11.12.2021 - 05:10 Uhr
AmbergOberpfalz

Experten-Tipp, wenn beim Backen etwas misslingt: Einfach Streusel drauf

Foodartist Sebastian Kronseder hat im Fernsehen schon bei Enie van de Meiklokjes gebacken. Im neuen Backbuch von Oberpfalz-Medien verrät er sein Baumkuchen-Rezept. Und serviert im Interview noch eine kleine Zugabe.

Sebastian Kronseder in seiner Schulungs-Küche, in der er auch Kurse gibt. Hier rührt er gerade den Teig für Kartoffellebkuchen.
von Heike Unger Kontakt Profil

Prominenter Gast im Backbuch „Ober(pfalz) lecker“ ist Sebastian Kronseder, mehrfach ausgezeichneter Foodartist aus Pfakofen (Kreis Regensburg), mit seinem Baumkuchen-Rezept. Im Kurz-Interview plaudert er übers Backen zu Weihnachten und hat dazu noch eine ungewöhnliche Rezept-Idee parat.

ONETZ: Hallo Sebastian – hast du heute schon was gebacken?

Sebastian Kronseder: Tatsächlich ja: Weihnachtsplätzchen (Spitzbuben) mit meinen Kindern.

ONETZ: Wie oft backst du eigentlich?

Sebastian Kronseder: Fast jeden zweiten Tag, meistens für meine Familie. Aber backen ist für mich Entspannung. Ich kann da abschalten.

ONETZ: Backen nach Rezept – oder nach G’fühl?

Sebastian Kronseder: Mal so und mal so. Einige Rezepte kenne ich in- und auswendig und kann sie auch dementsprechend variieren. Bei anderen muss auch ich mich strikt ans Rezept halten, sonst geht’s schief...

ONETZ: Lieber süß – oder herzhaft?

Sebastian Kronseder: Beides, je nach Anlass, aber neun- von zehnmal süß.

ONETZ: Backst du lieber nach eigenen oder fremden Rezepten?

Sebastian Kronseder: Am liebsten backe ich meine Rezepte von meinem Opa, aber ich probiere natürlich auch viel aus. Was mir am meisten Spaß macht, ist, Geschmacksvariationen zu kombinieren. Zum Beispiel Preiselbeeren mit Balsamico oder Feigensenf mit Schokolade passt einfach suuuper gut.

ONETZ: Dein Urteil als Fachmann zum Buch „Ober(pfalz) lecker“?

Sebastian Kronseder: Das Buch ist der Hammer, weil der Mix der Rezepte stimmt. Nicht nur einfache Sachen, auch welche, bei denen ich zweimal lesen muss, wie es geht. Zudem eine gute Mischung aus süß und herzhaft. Optisch wunderbar modern gestaltet und die Ringbuchbindung ist perfekt, weil mir die Seiten nicht immer umblättern.-Kurzum: Habt ihr super gemacht. Großes Lob. Auf jeden Fall ein Geschenktipp für Weihnachten.

ONETZ: Dein Lieblingsrezept im Buch?

Sebastian Kronseder: Das ist schwierig zu beantworten, weil einfach alle super sind.

ONETZ: Und jenseits der Buchs?

Sebastian Kronseder: Am liebsten mag ich dunkle Schokolade in Kombination mit Nuss oder weiße Schokolade in Kombination mit Frucht.

ONETZ: Geht eigentlich auch einem Experten mal was daneben?

Sebastian Kronseder: Ja, aber man muss es dann nur gut verkaufen. Wenn ein Kuchen mal innen etwas spindig ist, sag’ ich einfach, ich habe ein neues Rezept ausprobiert und das gehört so.

ONETZ: Was war bislang dein größter Back-Unfall?

Sebastian Kronseder: Ich hab mal für eine Hochzeit Kiachl gemacht und alle im Stress mit Mehl bestäubt, weil ich den falschen Streuer verwendet habe, schon spät dran war und mich in der Küche meiner damaligen Freundin, heute meine Frau, noch nicht auskannte. Zum Totlachen, immer noch – und der Gag unter meinen Freunden. Man muss das mit Humor sehen.

ONETZ: Hast du einen Tipp, wie man Verunglücktes retten kann?

Sebastian Kronseder: Schokolade und Streusel drauf und schon sieht das Gebäck wunderbar aus...

ONETZ: Welches Gebäck darf bei dir zu Weihnachten nicht fehlen?

Sebastian Kronseder: Die Kartoffellebkuchen meines Opas. Das ist beim Backen und Essen ein Throwback in meine Kindheit und saulecker san’s. Das Rezept bekommt ihr natürlich: Seidingers Kartoffellebkuchen.

Bei Foodartist Sebastian Kronseder ist die Schweinshaxe aus Schokolade

Amberg
Der Lebkuchen-Teig wird angerührt. Die Besonderheit unter den Zutaten sind gekochte, zerdrückte Kartoffeln.
Mit einem Spritzbeutel wird der Lebkuchenteig auf Backoblaten gespritzt.
Nach dem Backen bekommen die Lebkuchen noch einen Schoko-Überzug.
Noch ein bisschen Gold-Deko und ein Zweigerl - und schon sind die Kartofellebkuchen fertig.
Rezept:

Seidingers Kartoffellebkuchen

Bei Foodartist Sebastian kronseder dürfen die Kartofellebkuchen nach dem Rezept seines Großvaters an Weihnachten nicht fehlen. Er hat uns das Rezept verraten

  • Zutaten
  • 230g Mehl
  • 350g Zucker (braun)
  • 250g Haselnüsse (gemahlen)
  • 50g gehackte Mandeln
  • 1/2 Pck. Lebkuchengewürz
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 3 Eier
  • 450g mehlige Kartoffeln
  • 30 Oblaten (Durchmesser 7 cm)
  • 40g Zitronat
  • 40g Orangeat
  • Schokolade zum Bestreichen

Kartoffeln kochen, schälen, noch heiß pressen und dann ausdampfen lassen. Alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten. Den Teig mit Hilfe eines Spritzbeutels auf die Oblaten auftragen und mit einem feuchten Messer verstreichen. Eine Stunde lang abtrocknen lassen und dann bei 180 Grad (Heißluft) 20 Minuten backen. Danach mit Schokolade oder Zuckerguss bestreichen und genießen. Tipp: Orangeat und Zitronat ganz fein schneiden (Thermomix).

 

 

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