09.01.2022 - 14:31 Uhr
AmbergOberpfalz

Kommentar: Den "alten Bergsteig" in Erinnerung behalten

Der einst so verrufene Amberger Stadtteil Bergsteig wird immer mehr zum Vorzeige-Viertel. Viele emotionale Gründe sprechen laut Redakteur Thomas Kosarew dafür, dass der "alte Bergsteig" niemals in Vergessenheit geraten darf.

Diese Aufnahme dokumentiert den aktuellen Wandel am Bergsteig: Neubau und Altbestand (Baracke) direkt nebeneinander.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil
Kommentar

"Neues Jahr, neuer Bergsteig": Wer das Viertel kennt, der weiß, dass sich viele Bewohner diese Entwicklung schon viel früher gewünscht hätten. Allen voran vier Männer, die mittlerweile verstorben sind: Josef Dudala, Günter Köhler, Helmut Kopecky und Gerhard Schneider. Als Quartiersmanager legte sich Dudala regelmäßig mit Vertretern der Stadt und der Stadtbau an, weil es ihm mit der "Sozialen Stadt" nicht schnell genug ging. Köhler brachte handschriftlich verfasste Berichte in die Redaktion der Amberger Zeitung, weil er wollte, dass die ganze Stadt erfährt, wie erfolgreich die jungen Ringer vom Bergsteig bei Turnieren waren. Kopecky sorgte mit seiner Tochter Viola in Eigenregie beispielsweise dafür, dass auf dem Weg zwischen Wohnblocks und Kaufland Bänke aufgestellt werden, damit sich Ältere unterwegs etwas ausruhen können. Und Gerhard "Jackson" Schneider verbrachte fast jede freie Minute beim SV Inter Bergsteig, bei dem er die Alten Herren gründete, den Förderkreis leitete und für den er nicht nur die Sanierung des Sportheims organisierte, sondern tatkräftig mit anpackte - unentgeltlich. Ihnen allen war es nicht mehr vergönnt, zu erleben, wie aus ihrem Bergsteig der "neue Bergsteig" wird. Sie alle hätten es mehr als verdient. Schon allein deswegen darf der "alte Bergsteig" nie in Vergessenheit geraten.

"Neues Jahr, neuer Bergsteig": Alle Teile der Serie

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