien Wählern

Amberg

 

 

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