09.02.2021 - 09:02 Uhr
AmbergOberpfalz

Susanne Witt aus Amberg will für die ÖDP in den Bundestag

Jetzt ist auch die Bundestagskandidatin der ÖDP kein Geheimnis mehr: Die 52-jährige Volkswirtin Susanne Witt aus Amberg steigt ins Rennen ein. Ihre Themen: Klimaschutz, fairer Handel und Kinder- und Familienpolitik.

Die 52-jährige Susanne Witt aus Amberg wirft ihren Hut in den Ring. Für die ÖDP möchte die Diplom-Volkswirtin in den Bundestag einziehen.
von Externer BeitragProfil

Die ÖDP hat Susanne Witt als Direktkandidatin für den Bundestag nominiert. Die Kreisverbände Neumarkt und Amberg-Sulzbach votierten einstimmig für die 52-jährige Diplom-Volkswirtin aus Amberg. Das geht aus einer Pressemitteilung der Partei hervor.

Susanne Witt ist verheiratet, hat zwei Töchter und arbeitete viele Jahre als Personalreferentin in großen Firmen. "Außerdem hat sie sich unter anderem als Elternbeirätin engagiert und setzte sich für die Verbesserung der Schulwegsicherheit, den Einsatz von Sozialarbeitern auch an Grundschulen sowie die Errichtung des beliebten Kinderspielplatzes an der Kennedystraße im Amberger Süden ein", heißt es zu ihrem Engagement. Politisch stehe sie für Klimaschutz, für die Interessen von Kindern und Familien und für fairen Handel. "Nur Länder, die ökologische und soziale Mindeststandards verbindlich vertraglich anerkennen und sich verpflichten, diese Standards einzuhalten und kontinuierlich zu verbessern, sollten künftig von der EU als bevorzugte Partner im Welthandel anerkannt werden", ist ihre Forderung.

Als gelernte Volkswirtin steht sie auch dem Wachstum um jeden Preis kritisch gegenüber. "Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes darf nicht mehr Ziel aller Wirtschaftspolitik sein. In einer ehrlichen Gesamtrechnung muss auch die ökologische Stabilität und das soziale Gemeinwohl bewertet werden." Der Erfolg einer Volkswirtschaft müsse künftig daran gemessen werden, ob sie sich mit den natürlichen Kreisläufen im Einklang befinde und ob sie sich am sozialen Gemeinwohl ausrichte. "Ein ständiges Wachstum der Mengen und Verbräuche ist weder erstrebenswert noch möglich."

An den Grünen lässt Witt kein gutes Haar: Deren Konzept eines "Green New Deal" gaukle den Wählern vor, dass die Wohlstandsgesellschaft weitgehend ohne Konsumreduzierung fortgesetzt werden und trotzdem nachhaltig sein könne. Das sei schlicht „Blödsinn“, sagt Susanne Witt.

Am Programm der Grünen störe sie auch, dass es für die Betreuung der Kinder ab der Geburt in öffentlichen Einrichtungen eintrete und keinerlei Sympathien für traditionelle Familienstrukturen hege. Die Grünen lehnten deshalb auch die finanzielle Anerkennung von Elternarbeit ab. "Die ÖDP will dagegen eine bindungsfreundliche Betreuung der Kinder und kämpft für die volle Anerkennung der Familienleistungen durch ein Gehalt für die familiäre Sorgearbeit."

Nach der Nominierung der Bundestagskandidaten wählte die Mitgliederversammlung der beiden ÖDP-Kreisverbände ihre Delegierten für die Vertreterversammlung zur Aufstellung der Landesliste Bayern für die Bundestagswahl. Als Delegierte gewählt wurden Alexander Dehnert und Klaus Mrasek aus Amberg, Claudia und Christoph Zollbrecht aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach und Wolfgang Branner, Hans-Jürgen Gerstner und Ludwig Härteis aus dem Landkreis Neumarkt.

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