14.02.2021 - 16:56 Uhr
AmbergOberpfalz

Von wegen kein Fasching: Amberg-Sulzbach wird trotz Corona bunt

Alles abgesagt. Dabei wären gerade jetzt, an den letzten Faschingstagen, die Narren in Amberg-Sulzbach zur Hochform aufgelaufen. Corona lässt sie nicht. Aber viele Vereine haben kreative Alternativen ausgeheckt.

von Heike Unger Kontakt Profil

Manches war ganz offiziell angekündigt, wenn auch teilweise nicht bis ins Detail. Ein bisschen überraschen wollten die Vereine alle anderen dann doch. In normalen Zeiten würden sie vom Unsinnigen Donnerstag bis zum Prinzenbegräbnis am Dienstag ausgiebig Fasching feiern. Doch weil das wegen der Pandemie heuer nicht möglich ist, haben die Narren dem Coronavirus eine lange Nase gedreht – und sich einfach originelle, Corona-sichere Alternativen einfallen lassen. Und so wurde in einigen Orten im Landkreis Amberg-Sulzbach der Fasching zumindest optisch sichtbar. Transparente und farbenfrohe Dekorationen signalisieren: Der Fasching macht nur eine Pause.

Fasching "to go"

Dass Fasching sogar "zum Mitnehmen" geht, beweist Schnaittenbach: Ein findiger Unternehmer hat dort das wahrscheinlich oberpfalzweit einzige Faschings-Drive-in organisiert. Erich Biller und sein Team servierten auf dem Festplatz Essen und Getränke "to go" durchs Autofenster – so, wie sie es schon zur Weihnachten getan haben. Und offenbar zur besonderen Freude vieler Amerikaner, wie auffallend viele Kennzeichen aus "NEW" zeigten.

In Schmidmühlen hält Corona die Narren auf Abstand

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Närrischer Flashmob

Das Auto spielte auch in Etsdorf am Samstag eine närrische Rolle: Dort waren die Bewohner "klammheimlich" zu einem Faschings-Flashmob aufgerufen worden. "Nur für Etsdorfer" galt der Whatsapp-Aufruf zu einem Autokorso auf der Dorfstraße – gerade Autonummern in der einen Richtung, ungerade in der anderen, drinnen im Auto nur Mitglieder einer Familie, und dann langsam aneinander vorbeifahren. Eine abstandswahrende Möglichkeit, um sich endlich mal wieder wenigstens kurz im Dorf zu sehen und sich durchs geöffnete Fenster maskiert und auch hupend zu grüßen, was die Etsdorfer auch gern taten.

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